Impulse zum 3. Sonntag im Jahreskreis | Cantate Domino | C

Es ist in diesen Tagen nicht einfach sich zur katholischen Kirche offen zu bekennen. Das Bild unserer Kirche in der Öffentlichkeit zeigt ein Zerrbild des Glaubens. Der dunkle Schatten des Mißbrauchs, der jeden von uns mit Abscheu und wohl auch Unverständnis zurück lässt, scheint alles zu ver-decken.
Wir leben in einer Zeit, in der die Frage nach Gott und seinem Wesen ent-weder kaum gestellt oder deren Beantwortung verweigert wird. Gott ist auch für manche Christen zum „Irgendwas-wird-es-schon-geben“ ge-worden. Solche Krisenzeiten gab es in der Geschichte immer wieder und es braucht Mut und Kreativität aus dem Glauben neue Hoffnung zu schenken. Dazu braucht es die persönliche Frage: An wen glaube ich ei-gentlich? Was oder wie ist Gott in meinem Leben? Wo erfahre ich ihn? Was hat er schon bewirkt? Gebe ich ihm überhaupt Raum in meinem All-tag?
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Impulse zum 2. Sonntag im Jahreskreis | Omnis terra | C

Das Festgeheimnis des 6. Januars war in der alten Liturgie dreigeteilt: Anbetung der Magier, Weinwunder zu Kana und Taufe Jesu, entsprechend des Offenbarwerdens Jesu Christi als Messias in den unterschiedlichen Evangelien.
Die Vermählung zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und Mensch ist Inhalt des Neuen Bundes, den Gott mit den Menschen geschlossen hat. Der Geist Gottes vereinigt sich mit dem dafür offenen Menschen, er bewirkt dadurch, was anderen nützt. Die Hochzeit zu Kana, von der wir heute hören, ist unser aller Fest. Das Wasser unseres täglichen Unvermögens kann eine Wandlung erfahren, wenn wir die Krüge unseres Lebens ganz bis zum Rand füllen. Damit das Wunder stattfinden kann, braucht es die wache Achtsamkeit unserer Herzen und die Tatkraft zur rechten Zeit. Weiterlesen

Impulse zur Taufe des Herrn | In Baptismate Domini | C

Heute feiern wir die Taufe des Herrn durch Johannes im Jordan. Mit diesem Sonntag endet auch die Weihnachtszeit. Das Geheimnis der Menschwerdung Gottes wird uns jedoch weiter begleiten. Wir verlassen das Bild vom Kind im Stall und sehen den erwachsenen Jesus vor Augen, der durch sein Leben und seine Handlungen immer wieder darauf verweist, dass er der Messias ist.

In der Taufe Jesu am Jordan betont Gott: Jesus Christus ist Gottes Sohn. Was wir mit seiner Geburt und seiner Erscheinung vor der Welt gefeiert haben, wird jetzt konkret im Handeln Jesu. Die Menschen seiner Zeit und bis in unsere Tage hinein verstehen ihn aber oft nicht, weil er nicht harmlos ist, sondern in seinem Dienst radikal und gewaltig. Lassen wir uns auf ihn ein, der auch für uns als Sohn Gottes in die Welt kam. Weiterlesen

Impulse zu Epiphanie | Heilige Drei Könige | C

Drei Weise aus dem Osten brechen auf, um dem Erlöser zu begegnen. In der Tradition sind mit ihnen die drei Altersstufen Jugend, Erwachsenenalter und Greis ebenso gemeint wie die drei Erdteile Europa, Asien und Afrika. Kurz gesagt: Menschen aus aller Welt und jeden Alters können sich aufmachen und zur Krippe gehen.

Nicht nur sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, sondern vor dem Kind in der Krippe niederknien. Es mag manche Irrwege im Leben gehen, manche Lichter die uns auf die falsche Fährte locken, aber die Sehnsucht nach dem Erlöser führt immer wieder auf den Weg zu ihm. Diesem Weg sind wir hierher in die Kirche gefolgt, vor ihm knien auch wir nieder und beten den Herrn, unseren Kyrios an Weiterlesen

Impulse zum 2. Sonntag n. Weihnachten | Dum medium | C

„Als tiefes Schweigen das All umfing und die Nacht bis zur Mitte gelangt war, da stieg dein allmächtiges Wort, o Herr, vom Himmel herab, vom göttlichen Thron.“ (Weish 18,14-15)

Mit diesen lyrischen Worten aus dem alttestamentlichen Buch der Weisheit empfängt uns die Liturgie des heutigen Sonntags. Wir feiern noch immer die weihnachtliche Festzeit, das Fest, das die Nacht der Welt und den Glanz Gottes zum Thema hat.

