Impulse zur Aufnahme Mariens in den Himmel | In assumptione BMV | C

Wir feiern unsere Erlösung, das Ostern des Sommers. Mit der Aufnahme Mariens in den Himmel, also in die Herrlichkeit Gottes feiern wir die Vollendung unserer Hoffnung. Wir alle hoffen einst bei Gott vollendet zu werden mit allem, was uns im Leben bruchstückhaft zurücklässt, mit allen unseren Sehnsüchten und Erwartungen, mit allem Scheitern und Gelingen, mit Verletzungen und aller heilsamer Erfahrung.
Wie die apokalyptische Frau, von der wir in der Lesung aus der Offenbarung hören werden und die uns im linken Glasfenster neben dem Hochaltar ganz oben immer vor Augen ist, vertrauen wir, dass in allem Bedrängen der Welt Gott an unserer Seite ist Weiterlesen

Impulse zum 20. Sonntag im Jahreskreis | Protector noster | C

Das Feuer der Begeisterung ist in unserem Glaubensalltag oft wenig er-fahrbar. Glaubensfreude mit Begeisterung in die Welt zu tragen ist auch nicht einfach. Das musste der Prophet Jeremia im 7. Jahrhundert vor Christus erfahren, darum wusste auch Jesus.
Solange das Christentum brav seine soziale Aufgabe erfüllt und nicht den Finger in die wunden Stellen der Gesellschaft legt, ist es gern gesehenes Kulturchristentum. Wenn es aber die Botschaft Gottes ernst nehmen will, fordert es heraus und kann zu Spaltung und Unfrieden führen, weil die Entscheidung fordert um die sich so viele gerne drücken. Dann aber kann es seine Kraft entfalten und zum Fundament für unser Leben werden und andere für diesen Weg begeistern. Weiterlesen

Impulse zum 19. Sonntag im Jahreskreis | Respice Domine | C

„Glaube ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht.“ (Hebr 11,1) – Ein starker Satz, eine Herausforderung auch für uns.
Sieht unser Glaube so aus oder ist er viel eher etwas verborgener oder von der Meinung in der Welt getrieben. Der Hebräerbrief macht Mut, den eigenen Glauben nicht als etwas Ungewisses zu betrachten, sondern vielmehr als eine Chance ihn als Fundament für das eigene Leben zu verwenden. Aus Glauben heraus seine Welt zu gestalten. Weiterlesen

Impulse zum 18. Sonntag im Jahreskreis | Deus in adiutorium | C

Deus in adiutorium | Lektionar III/C, 329: Koh 1,2; 2,21–23 | Kol 3,1–5.9–11 | Lk 12,13–21
In diesem Sommer sind die Beschränkungen der Pandemie fast alle aufgehoben und das Leben scheint sich immer schneller zu bewegen. Die Entschleunigung der letzten beiden Jahre ist Vergangenheit.
Da wird es manchen Menschen schon zu viel, sie geraten in Streß auch in der Freizeit, fühlen sich überfordert vom Leben und vom Alltag. Natürlich ist das ein sehr vielschichtiges Phänomen, aber es zeugt auch davon, dass vieles in unserer Gesellschaft auf irdische Macht, Erfolg und Besitz ausgerichtet ist, ja dass viele Zeitgenossen beinahe das Gefühl haben sich selbst beweisen zu müssen, ihr Lebensrecht durch die eigene Leistung unterstreichen müssen. Das kann aber niemand, das ist zu schwer, da muss man ausbrennen. Die heutigen Texte wollen uns helfen, das wirklich Wichtige, nicht das, was sich als solches ausgibt in unserem Leben zu entdecken und zu fördern. Weiterlesen

Impulse zum 17. Sonntag im Jahreskreis | Deus in loco | C

Handelt Gott, wenn ich ihn bitte? Eine Frage, die sich vielleicht jeder schon einmal gestellt hat und deren Antwort wohl auf den ersten Blick im Ungewissen bleibt.
Ja, Gott handelt, wenn ich ihn bitte und ich darf sogar mit allem, was mir auf dem Herzen liegt zu ihm kommen. Heute hören wir von zwei großen Betern und dürfen von ihnen lernen: Abraham und Jesus.Mit beinahe kindlicher Vertrautheit und Hartnäckigkeit bringt Abraham seine Bitten vor Gott und erlebt wie großherzig und weit Gott ist, der ihm und der Menschheit Zukunft verheißt.
Ebenso ermuntert Jesus im Gebet Zuflucht bei Gott zu suchen und alles von ihm zu erwarten. So wandelt sich der Beter und wird mehr und mehr einer, der aus der lebendigen Beziehung zu Gott lebt. Weiterlesen

