Jahreskreis

Geistlicher Impuls, Jahreskreis, Lesejahr A, Predigt

Impulse zum 11. Sonntag im Jahreskreis | Exaudi Domine | A

Schnell sind Mühen und Strapazen vergessen, wenn man ein Ziel erreicht hat. Im Rückblick kann man erkennen, dass so manche Herausforderung wertvoll war und wir uns immer von Gott getragen wissen dürfen.
Auf dem mühsamen Weg in die Freiheit, erinnert sich das Volk Israel am Sinai an den Auszug aus Ägypten und den Durchzug durchs Schilfmeer. Es fühlt sich von Gott wie auf Adlerflügeln getragen. Ein Bild für das We-sen Gottes in dem sich Stärke und Liebe, Furchtbarkeit und Zartheit wi-derspiegeln.
Dieser Gott, der sich um den Menschen sorgt und ihn unter seinen Fitti-chen bewahrt will auch uns nahe sein und ermutigen der Welt von seiner Leidenschaft für den Menschen (Augustinus) zu erzählen. Aus dieser Erfahrung heraus verkündet Mose die Lebensregeln, des Gesetz der 10 Gebote vom Sinai.

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Impulse zum 10. Sonntag im Jahreskreis | Dominus illuminatio | A

Am Donnerstag sind wir nach der Messfeier mit dem Allerheiligsten hin-ausgezogen, mit Christus in unsere alltägliche Welt. Dort soll konkret werden, was wir aus dem Glauben bekennen und wie wir den Glauben le-ben. Es darf keine äußere Darstellung sein, sondern muss aus dem Herzen kommen. So ermahnt auch der Prophet Hosea im 8. vorchristlichen Jahr-hundert das Volk Gottes mit dem Wort des Herrn, dass er Barmherzigkeit wolle, nicht Opfer.
Wir schauen zurück auf die vergangene Woche und sehen Momente vol-ler Hoffnung und voller Zweifel, Geschehnisse, die geprägt sind von Barmherzigkeit und von Unbarmherzigkeit. So wie wir sind, so dürfen wir hier zu unserem Gott kommen. Er hat uns gerufen und so sind wir hier. Wir wissen, dass Gott keine Opfer verlangt, sondern ermutigt mit uns und der Welt barmherzig zu sein.

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Impulse zu Fronleichnam | Ssmi Corporis et Sanguinis Christi | A

Wie kein anders Fest im Kirchenjahr steht das Hochfest des Leibes und Blutes Christi, Fronleichnam, für Tradition im katholischen Glauben. In der Mitte des 13. Jahrhunderts entstand das Fest in der neuen Sehnsucht nach eucharistischer Frömmigkeit. Gleichzeitig ist es ein modernes Fest, das die bewährte Lehre von der Gegenwart Christi im Altarsakrament zu den Menschen bringt. Schon Thomas von Aquin spricht davon im Hymnus Pange lingua, wenn er von der bewährten Herrlichkeit Gottes spricht, die uns in der Eucharistie vor Augen ist. Das Sakrament des Altares steht im Mittelpunkt, die Verwandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Christi, ein Geschehen, das sich täglich in der Messfeier auf dem Altar vollzieht. Wie am Gründonnerstag verspricht uns Jesus seine Gegenwart ohne die bedrückende Nacht von Getsemani. Aus der Ostererfahrung heraus feiern wir Gott und ziehen mit uns nach der Meßfeier durch die Straßen unserer Stadt.

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Impulse zum 7. Sonntag im Jahreskreis | Domine in tua | A

Unter Christen hört man immer wieder das Alte Testament sei grausam, im Neuen Testament bringe Jesus den Gott der Liebe ins Spiel. Das muss falsch sein, wenn es ein und derselbe Gott ist, der unzeitlich ewig ist.

In der heutigen Lesung aus dem Buch Levitikus hören wir es deutlich. Jesus verstärkt die Aussage des alten Bundes in seiner Bergpredigt und untermauert den Anspruch seiner Lehre mit der Fürsorge für den anderen.

Damit werden ganz konkrete Forderungen aufgestellt, die wir im Alltag einlösen sollen. Freilich bleiben wir oft dahinter zurück, begnügen uns nicht mit Aug um Aug und Zahn um Zahn, sondern wollen immer mehr. Vergeltung verselbständigt sich. Das passiert im Großen wie im Kleinen, so entstehen Neid, und Streit.

