22. Sonntag im Jahreskreis A – 31. August 2014

Lektionar I/A, 310: Jer 20,7–9; Röm 12,1–2; Mt 16,21–27

Schneller, höher und immer weiter, möglichst viel von allem zu jeder Zeit. Das sind Grundsätze unserer Zeit, die unseren Alltag prägen und nicht sel-ten direkt oder indirekt für unser Handeln bestimmend sind. Andererseits führt uns genau dieses Verhalten immer wieder unsere eigenen Grenzen vor Augen und lässt uns in Krisen und Scheitern stürzen.
Ein Dilemma, dem wir kaum entfliehen können, oder doch? Die Botschaft Jesu sagt etwas anderes. Hier geht es nicht um die Selbstverwirklichung um jeden Preis, auch um den des eigenen Herzens, nicht um das Gewin-nen, auch wenn wir spüren, dass das Maß überschritten ist und wir nur noch einsamer Sieger sein können. Annahme der Grenze und der eigenen Begrenztheit, sich selbst klein machen um zu sich zu finden und so aus der Fülle zu leben bietet uns Jesus an. Grüßen wir ihn, unseren Herrn und Kyrios in unserer Mitte.

Kyrie

Herr Jesus Christus,
Du bist Gottes Sohn.
Du zeigst uns den Weg zu Gott.
Du führst uns so zur eigenen Fülle.

Gloria * Tagesgebet [MB 233]

Allmächtiger Gott,
von dir kommt alles Gute.
Pflanze in unser Herz
die Liebe zu deinem Namen ein.
Binde uns immer mehr an dich,
damit in uns wächst, was gut und heilig ist.
Wache über uns und erhalte, was du gewirkt hast.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und liebt in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Jesus hat sich vom drohenden Scheitern nicht beeindrucken lassen und ist für uns durch die Nacht des Todes gegangen. So kommen wir in der Dun-kelheit und den Nöten der Zeit zu ihm und rufen:

  • Hilf allen, die Macht und Einfluss haben,
    dass sie sich und andere nicht überfordern
    und das Wohl aller im Blick behalten.
    Christus höre uns. ALLE Christus erhöre uns.
  • Stärke alle, die an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gelangt sind,
    mit der Erfahrung der Ruhe und deiner liebenden Gegenwart.
  • Öffne allen, die sich verrannt haben in die Heilsversprechungen unse-rer Tage
    den Blick für den Weg des Glaubens und der Liebe.
  • Schenke allen, die keine Zeit haben,
    den Mut sich Zeit zu nehmen für sich
    und für Menschen, die ihnen wertvoll und wichtig sind.
  • Wecke in allen, die deinen Namen tragen,
    die Zuversicht, dass sie mit dir sich selbst und die Fülle des Lebens fin-den.
  • Gib der Welt deinen Frieden, der Hass und Streit überwinden kann,
    im Gedenken der unzähligen Opfer des II. Weltkriegs,
    der 75 Jahren mit dem Überfall auf Polen begann,
    und aller Opfer von Krieg, Bürgerkrieg und Terror bis in unsere Tage.

Du bist es, der selbst bereit war, sich ganz klein zu machen um uns alle zur Herrlichkeit Gottes zu führen. Dafür danken wir dir heute und alle Tage bis in Ewigkeit. Amen. AMEN.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott,
du hast uns gestärkt durch das lebendige Brot,
das vom Himmel kommt.
Deine Liebe, die wir im Sakrament empfangen haben,
mache uns bereit,
dir in unseren Schwestern und Brüdern zu dienen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Lj A Jahreskreis – Sonntag 22  – alle liturgischen Texte mit Meditation und Hinführung zu den Lesungen

Lj A Jahreskreis – Sonntag 22 – Meditation mit Hinführung zu den Lesungen

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