Impulse zum 3. Fastensonntag B | Oculi
Oculi | Lektionar II/B, 76: Ex 20,1–17 (oder 20,1–3.7–8.12–17) | 1 Kor 1,22–25 | Joh 2,13–25 Ist in Jesus nicht […]
Oculi | Lektionar II/B, 76: Ex 20,1–17 (oder 20,1–3.7–8.12–17) | 1 Kor 1,22–25 | Joh 2,13–25 Ist in Jesus nicht […]
Reminiscere | Lektionar II/B, 72: Gen 22,1–2.9a.10–13.15–18 | Röm 8,31b–34 | Mk 9,2–10 Entscheidende Begegnungen nennen wir Gipfeltreffen. Das Bild des
Invocavit | Lektionar II/B, 69: Gen 9,8–15 | 1 Petr 3,18–22 | Mk 1,12–15 Nüchtern betrachtet ist es eine Aufspaltung
Dies cinerum | Lektionar II/B, 65: Joël 2,12–18 | 2 Kor 5,20 – 6,2 | Mt 6,1–6.16–18 Die Zahl vierzig
Esto mihi | Lektionar II/B, 274: Lev 13,1–2.43ac.44ab.45–46 | 1 Kor 10,31 – 11,1 | Mk 1,40–4 In diesen närrischen
Ssmi corporis et sanguinis Christi | cibavit eosLektionar III/C, 246: Gen 14,18–20 | 1 Kor 11,23–26 | Lk 9,11b–17 Der
Was ist da für ein Gott, der das Morden und Töten zulässt? Warum greift er nicht ein und beendet den Krieg? Fragen, die sich viele in diesen Wo-chen stellen. Der Philosoph Friedrich Nietzsche nannte das Leid und Schei-tern in der Welt den Fels des Atheismus, also der Gottesleugnung.
Was ist das für ein Gott, von dem wir sagen, dass er barmherzig und gut sei und der scheinbar ohnmächtig ist wie wir im Angesicht von Gewalt und Brutalität wie sie uns in diesen tagen aus der Ukraine vermittelt wird. Keine einfache Antwort, aber eine Antwort, die er vor Jahrtausenden gab, kann auch heute tragen: Ich bin da. – So erscheint er dem Mose im bren-nenden Dornbusch. Er trägt mit uns das Leid, er ist sich nicht zu schade sich für uns die Hände schmutzig zu machen wie damals, als der die Kreuzbalken unter Spott und Hohn durch die Straßen Jerusalems schleppte.
Immer wieder werden wir mit der Brutalität der Macht konfrontiert. Ohnmächtig sehen wir gerade in diesen Tagen wie ein Gewaltherrscher unzählige Menschen für seine Machtgelüste leiden und sterben lässt. Wie er auch vor Kliniken und Einrichtungen für Kinder nicht zurückschreckt. Übermenschlich groß und mächtig erscheint uns da jemand.
In der Lesung auf dem Buch Genesis führt Gott Abraham in die Nacht hinaus, um ihm angesichts des gestirnten Himmels eine Verheißung auf viele Generationen hin zu geben. Da kann der Mensch klein und demütig werden, ohne klein gemacht und erniedrigt zu werden. Wer schon einmal staunend in den Sternenhimmel geblickt hat, weiß, dass solche Erfahrun-gen auch in den Herausforderungen des Alltags tragen können.
Wir erleben gerade, dass die großen menschlichen Versuchungen Macht Reichtum und Eitelkeit auch in unserer Zeit im Kleinen wie im Großen das Handeln bestimmen. Viele haben Angst vor dem Krieg, manche verborge-ne und seit Jahrzehnten überwundene Ängste brechen wieder hervor. Gleichzeitig erleben wir uns ohnmächtig dem Handeln Weniger ausgelie-fert.
In dieser Erfahrung trifft uns die Botschaft Gottes, dass er an unserer Sei-te ist und die Ohnmacht aushält. Das ist keine Vertröstung, sondern Bei-stand im Leid und Ermutigung den eigenen Handlungsspielraum zum Gu-ten zu nutzen.
Mit dieser Motivation gehen wir in diese österliche Bußzeit und vertiefen die Erfahrungen aus dem Glauben, um in den Herausforderungen des All-tags nicht unterzugehen.