Karfreitag – 3. IV. 2015

 

Lektionar I/A, 126: Jes 52,13– 53,12; Hebr 4,14–16; 5,7–9; Passion: Joh 18,1– 19,42   

Stiller Einzug
Prostratio
Tagesgebet [MB 40]

Gedenke, Herr, der großen Taten,
die dein Erbarmen gewirkt hat.
Schütze und heilige deine Diener,
für die dein Sohn Jesus Christus sein Blut vergossen
und das österliche Geheimnis eingesetzt hat,
mit dir lebt und wirkt in alle Ewigkeit. AMEN.

 

Wortgottesdienst: Lesungen – Passion
Große Fürbitten
Kreuzverehrung
Kommunionfeier

 

Schlussgebet

Allmächtiger Gott,
durch den Tod
und die Auferstehung deines Sohnes
hast du uns das neue Leben geschenkt.
Bewahre in uns,
was deine Barmherzigkeit gewirkt hat,
und gib uns durch den Empfang dieses Sakramentes
die Kraft, dir treu zu dienen.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn. AMEN

 

Hinführung zur ersten Lesung

Was sich im Leiden und Sterben
des „Gottesknechtes“ ereignet hat,
ist eigentlich unfassbar.

Und es geht alle an:
Israel und die Völker der Erde.
Das Lied vom Gottesknecht gibt
eine prophetische Deutung des Geschehenen.
Dieses Lied hallt weiter bis in unsere Tage,
hinein und die Ungerechtigkeiten
und Unaufmerksamkeit der Menschen.

 

Hinführung zur zweiten Lesung:

Wie oft wünschen wir uns im Alltag
einen Menschen, der echtes Mitgefühl zeigt,
uns kennt, wie wir sind, und uns in Liebe annimmt.

Diese Sehnsucht findet Erfüllung in Jesus Christus;

diese Botschaft verkündet der Hebräerbrief,
der uns Christus als Mittler, als Hohenpriester vorstellt,
der alle Schwächen und Nöte kennt.
Er ist solidarisch mit unserem Leid,
er wird so zum Urheber des Heils und der Erlösung.
Würde er unsere Not nicht kennen,
wäre er ein unerreichbarer Gott.
Fern von uns und unserer alltäglichen Erfahrung.

Meditation

Seht den Menschen.
Seht den Gekreuzigten.
Seht den, der Ziel von Hohn und Spott ist.
Seht den, den sie König der Juden nennen.

Nicht wie es Pilatus spottend sagt,
herablassend den Juden
einen Versager als König zubilligt
Jesus sagt ja dazu,
weil er allen Scheiternden nahe ist.

Er legt Zeugnis ab für die Wahrheit,
nicht für richtig oder falsch
nicht für gut oder böse,
sondern für die Wahrheit.

Wahrheit, Wahrhaftigkeit
ist mehr als das eine
oder andere Wahre,
es meint den ganzen Menschen.

Wahrheit heißt,
ganz mit sich und mit Gott
im Reinen sein, eins sein.

In der Wahrheit leben bedeutet
auch in Kreuz und Leid,
in Scheitern und Ohnmacht
Gottes Nähe zu spüren,
zu wissen, dass er trägt.

ð Reinhard Röhrner

Lj B Karfreitag – Hinführung und Meditation

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