Gott sendet sein Licht in das Todesdunkel der Erde, in die Dunkelheit von Krankheit und Not, von Leid und Aussichtslosigkeit. Um die Ohnmacht der Menschheit zu beenden, schickt Gott uns sein allmächtiges Wort, seinen Sohn, zu Hilfe. In die Sprachlosigkeit der Welt, spricht Gott sich aus. Und aus dem tiefen Schweigen steigt Jubel und Dankbarkeit auf: Die Finsternis ist besiegt, das Leben wird triumphieren. Weiterlesen

Impulse zum HF der Gottesmutter Maria | Sanctae Dei Genitricis Mariae | C

Wir stehen am Beginn eines neuen Jahres. In alten Aufzeichnungen liest man oft Anno Domini, Jahr des Herrn. Die Zeiten war immer herausfordernd, aber die Gläubigen lebten in dem Bewusstsein, dass jede Zeit, Zeit des Herrn ist. Sie wird mir geschenkt, ich darf sie gestalten. Die Gedanken schweifen noch einmal zurück auf das zu Ende gegangene Jahr, und gleichzeitig blicken wir voraus in das neue Jahr. Ein ereignisreiches Jahr 2021 liegt hinter uns, was wird dieses neue Jahr wohl alles bringen? Ins Unbekannte geht der Weg. Wir feiern den achten Tag des Weihnachtsfestes, den Oktavtag und das Hochfest der Gottesmutter Maria. Der Wechsel des Jahres ist also in die Menschwerdung hineingenommen, Gott sagt uns zu, dass er zu jeder Zeit, auch im beginnenden Jahr bei uns sein wird Weiterlesen

Impulse zur Jahresschlussmesse | C

Alljährlich markiert die Jahreswende für viele Menschen eine Zeit des Nachdenkens. Die Gedanken schweifen noch einmal zurück auf das zu Ende gehende Jahr, und gleichzeitig blickt man voraus in das neue Jahr. Ein ereignisreiches Jahr 2021 liegt hinter uns, was wird das neue Jahr wohl alles bringen? Ins Unbekannte geht der Weg.
Der heilige Papst Silvester, dessen wir heute gedenken, leitete die Kirche im vierten Jahrhundert einundzwanzig Jahre hindurch, in denen es dramatische, große Veränderungen gab und die Kirche unter Kaiser Konstantin in ein neues Zeitalter aufbrach. Gott ist mit uns am Anfang und am Ende. Mit ihm gehen wir in dieses neue Jahr 2022. Weiterlesen

Impulse zur Heiligen Familie | Sanctae Familiae Jesu, Mariae et Joseph | C

Der Friede und die Ruhe des Weihnachtsfestes liegen über diesen Tagen. Für die meisten kommt die Arbeit ein paar Tage zum Erliegen. Die Familie rückt in den Mittelpunkt. Nochmals in besonderer Weise am heutigen Tag, am Fest der Heiligen Familie.

Doch auch das Leben der Familie Jesu ist nicht nur von Glück und Seligkeit geprägt: Das Kind kommt in einem armseligen Stall zur Welt, von König Herodes verfolgt, müssen sie nach Ägypten fliehen und später: Jesus und seine Eltern verlieren sich aus den Augen und finden erst nach langer Suche im Tempel wieder zusammen, wie wir heute im Evangelium hören werden. Und zum Schluss: Er stirbt am Kreuz. Eine Familie mit sicherlich vielen schönen gemeinsamen Zeiten, über die kaum etwas in der Heiligen Schrift zu finden ist, aber eben auch mit der Erfahrung von Schicksalsschlägen, die in tiefe Zweifel stürzen können. – Wenn wir uns das vor Augen halten, ist die weihnachtliche Idylle vielleicht vorbei aber die Erfahrung der Heiligen Nacht stärkt uns für den Alltag Weiterlesen

Impulse zu Weihnachten | in nativitate Domini | C

Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt.
Auf seinen Schultern ruht die Herrschaft. (Jes 9,5)
Das klingt paradox, was der Prophet Jesaja da voraussagt. Ein Kind soll die Herrschaft haben? Es wird eher ein Spielball der Mächtigen sein, da-mals wie heute. – Anders betrachtet: War das dieser Messias nicht auch? Haben nicht die Mächtigen Ihre Spielchen mit ihm getrieben? Ist er letzt-lich nicht auch deshalb zum Tod verurteilt worden?
Genau deshalb ist er Erlöser. Weil er selber zum Spielball wurde, eine Er-fahrung, die wir immer wieder machen, dass wir trotz aller Anstrengung immer wieder ohnmächtig sind. Dieser Messias, der selbst durch die Nacht des Lebens ging, will uns als Kind und Retter nahe sein, wir grüßen ihn in unserer Mitte Weiterlesen

Impulse zum Hirtenamt | in nativitate Domini | C

Wir feiern Weihnachten, wir feiern, dass Gott Mensch wurde, einst in Bethlehem, einem verschlafenen Hirtendorf nahe Jerusalems im Bergland Judäas, wie es uns der Evangelist Lukas berichtet.

Warum so armselig? Musste das sein? Und dann unter diesen Umständen? Muss man alles immer aufs Äußerste, auf die Spitze treiben? – Ja, weil Gott ganz einer von uns werden wollte.

Mitten in der Ohnmacht des Einzelnen, der sich damals wie heute immer wieder wie ein Spielball zwischen den Mächtigen der Welt vorkommen mag. Gott lässt sich auf das Menschsein ein, um uns einen Weg zur Fülle des Lebens zu eröffnen. Einen Weg, der die widrigen Umstände und die persönliche Schuld überwindet und uns so befreit. Dieser Gott wurde Mensch, er ist es auch für uns geblieben.

Doch nicht unnahbar, abgeschottet von Menschen und der Welt, sondern als Neugeborener in einem Stall kommt er zu uns. Ich darf zu ihm kommen, so wie ich bin. Arme Hirten und mächtige Fremde werden ihn besuchen. Dazwischen darf auch ich sein. Ihn, auf dem alle unsere Hoffnung ruht, preisen wir in unserer Mitte Weiterlesen

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