Impulse zum 5. Sonntag im Jahreskreis | Venite adoremus | A

Es gibt Dinge, die wir erst bemerken, wenn sie nicht mehr da sind. Kaum jemand nimmt von der Straßenreinigung oder den Reinigungskräften Notiz, erst wenn es nicht mehr sauber ist, fällt es auf.
Wir können die Reihe fortsetzen, nur der aufmerksame bemerkt es, allen anderen tut es unbewusst einfach gut. Im heutigen Evangelienabschnitt aus der Bergpredigt gebraucht Jesus ein ähnliches Beispiel. Wir sollen Salz sein für die Welt, nicht anderen die Suppe versalzen, aber aus der Perspektive des Glaubens die nötige Würze in das Leben und die Gesellschaft einbringen. Jede Gesellschaft und jede Gemeinschaft braucht diese Voraussetzungen, die sie nicht selbst herstellen kann, Voraussetzungen auf denen sie aufbauen kann. Weiterlesen

Impulse zum 4. Sonntag im Jahreskreis | salvos nos | A

Im vergangenen Jahr haben die Kirchenaustrittszahlen einen traurigen Höhepunkt erreicht. Weniger als die Hälfte der Bewohner in Deutschland bekennen sich noch zu einer der beiden großen Kirchen. Aber nicht nur anonyme Zahlen, auch bei uns sind die Lücken in den Reihen der Kirchen-besucher zu sehen. Ist Kirche und Glaube ein Auslaufmodell?
Diese Frage stellten sich die Gläubigen immer wieder und versuchten Antworten zu finden. Der Prophet Zefánja spricht vor 2600 Jahren vom Rest Israels, der sich vor allem auf den Kern des Glaubens besinnen soll, um nicht im Trubel des Weltgeschehens unterzugehen. Ein Auftrag auch an uns, dass wir uns nicht ängstlich zurückziehen oder gar mit Gewalt unsere Meinung verbreiten. Dazu lädt uns Christus ein, der den Weg bis zum Tod am Kreuz gegangen ist. Ihn preisen wir als unseren Herrn, den Kyrios: Weiterlesen

Impulse zum 3. Sonntag im Jahreskreis | Cantate Domino | A

Ein Navi ist eine geschickte Sache, weil es mich zu meinem Ziel führt, auch wenn ich eine Abzweigung übersehe, oder mich ein Hindernis auf einen Umweg zwingt.
Die Kehrseite sind Berichte von Menschen, die sich heillos verfahren oder beispielsweise den gleichlautenden, aber falschen Ort wählen. Orientie-rung ist also auch zum Gebrauch eines Navis wertvoll.
Der Evangelist gibt uns auch eine Orientierung, er zeigt uns Wegmarken im Leben Jesu und macht damit die Botschaft Jesu für uns konkreter und fassbarer. Ja, mit dem Verweis auf den Propheten Jesaja macht er deut-lich, dass in diesem Jesus Christus der verheißene Messias in die Welt ge-kommen ist. Er ist wahrhaft Mensch und unser Herr und Kyrios, so schenkt er uns sein Erbarmen: Weiterlesen

Impulse zum 2. Sonntag im Jahreskreis | omnis terra | A

In der Taufe Jesu im Jordan kommt der Heilige Geist auf ihn herab und Gott selbst nennt ihn seinen geliebten Sohn. Damit ist alles geklärt, damit sollte klar sein, wer Jesus ist.
Was die Evangelien als außergewöhnliches Ereignis schildern, wie eine Proklamation, scheint jedoch kein gewaltiges Naturschauspiel gewesen zu sein, denn die Menschen, die zu Johannes an den Jordan pilgerten, er-kannten in Jesus nicht sofort den Messias. Es liegt im Wesen der Erlösung, dass sie nicht mit großem Spektakel daherkommt, sondern vor allem die mitnimmt, die bereit sind wahrzunehmen und zu hören.
So weist Johannes nicht nur seine Jünger, sondern auch uns hin auf den, der das Lamm Gottes ist und uns als Kyrios sein Erbarmen schenkt Weiterlesen

Impulse zum 34. Sonntag im Jahreskreis | Christkönig | Dignus est agnus | C

Einen krönenden Abschluss feiern wir, wenn eine Aufgabe wirklich gut gemeistert wurde, wenn wir zufrieden sein können mit dem, was wir er-reicht haben.
Heute feiern wir Christkönig, den krönenden Abschluß des Kirchenjahres. Wir feiern allerdings nicht unsere eigene Leistung, sondern vielmehr Chris-tus unseren König und Erlöser. Oft genug gerät das im Alltag in den Hin-tergrund und in Vergessenheit. In den Alltag eingespannt erscheint so vie-les wichtig, das schnell wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwindet. Das heutige Fest macht uns Mut in Jesus den Christus, unseren König und Erlöser zu feiern, der in der Welt lebte um sie zu erlösen und uns zur himmlischen Pracht zu führen. Weiterlesen

