Impulse zum 27. Sonntag im Jahreskreis | In voluntate tua | C

Wir sind es gewohnt zu messen und zu wiegen. Riesige und ganz kleine Dinge können wir vermessen und vergleichen. Seit dem Physiker Heisen-berg wissen wir aber auch, dass durch jedes Messen auch das Ergebnis verändert und beeinflusst wird. Zudem erkennt der aufmerksame Mensch, dass Vieles sich jeglichem Messen entzieht. Gerade die entscheidenden Er-fahrungen im menschlichen Leben gehören dazu.
Gleichwohl können sie wahr genommen und erfahren werden. Das wollen wir in dieser Messfeier versuchen, aufmerksam sein für Gott und unser Leben mit ihm. Weiterlesen

Impulse zum 26. Sonntag im Jahreskreis | Omnia quae fecisti | C

Der Blick in die nahe Zukunft macht vielen Menschen bei uns Angst. Wie kann das alles werden, wenn alle Preise steigen. Was werden wir uns noch leisten können? Wie wird das ganze Geflecht aus Wirtschaft und Gesellschaft weiter bestehen können? Kommt der Krieg direkt oder indirekt auch zu uns? Bei all den Sorgen vergessen wir oft, dass es uns in vielfacher Sicht gut geht und wir bei allen Unsicherheiten dankbar sein dürfen in diesem Teil unserer Erde leben zu dürfen. Da können wir den Blick auch auf andere lenken, die mehr der Unterstützung bedürfen. Daran denken wir heute auch in der Kollekte für die Caritas Weiterlesen

Impulse zum 25. Sonntag im Jahreskreis | Salus populi | C

Die Angst vor hohen Preisen prägt viele Diskussionen, wie sollen wir all das bezahlen können? Werde ich weiter Arbeit haben, oder bricht die Wirtschaft ein und viele Menschen werden arbeitslos?Der Umgang mit Geld und Reichtum gehört zu den schwierigen Fragen der christlichen Lebenseinstellung. Muss ich in franziskanischer Armut leben, um ehrlich Christ sein zu können? Darf ich Kompromisse im Umgang mit dem Geld eingehen, ohne meine Überzeugung zu verraten?
Schon der sozialkritische Prophet Amos, der vor rund 2800 Jahren auftrat und zugleich höchst aktuell ist, hat dies in eine deutliche Sprache gefasst. Papst Franziskus wiederholt die Frage immer wieder, die zur Nagelprobe des Glaubens wird, und macht sie damit auch zur Frage nach unserem persönlichen Glauben.
So rufen wir zu unserem Herrn, dem Kyrios, der einen inneren Reichtum schenkt, der uns tragen kann: Weiterlesen

Impulse zum 24. Sonntag im Jahreskreis | da pacem | C

Das Bild eines Glaubenden ist in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem von Verboten geprägt, was man als Gläubiger alles nicht dürfe, auf was man alles verzichten müsse. Dabei geht das am Kern des Glaubens vorbei, ein Glaube der uns befreit.
Als freier Mensch lädt Gott mich immer ein ihm zu vertrauen und mit ihm die Fülle meines Lebens zu suchen. Das ist in den Verführungen der Welt nicht einfach, zu schnell rücken Goldene Kälber in den Vordergrund und reißen mich in eine Abhängigkeit, die ich zuerst nicht sehe.
Da ist es gut, wenn mein Glaube gereift ist und ich weiß, dass ich immer in die offenen Arme Gottes kommen darf, mit aller Freude und allem Er-folg, aber auch mit allem Scheitern und aller Traurigkeit. Wo ich mich so Gott öffnen kann, spüre ich innerlich Freiheit, die mich prägen kann. Weiterlesen

Impulse zur Aufnahme Mariens in den Himmel | In assumptione BMV | C

Wir feiern unsere Erlösung, das Ostern des Sommers. Mit der Aufnahme Mariens in den Himmel, also in die Herrlichkeit Gottes feiern wir die Vollendung unserer Hoffnung. Wir alle hoffen einst bei Gott vollendet zu werden mit allem, was uns im Leben bruchstückhaft zurücklässt, mit allen unseren Sehnsüchten und Erwartungen, mit allem Scheitern und Gelingen, mit Verletzungen und aller heilsamer Erfahrung.
Wie die apokalyptische Frau, von der wir in der Lesung aus der Offenbarung hören werden und die uns im linken Glasfenster neben dem Hochaltar ganz oben immer vor Augen ist, vertrauen wir, dass in allem Bedrängen der Welt Gott an unserer Seite ist Weiterlesen