Impulse zum 16. Sonntag im Jahreskreis | Ecce Deus | C

Ein schattiger Platz in der Hitze des Tages ist ein Geschenk, schön, wenn man ihn teilen kann. So könnten wir die Begegnung bei den Eichen von Mamre umschreiben, von der wir in der heutigen Lesung hören.
Abraham beweist Offenheit und Großzügigkeit in der Gastfreundschaft und begegnet Gott. Im Unterschied zum alltäglichen Gegeneinander zeigt sich die Großzügigkeit als wahrer Schatz, der Abraham und Sara Zukunft verheißt, die alt geworden sind und an der Zusage Gottes zweifeln. Die Offenheit schenkt neue Zuversicht und neuen Mut, ja den beiden schenkt sie ein Kind, den ersehnten Sohn. Sie werden ihn Isaak nennen, denn Gott lacht mit den Menschen. Weiterlesen

Impulse zum 15. Sonntag im Jahreskreis | Ego autem | C

Ego autem | Lektionar III/C, 315: Dtn 30,9c–14 | Kol 1,15–20 | Lk 10,25–37
Wie lernen wir das Leben? Eine schwierige Frage. Oft hört man, dass die Schule des Lebens hart sei, weil wir an Grenzen stoßen bzw. uns Andere Grenzen aufzeigen. Das ist nicht immer angenehm, ja manchmal kann es uns sogar in eine Krise stürzen.
Dabei kann man auch mit der Ermunterung zum Leben lernen sein Leben zu gestalten. Den Blick weg von dem, was wir nicht können oder uns nicht möglich ist, hin zu den Möglichkeiten, die uns offenstehen, heißt zuversichtlich ins Leben zu gehen.
So ermuntert uns Gott unseren Platz in der Welt und im Leben zu finden. Er traut uns zu, dass unser Leben gelingen kann. Daraus können wir Vertrauen in uns selbst und unsere Fähigkeiten, in Freunde und nicht zuletzt in Gott gewinnen. Weiterlesen

Impulse zum 14. Sonntag im Jahreskreis | Suscepimus | C

Die immer weiter um sich greifende mangelnde Höflichkeit in der Gesellschaft wird oft beklagt. Dabei sind es doch meist die kleinen Aufmerksamkeiten, die unseren Alltag erträglicher machen. Früher sei alles besser gewesen, kann man da nicht selten hören.
Das heutige Evangelium scheint uns da eines anderen zu belehren. ‚Grüßt niemand unterwegs!‘ mahnt Jesus seine Jünger die er zu zweit aussendet. Damit ist natürlich eher das Gegenteil gemeint, das sich verzetteln im Reden, da und dort stehen bleiben und mit seinen Aufgaben nicht fertig werden, sich im Geplänkel des Alltags zu verlieren. Mitnichten wird also der Unhöflichkeit das Wort geredet.
Grüßen wir Jesus, der uns ermuntert mit ihm nach dem Gelingen des Lebens zu suchen und das Ziel unseres Lebens zu erreichen: Weiterlesen

Impulse zum 13. Sonntag im Jahreskreis | Omnes gentes | C

Kürzlich war ich mit meinem Vater unterwegs und wir kamen an einem Spielplatz vorbei und er wollte den spielenden Kindern zusehen. An einem Kletternetz rief ein Kind ganz oben offenbar seine Mutter, die aber gerade in ihr Smartphone tippte und den Klettererfolg nicht sehen konnte. Der Bub kletterte wieder herunter und lief schimpfend zu seiner Mutter.
Schade dachte ich mir, wie leicht wir Menschen uns doch ablenken lassen, uns vielleicht mit weit entfernten Menschen verbunden wissen und die wertvollen Menschen vor uns übersehen…
Berufung und Nachfolge leben von persönlichen Erfahrungen und der Bereitschaft sich ganz darauf einzulassen, das zeigt die Berufung des Eli-scha und auch die Berufung zur Nachfolge Jesu, also auch unseren Weg als Christen. Weiterlesen

Impulse zum 12. Sonntag im Jahreskreis | Dominus fortitudo | C

Der Wiener Pastoraltheologe Paul Michael Zulehner fragte einmal: „Wie erklären Sie einer 17-jährigen, atheistischen Ostdeutschen, was Jesu Vision war – auf einem Bein stehend? Können sie das? Oder müssen sie erst üben, auf einem Bein zu stehen?“
Hand aufs Herz, was und wie würden Sie die Bedeutung Jesu für sich be-schreiben, anderen erklären, was es für sie persönlich heißt zu glauben. Das geht nicht, sagen manche, weil der Glaube etwas sehr Persönliches ist! Mag sein, aber ein Glaube, der sich nur ins Innenleben des Menschen zurückzieht, ist kaum ein Glaube an den Gott der alle Welt erlöst.
In diesem Kontext wird die Frage Jesus im heutigen Evangelium auch für uns zur Nagelprobe und zur Ermutigung uns darüber klar zu werden, wer er für uns ist. Weiterlesen

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