Erlösung

Geistlicher Impuls, Jahreskreis, Lesejahr A, Predigt

Impulse zum 17. Sonntag im Jahreskreis | Deus in loco | A

Zuhören scheint eines der schwierigsten Aufgaben des Menschen zu sein. Viel lieber reden wir, erklären anderen unsere Sicht der Welt und der Dinge, anstatt zu hören, was da ist und uns andere erzählen können. Schweigen und Hören sollen in den Exerzitien den Übenden prägen, wie es Ignatius nahelegt. Auch der geistliche Begleiter erklärt nicht die Welt, sondern hilft beim Schweigen und Hören, um in der Tiefe des Herzens Gottes Wort und Weisung zu erspüren. Eine mühsame Aufgabe, das wusste wohl auch der junge König Salomo auf seiner Wallfahrt nach Gibeon zu Beginn seiner Regierungszeit. Dort betet er um ein hörendes Herz und nicht um Macht und Reichtum oder den Triumph über Andere. Bereiten auch wir unser Herz, damit wir offen sind hinzuhorchen, wenn Gott zu uns sprechen will:

Geistlicher Impuls, Jahreskreis, Lesejahr A, Predigt

Impulse zum 16. Sonntag im Jahreskreis | Ecce Deus| A

„Gibt es irgendwo einen Gott, der so großartig wäre wie unser Gott“ (Ps77,14) fragt der Psalmbeter im 77. Psalm. Er gibt sich selbst die Ant-wort: Nirgendwo. Auch wenn er Gottes Handeln nicht versteht, wenn er Vieles in der Welt nicht begreifen kann, das Handeln vieler Mitmenschen unverständlich ist, weiß er doch, dass ihn Gott zeitlebens begleitet.
Auch wenn wir die Ereignisse der Welt nicht verstehen, wenn uns Vieles Angst macht, dürfen wir doch darauf vertrauen, dass er uns begleitet und er in seiner Weisheit uns zur Fülle führen möchte.
Ja, ist so großartig, dass er sich nicht beweisen muss, seine Macht und Stärke vorführt, um andere einzuschüchtern, wie wir es im Alltag immer wieder erleben.

Geistlicher Impuls, Jahreskreis, Lesejahr A, Predigt

Impulse zum 15. Sonntag im Jahreskreis | Ego autem | A

Faszinierend, was aus einem Samenkorn alles wächst. Wie sich eine Pflan-ze entfalten und entwickeln kann, wenn das Samenkorn in die Erde gelegt wird und Wasser und Wärme bekommt. Es gehört auch Mut und Geduld dazu, das Samenkorn auszusäen und auf das Wachsen und Reifen zu warten. Nicht der Schnelle Erfolg zählt, sondern dar Nachhaltige.
So ist es auch mit dem Glauben, er braucht die Chance sich zu entwickeln und zu entfalten. Er muss ausgesät werden und braucht eine gute Umge-bung, dass der in der Hektik der Zeit zum festen Haltepunkt werden kann. Gottes Wort will sich in uns ausbreiten und so zu einem Fundament für das Leben werden. Grüßen wir unseren Erlöser, den Kyrios

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Impulse zum 14. Sonntag im Jahreskreis | Suscepimus | A

Sie mühen sich, sie strampeln hoch und versuchen, gut in der Zeit zu sein. Bei der Hitze ist das nicht leicht und man braucht Unterstützer, Helfer. Al-lein kann man das nicht schaffen, was Sportler gerade bei der Tour de France oder auch bei uns in Kelheim beim 24-Stunden-Rennen Race24 leisten. Mit Helfern hingegen schafft man mehr. Jesus vergleicht das heute mit dem Joch, das beim Tragen von Lasten hilft. Das Fahrrad wird manchmal auch Drahtesel genannt und so passt es wunderbar zur ersten Lesung aus dem Buch des Propheten Sacharja. Gott kommt demütig, er reitet auf einem Esel. Er kommt mit Güte, Milde und Geduld, weil er weiß, dass wir nur so uns selber finden können. Auf diesem Weg können wir das Ziel unseres Lebens erreichen, können wirklich leben als freie Menschen in der Nähe und Güte Gottes, den wir in unsere Mitte als Herrn, den Kyrios, als unseren Erlöser feiern

Jordanquelle im Norden Israels
Geistlicher Impuls, Jahreskreis, Lesejahr A, Predigt

Impulse zum 13. Sonntag im Jahreskreis | Omnes gentes | A

Immer mehr Menschen wenden sich von der Kirche ab, die Zahlen ma-chen Angst. Es ist eine gesellschaftliche Herausforderung, denn unsere Gesellschaft wird sich wandeln, wenn das Wertesystem, das mit dem Glauben als Hilfe für das Leben vermittelt wird, bröckelt. Erwachsene Menschen, die heute die Gemeinschaft verlassen. Wurden noch in diesem Geist sozialisiert. Das heißt nicht, dass es um Macht geht, sondern um Wege zum Leben.
Der Glaube ermutigt und befähigt zu einem freien Leben, das über den Augenblick hinaus geht, das mehr als Work-Life-Balance oder im Konsum verspricht. Sich auf diesen Gott einzulassen, ist ein Wagnis mit manchen Herausforderungen und machen unbekannten Erfahrungen, aber vor al-lem ein Weg zur eigenen Freiheitvor Gott und in der Welt.