Impulse zum 20. Sonntag im Jahreskreis | Protector noster | C

Das Feuer der Begeisterung ist in unserem Glaubensalltag oft wenig er-fahrbar. Glaubensfreude mit Begeisterung in die Welt zu tragen ist auch nicht einfach. Das musste der Prophet Jeremia im 7. Jahrhundert vor Christus erfahren, darum wusste auch Jesus.
Solange das Christentum brav seine soziale Aufgabe erfüllt und nicht den Finger in die wunden Stellen der Gesellschaft legt, ist es gern gesehenes Kulturchristentum. Wenn es aber die Botschaft Gottes ernst nehmen will, fordert es heraus und kann zu Spaltung und Unfrieden führen, weil die Entscheidung fordert um die sich so viele gerne drücken. Dann aber kann es seine Kraft entfalten und zum Fundament für unser Leben werden und andere für diesen Weg begeistern. Weiterlesen

Impulse zum 19. Sonntag im Jahreskreis | Respice Domine | C

„Glaube ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht.“ (Hebr 11,1) – Ein starker Satz, eine Herausforderung auch für uns.
Sieht unser Glaube so aus oder ist er viel eher etwas verborgener oder von der Meinung in der Welt getrieben. Der Hebräerbrief macht Mut, den eigenen Glauben nicht als etwas Ungewisses zu betrachten, sondern vielmehr als eine Chance ihn als Fundament für das eigene Leben zu verwenden. Aus Glauben heraus seine Welt zu gestalten. Weiterlesen

Impulse zum 18. Sonntag im Jahreskreis | Deus in adiutorium | C

Deus in adiutorium | Lektionar III/C, 329: Koh 1,2; 2,21–23 | Kol 3,1–5.9–11 | Lk 12,13–21
In diesem Sommer sind die Beschränkungen der Pandemie fast alle aufgehoben und das Leben scheint sich immer schneller zu bewegen. Die Entschleunigung der letzten beiden Jahre ist Vergangenheit.
Da wird es manchen Menschen schon zu viel, sie geraten in Streß auch in der Freizeit, fühlen sich überfordert vom Leben und vom Alltag. Natürlich ist das ein sehr vielschichtiges Phänomen, aber es zeugt auch davon, dass vieles in unserer Gesellschaft auf irdische Macht, Erfolg und Besitz ausgerichtet ist, ja dass viele Zeitgenossen beinahe das Gefühl haben sich selbst beweisen zu müssen, ihr Lebensrecht durch die eigene Leistung unterstreichen müssen. Das kann aber niemand, das ist zu schwer, da muss man ausbrennen. Die heutigen Texte wollen uns helfen, das wirklich Wichtige, nicht das, was sich als solches ausgibt in unserem Leben zu entdecken und zu fördern. Weiterlesen

Impulse zum 17. Sonntag im Jahreskreis | Deus in loco | C

Handelt Gott, wenn ich ihn bitte? Eine Frage, die sich vielleicht jeder schon einmal gestellt hat und deren Antwort wohl auf den ersten Blick im Ungewissen bleibt.
Ja, Gott handelt, wenn ich ihn bitte und ich darf sogar mit allem, was mir auf dem Herzen liegt zu ihm kommen. Heute hören wir von zwei großen Betern und dürfen von ihnen lernen: Abraham und Jesus.Mit beinahe kindlicher Vertrautheit und Hartnäckigkeit bringt Abraham seine Bitten vor Gott und erlebt wie großherzig und weit Gott ist, der ihm und der Menschheit Zukunft verheißt.
Ebenso ermuntert Jesus im Gebet Zuflucht bei Gott zu suchen und alles von ihm zu erwarten. So wandelt sich der Beter und wird mehr und mehr einer, der aus der lebendigen Beziehung zu Gott lebt. Weiterlesen

Impulse zum 16. Sonntag im Jahreskreis | Ecce Deus | C

Ein schattiger Platz in der Hitze des Tages ist ein Geschenk, schön, wenn man ihn teilen kann. So könnten wir die Begegnung bei den Eichen von Mamre umschreiben, von der wir in der heutigen Lesung hören.
Abraham beweist Offenheit und Großzügigkeit in der Gastfreundschaft und begegnet Gott. Im Unterschied zum alltäglichen Gegeneinander zeigt sich die Großzügigkeit als wahrer Schatz, der Abraham und Sara Zukunft verheißt, die alt geworden sind und an der Zusage Gottes zweifeln. Die Offenheit schenkt neue Zuversicht und neuen Mut, ja den beiden schenkt sie ein Kind, den ersehnten Sohn. Sie werden ihn Isaak nennen, denn Gott lacht mit den Menschen. Weiterlesen

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