1. Sonntag der Fastenzeit B | 21. II. 2015

Invocabit – Lesejahr B – Lektionar II/B, 69: Gen 9,8–15; 1 Petr 3,18–22; Mk 1,12–15

Erinnern Sie sich noch an die Geschichte mit Adam und Eva. Sie wollten mehr haben und erkennen, als den beiden gut tat. Im Essen der Frucht vom Baum der Erkenntnis wurde Ihnen bewusst, wie hilflos und ohnmächtig sie sind, wenn sie das Vertrauen zwischen Gott und Mensch brechen.
Fasten ist gleichsam der umgekehrte Weg. Der Verzicht führt uns auf den Kern des Menschseins und damit aus gläubiger Sicht auf unser Dasein vor Gott. Im freiwilligen Verzichten können wir den Kern unseres Lebens neu betonen und erkennen. So können wir auch einen frohen und vertrauensvollen Zugang zu unserem Leben und zu Gott finden, den wir in unserer Mitte als Kyrios preisen:

Kyrie [oder GL 163,4]

Herr Jesus Christus,
du Mittler zwischen Gott und Mensch: Kyrie eleison.
Du Heiland und Erlöser: Christe eleison.
Du bist Mitte und Ziel des Lebens: Kyrie eleison.

Tagesgebet [MB 83]

 

Allmächtiger Gott,
du schenkst uns die heiligen vierzig Tage
als eine Zeit der Umkehr und der Buße.
Gib uns durch ihre Feier die Gnade,
dass wir in der Erkenntnis Jesu Christi voranschreiten
und die Kraft seiner Erlösungstat
durch ein Leben aus dem Glauben sichtbar machen.
Darum bitten wir durch ihn,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

In der österlichen Bußzeit oder Fastenzeit verzichten wir, damit wir uns und unser Leben besser erkennen und unsere Beziehung zu Gott wieder vertiefen. Zu kommen wir mit unseren Bitten und Sorgen:

  • Für die Menschen in der Ukraine und in Syrien,
    dass endlich Frieden werde
    und Versöhnung wachsen kann.
  • Für die Menschen, deren Leben schwer wurde,
    durch Neid, Mißgunst oder eigene Fehler,
    dass sie neue Wege zum Leben finden.
  • Für die Christen, die sich in diesen Wochen
    durch Fasten und Werke der Buße erneuern,
    dass sie gestärkt aus dem Glauben das Leben gestalten.
  • Für die Menschen auf der Suche nach dem Sinn im Leben,
    dass sie gläubigen Menschen begegnen,
    die ihnen die Freude des Evangeliums verkünden.
  • Für die Menschen auf der Flucht,
    dass sie Aufnahme und Heimat finden dürfen
    und wir unseren Beitrag aus dem Glauben einbringen können.

Du gehst auch mit uns den Weg des Lebens und willst unser treuer Begleiter sein, alle Tage bis in Ewigkeit. AMEN.

Lj B Fastenzeit – Sonntag 1 – Invocabit – Hinführung und Meditation

Lj B Fastenzeit – Sonntag 1 – Invocabit – vollständige liturgische Hilfe

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