Impulse zum 16. Sonntag im Jahreskreis | Ecce Deus| A

Ecce Deus | Lektionar I/A, 294:
Weish 12,13.16–19 | Röm 8,26–27 | Mt 13,24–43 (oder 13,24–30)

„Gibt es irgendwo einen Gott, der so großartig wäre wie unser Gott“ (Ps77,14) fragt der Psalmbeter im 77. Psalm. Er gibt sich selbst die Antwort: Nirgendwo. Auch wenn er Gottes Handeln nicht versteht, wenn er Vieles in der Welt nicht begreifen kann, das Handeln vieler Mitmenschen unverständlich ist, weiß er doch, dass ihn Gott zeitlebens begleitet.

Auch wenn wir die Ereignisse der Welt nicht verstehen, wenn uns Vieles Angst macht, dürfen wir doch darauf vertrauen, dass er uns begleitet und er in seiner Weisheit uns zur Fülle führen möchte.

Ja, ist so großartig, dass er sich nicht beweisen muss, seine Macht und Stärke vorführt, um andere einzuschüchtern, wie wir es im Alltag immer wieder erleben.

So rufen wir voll Freude und Zuversicht zu Jesus Christus, unserem Erlöser, dem Kyrios:

Kyrie

Herr, Jesus Christus,
du begegnest uns mit Güte. Kyrie eleison.
Du schenkst Barmherzigkeit. Christe eleison.
Du zeigst uns den Weg zu einem erfüllten Leben. Kyrie eleison..

Gloria | Tagesgebet | MB 225

Herr, unser Gott, sieh gnädig auf alle,
die du in deinen Dienst gerufen hast.
Mach uns stark im Glauben,
in der Hoffnung und in der Liebe,
damit wir immer wachsam sind
und auf dem Weg deiner Gebote bleiben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN

Fürbitten

Unser Gott ist so großartig, dass er nicht mit Gewalt seine Stärke beweisen muss, sondern mit Güte, Milde und Geduld auf uns zukommt. So rufen wir zu ihm:

  • Wir beten für die Menschen, die an Gottes Größe zweifeln
    oder ihn längst aus ihrem Lebensplan gestrichen haben,
    Schenke ihnen die Erfahrung seiner Güte und Liebe.
  • Für alle Menschen,
    denen große Verantwortung in die Hände gelegt ist:
    Schenke ihnen Gerechtigkeit und Geduld,
    dass es immer mehr möglich wird, zu integrieren, statt auszugrenzen.
  • Für alle Menschen, die am Unkraut in ihrem eigenen Leben leiden: Lass sie erfahren, dass sie von dir geliebt sind
    und lass ihnen Menschen begegnen,
    die ihnen helfen, sich selbst anzunehmen.
  • Für alle Menschen, die unter Krieg und Terror leiden:
    Zeige Wege zu Frieden und Versöhnung.
  • Für alle Menschen, die uns auf dem Weg zu dir vorangegangen sind: Lass sie erfahren, dass deine Gerechtigkeit die Liebe ist.

Guter Vater, wir danken dir für deine Großmut und Liebe. Sei gepriesen in Ewigkeit. AMEN

Schlussgebet | MB

Barmherziger Gott, höre unser Gebet.
Du hast uns im Sakrament
das Brot des Himmels gegeben,
damit wir an Seele und Leib gesunden.
Gib, dass wir die Gewohnheiten des alten Menschen ablegen
und als neue Menschen leben.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Weish 12,13.16–19

Das Buch der Weisheit entstand wohl
im ersten Jahrhundert vor Christus in Alexandria.
Gott beweist seine Macht und Größe
in Güte, Milde und Geduld.
Er sorgt sich um den Menschen
und will ihn führen,
dass er erfüllt leben kann.
Als Sprecher stellt sich König Salomo vor.

Hinführung zur zweiten Lesung | Röm 8,26–27

Angesichts des Leids und er Ohnmacht in der Welt
kann man den Mut verlieren.
Paulus erinnert die Christen in Rom daran,
dass sie die Erlösung schon in sich tragen
und der Geist Gottes es ist,
der uns voll Zuversicht sprechen lässt.

Lesehinweis

Alexandria – Betonung auf dem zweiten a
Salomo – Betonung auf dem a

Meditation

Warum nur, Herr,
kann es nicht einfacher sein.
Warum sind Menschen böse gegen andere,
warum fügen wir einander Leid zu?

Warum verletzen sogar Freunde einander
enttäuschen sich Menschen,
die sich für immer lieben wollten
und zerbrechen beste Freundschaften?

Solltest du nicht deine Macht zeigen,
die Menschen zur Besinnung rufen
mit mächtigen Zeichen
die Menschen zum Glück zwingen?

Doch Gewalt ist nicht deine Sache,
Machtspiele überlässt du anderen,
du selbst bist den Weg zum Kreuz gegangen
um mir und uns allen den Weg zum Leben zu zeigen.

Wachsen und warten bis zur Ernte
sagst du mir heute im Evangelium
in mir und um mich herum
Gutes wahrnehmen und tun
Schlechtes ertragen und geduldig aushalten. So will ich beginnen
mich am Guten zu orientieren
mein Bestes zu geben
um meine Welt zu verbessern,
alles andere aber überlasse ich dir.

Reinhard Röhrner

Meditation | Alternative

Das kann doch nicht sein,
man muss doch etwas tun
und kann nicht einfach nur zusehen!

Es braucht radikale Methoden,
an die Wurzel muss es gehen
und alles Ungute ausgerissen werden.

Und am besten gleich und sofort,
ehe sich der Wildwuchs ausbreitet
und alles überwuchert.

Gott mahnt zur Geduld und Milde,
nicht die Hektik und das vorschnelle Handeln
ist Gottes Weg für den Menschen.

Wachsen und reifen lassen,
allem die Chance geben
sich zum Guten zu entwickeln.

Auch mir öffnet er den Weg
meine guten Talente und Fähigkeiten
zu fördern und reifen zu lassen.

Gott in der Welt folgen
heißt sich nicht in die Eile hineinnehmen lassen,
sondern aus der Zuversicht heraus zu leben.

Reinhard Röhrner

Weitere Impulse
23 A Jahreskreis – Sonntag 16 – Ecce Deus


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