Impulse zu Pfingsten | Spiritus Domini | C

Mit dem heutigen Pfingstfest begehen wir einen der Höhepunkte des Kirchenjahres. Wie viele Begriffe in unserer Kirche kommt auch der Name Pfingsten aus dem Griechischen und bedeutet: der Fünfzigste – nämlich der fünfzigste Ostertag. Jesus Christus kehrt nach der Auferstehung von den Toten heim zu seinem Vater, aber nicht, um der Welt und uns Menschen zu verlassen, sondern um für immer bei uns zu bleiben durch seinen Geist, den er verheißt und sendet, der vom Vater und von ihm ausgeht. Dieses frohe Ereignis feiern wir heute. Weiterlesen

Impulse zum 7. Ostersonntag | exaudi | C

In diesen Tagen beten wir besonders um das Kommen des Geistes Gottes, dass er die Welt durchdringe und erneuere. Die Tage zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten sind die Novene um den Heiligen Geist.

Wir bitten Gott um Erneuerung unseres Herzens durch seinen Geist und um Vergebung für alle Zwietracht und jegliche Schuld, die wir gesät und verursacht haben.

Gottes Geist kann sich entfalten, wo wir für seinen Zuspruch offen sind und daraus unser Leben gestalten. So rufen wir zu Christus Weiterlesen

Impulse zu Christi Himmelfahrt | In ascensione Domini | C

Untröstlich sollten wir sein, weil er uns verlassen hat. Wir müssten diese tiefe ungreifbare Angst in uns spüren, weil er nicht mehr da ist. Endlich war einer unter uns, der nicht anderen zur Last wurde, sondern auch die Last der andern trug, ohne sich dabei in den Mittelpunkt zu spielen. Ja, er hat uns ermutigt in die unbegreifliche Nacht der Gottsuche mit der ver-trauten Anrede Vater uns diesem Gott ganz anzuvertrauen, der nahe ist und doch immer unbegreiflich Ferne.
Wie die Jünger sollten wir uns freuen, dass er in seinem Geist bei uns ist, über alle Grenzen von Zeit und Raum hinweg erfahrbar in den Herzen al-ler, die offen sind für seine Botschaft.
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Impulse zum 6. Ostersonntag | rogate | C

Das ganze Leben begleitet uns die Aufgabe Entscheidungen zu treffen. Dabei ist schon die Einteilung in wichtige und weniger wichtige Dinge oft nicht ganz trivial. Wie können wir vor allem richtige Entscheidungen tref-fen, die unser Leben gelingen lassen?
In der Lesung hören wir heute vom sogenannten Apostelkonzil in Jerusa-lem und dem Weg der Entscheidung für die Zukunft der jungen Kirche: Der Heilige Geist und wir haben beschlossen. Eine Empfehlung auch für unsere Tage. Nicht nach dem schnellen Erfolg hecheln oder schnell zu al-lem Ja oder Nein sagen, sondern im Gebet und Vertrauen auf Gottes Nä-he sich dem Herrn und seinem Geist, in dem er bei uns ist, anvertrauen. In diesem Vertrauen feiern wir jetzt Gottesdienst und preisen unseren Herrn, den Kyrios: Weiterlesen

Impulse zum 5. Ostersonntag | cantate | C

„Cantate Domino canticum novum.“ – „Singet dem Herrn eine neues Lied“ Nach diesem Wort des Eröffnungsverses trägt der heutige Sonntag seinen Namen „Cantate“. Diese neuen Lieder sind nicht einfach neue Texte und Kompositionen, sondern müssen neu aus dem herzen der Menschen kommen. Ostern hat uns zu neuen Menschen gemacht. Das feiern wir fünfzig Tage lang.
Das wird uns auch heute in der Schrift verkündet. Johannes sieht in seiner Offenbarung einen neuen Himmel und eine neue Erde, und Jesus gibt uns ein neues Gebot. Wie im Frühling in der Natur alles wieder neu aufbricht, wollen wir uns öffnen für das neue Leben in unserem auferstandenen Herrn. Weiterlesen

Impulse zum 4. Ostersonntag | miseridordia domini | C

Die Stimmlage und der Tonfall sind wichtig für die Schafe, erzählte mir ein Schäfer. Die Schafe sind vertraut mit den Klängen und den Bewegungen des Hirten. Vielleicht gibt es deshalb so viele Bilder vom Hirten, wenn von der Sorge Gottes um die Menschen die Rede ist.

Nicht nur ein Wort oder eine Vorschrift, gar eine moralische Mahnrede, sondern mit der ganzen Persönlichkeit sollen und dürfen wir Zeugnis geben von Gott, der sich um uns sorgt uns zu unserer Fülle führen möchte. Diese Fülle muss ich nicht aus mir schaffen, ich darf ihn als Gottes Geschenk für mich entdecken. Weiterlesen

Impulse zum 3. Ostersonntag | iubilate | C

In der Mozarts Entführung aus dem Serail kommt eine kleine Szene vor, die zum heutigen Sonntag passt. Osmin spricht zu der gefangenen Sklavin Blonde: „Ich befehle dir augenblicklich mich zu lieben!“ – und erhält Ge-lächter dafür. Klar, wer sollte ernsthaft meinen, dass man Liebe befehlen kann? Echte Liebe muss wachsen und reifen, braucht Zeit und gegenseiti-ge Ermunterung.
Jesus geht einen anderen Weg, einen sorgfältigen aufmerksamen Weg mit uns. Er ist für uns da und zeigt uns seine Liebe, er ermuntert uns ihm auf diesem Weg zu folgen. Weiterlesen

Impulse zum 2. Ostersonntag | quasimodogeniti | C

Angesichts der Nachrichten und Meldungen der letzten Zeit drängt sich vielen die Frage auf, ob Gott wirklich allmächtig und gut ist, wenn er all das zulässt. Warum greift er nicht ein und beendet Terror und Krieg?
Eine lebendige Frage, die uns im Glauben ebenso begegnet wie bei Menschen, die den Glauben ablehnen. Friedrich Nietzsche nannte das Leid den Fels des Atheismus, also einen Anstoß die Frage nach der Rechtfertigung Gottes im Angesicht des Leids der Welt.
Doch Gott geht einen anderen Weg, indem er uns Freiheit schenkt, die sich auch gegen den Mitmenschen und Gott wenden kann. In seinem Lei-den und Sterben gibt er der letzten existentiellen Erfahrung des Menschen einen Sinn und stellt sich radikal an die Seite der Leidenden. Als Auferstandener zeigt er uns eine neue Perspektive Weiterlesen

Impulse zur Osternacht | vigilia paschalis in nocte sancta | C

In der Dunkelheit des Abends haben wir uns versammelt und erinnern uns: Es war Nacht, als der Pharao die Israeliten aus Ägypten in die Freiheit ziehen ließ. Es war Nacht, als die Israeliten, von Gott geführt, auf trockenem Pfad durch das Schilfmeer zogen und dem Heer des Pharaos endgültig entkamen. Es war Nacht als Elija am Horeb in der Höhle Gott erwartete. Es war Nacht, als der Erlöser am Kreuz starb und es war Nacht als Jesus, der Christus, von Gott aus dem Tod erweckt und in sein nicht endendes göttliches Leben geführt wurde. Weiterlesen

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