Impulse zum 33. Sonntag im Jahreskreis | Dicit Dominus | C

Die Kriege an vielen Orten unserer Welt ängstigen viele Menschen auch bei uns, die Folgen für die Preise und auch das Miteinander in der Gesell-schaft mit all den Spannungen weckt tiefe Sorgen in den Menschen.
Der Blick auf Christus kann uns helfen im größeren Horizont des Glau-benden hinter die Mechanismen der Welt zu blicken und so das Licht Got-tes zu erahnen, dann wird auch für uns Christus als die Sonne der Ge-rechtigkeit aufgehen.
Die Erfahrungen des Endes bewegen uns immer, ob im Großen oder im Kleinen. Im Glauben dürfen wir alles in Gottes Händen und seinem Licht geborgen wissen.
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Impulse zum 32. Sonntag im Jahreskreis | Intret oratio | C

Wahrscheinlich hat sich jeder von uns schon einmal die Frage gestellt, ob beten hilft. Immer wieder stehen wir vor unlösbaren Aufgaben oder er-sehnen eine Lösung, die nicht oder nicht unmittelbar eintritt. Oft freilich löst das Gebet und die Zwiesprache mit Gott, die erbetene Hilfe auf ande-re unerwartete Weise.
Grundfragen des Glaubens und des Lebens bis zum Leben nach dem Tod versucht das Buch der Makkabäer zu beantworten, das rund 150 Jahre vor Jesu Wirken entstand und unmissverständlich vom Leben nach dem Tod bei Gott Zeugnis gibt. Ja, durch diese Zusage wird das Leben in dieser Welt mit all seinen Herausforderungen erst sinnvoll, kann das Leben ge-lingen.
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Impulse zu Allerheiligen | Omnium Sanctorum | C

Es ist ein ziemlich bunter Haufen, wenn wir auf die Menschen schauen, die wir heilig nennen. Unterschiedliche Zeiten und verschiedenste Charaktere begegnen uns in den Heiligen. Wir könnten sagen, so vielfältig wie Men-schen eben sind. Da gibt es konsequente Lebensentwürfe, die scheinbar unbeirrt dem Ziel entgegengingen, da gibt es menschliche Herausforde-rungen und Katastrophen, die alles ins Wanken zu bringen drohten oder gar manch harte Brüche bis hin zum Scheitern zeigen.
Allen gemeinsam ist, dass sie vor Gott Heilige genannt werden, dass das Ganze des Lebens mit aller Unsicherheit als heil angesehen wird. Ja, wir al-le werden in die Gemeinschaft der Heiligen mit unseren Schwächen und Fehlern aufgenommen. Wenn wir unser Leben in der Perspektive auf Gott ausrichten, kann es gelingen.
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Impulse zum 31. Sonntag im Jahreskreis | Ne derelinquas | C

Am Ende des 11. Jahrhunderts stellte Anselm von Canterbury in einer theologischen Disputation die Frage: „Warum wurde Gott Mensch?“ („Cur deus homo?“)
Eine spannende Frage, die wir immer wieder stellen können und je nach Lebenssituation eine wohl andere Antwort darauf finden können. Für An-selm ist es eine Grundfrage in der Erlösungsbedürftigkeit des Menschen. Jesus gibt heute im Evangelium auch eine Antwort durch sein Verhalten. Er trifft auf den erfolgreichen und reichen Oberzöllner, der sich alles leis-ten kann, aber dadurch außerhalb der Gesellschaft landet. Jesus schaut ihn an, gibt ihm Ansehen und Würde und verändert ihn dadurch radikal.
Der Heruntergekommene Zachäus, ist plötzlich auf Augenhöhe mit sei-nem Erlöser
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Impulse zum 30. Sonntag im Jahreskreis | Laetetur cor | C

„Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben.“ (Jer 29,11)
Das Wort des Propheten Jeremia steht in diesem Jahr über dem Sonntag der Weltmission. Es ist eine herausfordernde Zeit für den Propheten, der im Exil in Babylon von der Heimat träumt und sich dorthin zurücksehnt. Siebzig Jahre, rund drei Generationen wird die Exilszeit dauern und so manche Hoffnung auf eine zeitnahe Rückkehr zerschlagen. Aber Gott ist immer ein Gott der Zukunft gibt und Hoffnung schenkt, das Propheten-wort kann auch uns in den Rückschlägen des Alltags Mut machen der Zukunft mit Gott zu vertrauen und auf ihn die Hoffnung zu setzen, auch wenn viele Zeitgenossen längst andere Götter erwählt haben. Weiterlesen

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