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Impulse zum 6. Sonntag im Jahreskreis | Esto mihi | A

Die Krise der Kirche zeigt sich auch immer wieder am eigenen Anspruch und Selbstverständnis. So sehr wir als Kirche, als Gemeinschaft von Glau-benden Vorbild für die Gesellschaft sein wollen, so sehr wissen wir, dass wir alle fehlbare Menschen sind.
Den Worten des Weisheitslehrers Jesus Sirach den Geboten Gottes zu fol-gen, können wir zustimmen und doch spüren, dass wir sie nicht voll erfül-len werden. Auch Jesu Forderungen aus der Bergpredigt bleiben nicht weit dahinter zurück. Ist der Glaube dann nicht doch nur etwas für weni-ge?
Nein unser Glaube ist bestimmt nicht etwas für wenige Auserwählte, son-dern Gott will alle Menschen zu seiner Fülle führen, weil er alle erlöst hat. Das Feiern wir in dieser heiligen Messe, das feiern wir und dürfen uns be-wusst sein, dass wir das Ziel unserer Heiligkeit noch nicht erreicht haben, uns vielmehr auf dem Weg dazu befinden.
In diesem Geist rufen zu unserem Herrn Jesus Christus, unserem Kyrios:

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Impulse zum 5. Sonntag im Jahreskreis | Venite adoremus | A

Es gibt Dinge, die wir erst bemerken, wenn sie nicht mehr da sind. Kaum jemand nimmt von der Straßenreinigung oder den Reinigungskräften Notiz, erst wenn es nicht mehr sauber ist, fällt es auf.
Wir können die Reihe fortsetzen, nur der aufmerksame bemerkt es, allen anderen tut es unbewusst einfach gut. Im heutigen Evangelienabschnitt aus der Bergpredigt gebraucht Jesus ein ähnliches Beispiel. Wir sollen Salz sein für die Welt, nicht anderen die Suppe versalzen, aber aus der Perspektive des Glaubens die nötige Würze in das Leben und die Gesellschaft einbringen. Jede Gesellschaft und jede Gemeinschaft braucht diese Voraussetzungen, die sie nicht selbst herstellen kann, Voraussetzungen auf denen sie aufbauen kann.

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Impulse zum 4. Sonntag im Jahreskreis | salvos nos | A

Im vergangenen Jahr haben die Kirchenaustrittszahlen einen traurigen Höhepunkt erreicht. Weniger als die Hälfte der Bewohner in Deutschland bekennen sich noch zu einer der beiden großen Kirchen. Aber nicht nur anonyme Zahlen, auch bei uns sind die Lücken in den Reihen der Kirchen-besucher zu sehen. Ist Kirche und Glaube ein Auslaufmodell?
Diese Frage stellten sich die Gläubigen immer wieder und versuchten Antworten zu finden. Der Prophet Zefánja spricht vor 2600 Jahren vom Rest Israels, der sich vor allem auf den Kern des Glaubens besinnen soll, um nicht im Trubel des Weltgeschehens unterzugehen. Ein Auftrag auch an uns, dass wir uns nicht ängstlich zurückziehen oder gar mit Gewalt unsere Meinung verbreiten. Dazu lädt uns Christus ein, der den Weg bis zum Tod am Kreuz gegangen ist. Ihn preisen wir als unseren Herrn, den Kyrios:

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Impulse zum 3. Sonntag im Jahreskreis | Cantate Domino | A

Ein Navi ist eine geschickte Sache, weil es mich zu meinem Ziel führt, auch wenn ich eine Abzweigung übersehe, oder mich ein Hindernis auf einen Umweg zwingt.
Die Kehrseite sind Berichte von Menschen, die sich heillos verfahren oder beispielsweise den gleichlautenden, aber falschen Ort wählen. Orientie-rung ist also auch zum Gebrauch eines Navis wertvoll.
Der Evangelist gibt uns auch eine Orientierung, er zeigt uns Wegmarken im Leben Jesu und macht damit die Botschaft Jesu für uns konkreter und fassbarer. Ja, mit dem Verweis auf den Propheten Jesaja macht er deut-lich, dass in diesem Jesus Christus der verheißene Messias in die Welt ge-kommen ist. Er ist wahrhaft Mensch und unser Herr und Kyrios, so schenkt er uns sein Erbarmen:

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Impulse zum 2. Sonntag im Jahreskreis | omnis terra | A

In der Taufe Jesu im Jordan kommt der Heilige Geist auf ihn herab und Gott selbst nennt ihn seinen geliebten Sohn. Damit ist alles geklärt, damit sollte klar sein, wer Jesus ist.
Was die Evangelien als außergewöhnliches Ereignis schildern, wie eine Proklamation, scheint jedoch kein gewaltiges Naturschauspiel gewesen zu sein, denn die Menschen, die zu Johannes an den Jordan pilgerten, er-kannten in Jesus nicht sofort den Messias. Es liegt im Wesen der Erlösung, dass sie nicht mit großem Spektakel daherkommt, sondern vor allem die mitnimmt, die bereit sind wahrzunehmen und zu hören.
So weist Johannes nicht nur seine Jünger, sondern auch uns hin auf den, der das Lamm Gottes ist und uns als Kyrios sein Erbarmen schenkt

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