Geistlicher Impuls, Jahreskreis, Lesejahr A, Predigt

Impulse zum 12. Sonntag im Jahreskreis | Dominus fortitudo | A

„Wird uns das Boot sicher durch das Meer bringen?“ – Eine Frage, die sich vielleicht ein paar Nervenkitzel Suchende stellten, eine existentielle Frage für Menschen, die in der Flucht übers Meer den einzigen Weg in eine Zu-kunft für sich sehen. Ganz unterschiedlich erlebten wir in den letzten Ta-gen die Aufmerksamkeit der Welt und den Einsatz der Mittel zur Rettung der Menschen.
In der Angst spürt sich der Mensch ganz existentiell. Gerade deshalb su-chen manche Menschen die Herausforderung, die sie diese Angst spüren lässt um sich selbst zu spüren.
Gottes Botschaft, die die Propheten und auch Jesus verkündeten, heißt hingegen: Fürchtet euch nicht. Ich bin bei Euch! In der Geborgenheit kann sich der Mensch auch ganz tief und bewusst spüren. Das braucht freilich mehr Zeit und Aufmerksamkeit, aber der Glaube ermutigt uns diese Mühe auf uns zu nehmen und so an uns und mit Gott zu wachsen, hin zu einem erfüllten Leben.

Geistlicher Impuls, Jahreskreis, Lesejahr C, Predigt

Impulse zum 32. Sonntag im Jahreskreis | Intret oratio | C

Wahrscheinlich hat sich jeder von uns schon einmal die Frage gestellt, ob beten hilft. Immer wieder stehen wir vor unlösbaren Aufgaben oder er-sehnen eine Lösung, die nicht oder nicht unmittelbar eintritt. Oft freilich löst das Gebet und die Zwiesprache mit Gott, die erbetene Hilfe auf ande-re unerwartete Weise.
Grundfragen des Glaubens und des Lebens bis zum Leben nach dem Tod versucht das Buch der Makkabäer zu beantworten, das rund 150 Jahre vor Jesu Wirken entstand und unmissverständlich vom Leben nach dem Tod bei Gott Zeugnis gibt. Ja, durch diese Zusage wird das Leben in dieser Welt mit all seinen Herausforderungen erst sinnvoll, kann das Leben ge-lingen.

Geistlicher Impuls, Jahreskreis, Lesejahr C, Predigt

Impulse zum 30. Sonntag im Jahreskreis | Laetetur cor | C

„Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben.“ (Jer 29,11)
Das Wort des Propheten Jeremia steht in diesem Jahr über dem Sonntag der Weltmission. Es ist eine herausfordernde Zeit für den Propheten, der im Exil in Babylon von der Heimat träumt und sich dorthin zurücksehnt. Siebzig Jahre, rund drei Generationen wird die Exilszeit dauern und so manche Hoffnung auf eine zeitnahe Rückkehr zerschlagen. Aber Gott ist immer ein Gott der Zukunft gibt und Hoffnung schenkt, das Propheten-wort kann auch uns in den Rückschlägen des Alltags Mut machen der Zukunft mit Gott zu vertrauen und auf ihn die Hoffnung zu setzen, auch wenn viele Zeitgenossen längst andere Götter erwählt haben.

Fastenzeit & Ostern, Geistlicher Impuls, Lesejahr C, Predigt

Impulse zum 2. Fastensonntag | Reminiscere | C

Immer wieder werden wir mit der Brutalität der Macht konfrontiert. Ohnmächtig sehen wir gerade in diesen Tagen wie ein Gewaltherrscher unzählige Menschen für seine Machtgelüste leiden und sterben lässt. Wie er auch vor Kliniken und Einrichtungen für Kinder nicht zurückschreckt. Übermenschlich groß und mächtig erscheint uns da jemand.
In der Lesung auf dem Buch Genesis führt Gott Abraham in die Nacht hinaus, um ihm angesichts des gestirnten Himmels eine Verheißung auf viele Generationen hin zu geben. Da kann der Mensch klein und demütig werden, ohne klein gemacht und erniedrigt zu werden. Wer schon einmal staunend in den Sternenhimmel geblickt hat, weiß, dass solche Erfahrun-gen auch in den Herausforderungen des Alltags tragen können.

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