Impulse zum 3. Sonntag im Jahreskreis | Cantate Domino | C

Es ist in diesen Tagen nicht einfach sich zur katholischen Kirche offen zu bekennen. Das Bild unserer Kirche in der Öffentlichkeit zeigt ein Zerrbild des Glaubens. Der dunkle Schatten des Mißbrauchs, der jeden von uns mit Abscheu und wohl auch Unverständnis zurück lässt, scheint alles zu ver-decken.
Wir leben in einer Zeit, in der die Frage nach Gott und seinem Wesen ent-weder kaum gestellt oder deren Beantwortung verweigert wird. Gott ist auch für manche Christen zum „Irgendwas-wird-es-schon-geben“ ge-worden. Solche Krisenzeiten gab es in der Geschichte immer wieder und es braucht Mut und Kreativität aus dem Glauben neue Hoffnung zu schenken. Dazu braucht es die persönliche Frage: An wen glaube ich ei-gentlich? Was oder wie ist Gott in meinem Leben? Wo erfahre ich ihn? Was hat er schon bewirkt? Gebe ich ihm überhaupt Raum in meinem All-tag?
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Impulse zum 2. Sonntag im Jahreskreis | Omnis terra | C

Das Festgeheimnis des 6. Januars war in der alten Liturgie dreigeteilt: Anbetung der Magier, Weinwunder zu Kana und Taufe Jesu, entsprechend des Offenbarwerdens Jesu Christi als Messias in den unterschiedlichen Evangelien.
Die Vermählung zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und Mensch ist Inhalt des Neuen Bundes, den Gott mit den Menschen geschlossen hat. Der Geist Gottes vereinigt sich mit dem dafür offenen Menschen, er bewirkt dadurch, was anderen nützt. Die Hochzeit zu Kana, von der wir heute hören, ist unser aller Fest. Das Wasser unseres täglichen Unvermögens kann eine Wandlung erfahren, wenn wir die Krüge unseres Lebens ganz bis zum Rand füllen. Damit das Wunder stattfinden kann, braucht es die wache Achtsamkeit unserer Herzen und die Tatkraft zur rechten Zeit. Weiterlesen

Impulse zum 34. Sonntag Jahreskreis | dignus est agnus | B

Wem soll ich noch glauben? Jeder verdreht die Tatsachen so, dass es zu seiner Weltsicht passt! Diese Erfahrung machen wir nicht erst seit die Pandemie immer bedrängender wird, oft genug erleben wir es in Diskussionen. Aus verschiedenen Perspektiven ergeben sich oft unterschiedliche Blickwinkel auf die Wahrheit und jeder nimmt gern für sich in Anspruch die ganze Wahrheit zu besitzen.

Mit dem letzten Sonntag im Kirchenjahr feiern wir Jesus Christus als König, als einen, der für die Wahrheit Zeugnis ablegt. Das ist verblüffend anders, als wir es gewohnt sind, weil er es in Demut und Offenheit für den anderen tut und uns damit einlädt auf seine Weise nach der Wahrheit im Leben zu suchen, die in den Herausforderungen tragen kann. Weiterlesen

Impulse zum 33. Sonntag Jahreskreis | dicit dominus | B

Wie ist das Ende der Welt? Woran kann man es erkennen? Unsere Vorfahren meinten es in den Stahlgewittern des ersten und zweiten Weltkrieges zu erahnen. Die Grausamkeit hat sich seither vielfach wiederholt. Inzwischen sind es nicht mehr nur Waffen, sondern oft genug auch Menschen, die zum Kampf gegeneinander instrumentalisiert werden, oder die Erfahrungen der Pandemie, die große Risse in die Gesellschaft reißen.

Die Botschaft des Glaubens ist immer wieder die, dass wir im Vertrauen auf Gott auch die größten Herausforderungen bestehen werden. Ob wir die Visionen Daniels oder die Worte Jesu nehmen ist vergleichbar. Der Glaubende kann mutig und zuversichtlich sein Haupt erheben, weil er weiß, dass er auf dem zur Erlösung ist. Weiterlesen

Meditation zum 32. Sonntag Jahreskreis | Intret oratio | B

„Hast Du was, dann bist du was!“, sagt man landläufig. Im Glauben könn-ten wir sagen: „Du bist, was du gibst!“ – Das klingt schwer und utopisch, weil es nicht im Alltag tauglich scheint.
Andererseits kennt jeder die Erfahrung, dass wir krampfhaft an Dingen und Menschen festhalten, die uns nicht glücklich machen können. Bis Hans im Glück sein konnte, musste er seinen äußeren Besitz loslassen um frei zu sein für das Leben.
Wie sieht unser Alltag aus, wenn wir nicht mehr im Sinne der Welt nach Macht und Einfluß Ausschau halten, sondern danach, was uns zum Leben und zur Erfüllung führt. Glauben heißt in diesem Wagnis zu leben. Weiterlesen

Impulse zum 32. Sonntag Jahreskreis | Intret oratio | B

„Hast Du was, dann bist du was!“, sagt man landläufig. Im Glauben könn-ten wir sagen: „Du bist, was du gibst!“ – Das klingt schwer und utopisch, weil es nicht im Alltag tauglich scheint.
Andererseits kennt jeder die Erfahrung, dass wir krampfhaft an Dingen und Menschen festhalten, die uns nicht glücklich machen können. Bis Hans im Glück sein konnte, musste er seinen äußeren Besitz loslassen um frei zu sein für das Leben.
Wie sieht unser Alltag aus, wenn wir nicht mehr im Sinne der Welt nach Macht und Einfluß Ausschau halten, sondern danach, was uns zum Leben und zur Erfüllung führt. Glauben heißt in diesem Wagnis zu leben. Weiterlesen

Impulse zum Fest Allerheiligen

Was ist uns heilig? Eine spannende Frage, die gerade in diesen Zeiten zwischen Beschränkung und Lockdown bzw. Öffnung und Lockerung nach Antworten sucht. Ist uns der Mensch in seiner Beziehung zu Gott und zur Welt heilig oder ist es doch der Konsum?
Die Hinweise auf sind ziemlich deutlich, wenn der stille Tag Allerheiligen in Frage gestellt wird, weil man so lange wegen der Pandemie nicht feiern konnte oder auch bei erster Gelegenheit die Mahnung zur Vorsicht im Umgang in den Wind geblasen wird.

Wir feiern Allerheiligen und fragen uns wer und was uns alles heilig ist, was uns über den Augenblick hinausführt und der Erlösung näherbringt. Weiterlesen

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