Impulse zum 14. Sonntag im Jahreskreis | Suscepimus | C

Suscepimus | Lektionar III/C,  310: Jes 66,10–14c | Gal 6,14–18 | Lk 10,1–12.17–20

Die immer weiter um sich greifende mangelnde Höflichkeit in der Gesellschaft wird oft beklagt. Dabei sind es doch meist die kleinen Aufmerksamkeiten, die unseren Alltag erträglicher machen. Früher sei alles besser gewesen, kann man da nicht selten hören.

Das heutige Evangelium scheint uns da eines anderen zu belehren. ‚Grüßt niemand unterwegs!‘ mahnt Jesus seine Jünger die er zu zweit aussendet. Damit ist natürlich eher das Gegenteil gemeint, das sich verzetteln im Reden, da und dort stehen bleiben und mit seinen Aufgaben nicht fertig werden, sich im Geplänkel des Alltags zu verlieren. Mitnichten wird also der Unhöflichkeit das Wort geredet.

Grüßen wir Jesus, der uns ermuntert mit ihm nach dem Gelingen des Lebens zu suchen und das Ziel unseres Lebens zu erreichen:

Kyrie

Herr, Jesus Christus,
Du bist alle Tage bei uns. Kyrie eleison.
Du führst uns zur Mitte unsere Lebens. Christe eleison.
Du schenkst Gelingen im Leben. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 222

Barmherziger Gott,
durch die Erniedrigung deines Sohnes
hast du die gefallene Menschheit
wieder aufgerichtet
und aus der Knechtschaft der Sünde befreit.
Erfülle uns mit Freude über die Erlösung und führe uns zur ewigen Seligkeit.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Sechs mal zwölf Jünger sendet Jesus aus, so sendet er auch uns in unsere heutige Welt um Zeugnis für ihn und seine Botschaft abzulegen. So kommen wir mit den Bitten zu ihm:

  • Für alle Menschen,
    die sich in den alltäglichen Dingen verlieren
    und keinen Weg mehr sehen im Dickicht des Lebens.
    Christus höre uns. | Christus erhöre uns.
  • Für alle die vor großen Herausforderungen stehen
    und nicht wissen, wie sie sie meistern können.
  • Für alle Menschen auf der Suche nach Sinn,
    die sich nicht mehr mit Konsum
    und vordergründigem Vergnügen zufriedengeben.
  • Für alle, die Gottes Frohbotschaft in die Gesellschaft tragen,
    die nachhaltig Sinn stiften
    und Kraft schenken.
  • Für unsere Verstorbenen,
    besonders die Opfer von Terror, Krieg und Gewalt,
    die an dich glaubten
    oder nach dem Glauben ein Leben lang suchen mussten.

Du nimmst uns an und birgst uns wie damals die Jünger, dafür danken wir dir heute und alle Tage bis in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet | MB

Herr du hast uns mit reichen Gaben beschenkt.
Lass uns in der Danksagung verharren
und einst die Fülle des Heils erlangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Jes 66,10–14c

Als die Israeliten in der zweiten Hälfte
des 6. Jahrhunderts vor Christus
wieder nach Hause zurück kehren,
stehen viele mutlos da vor den Trümmern Jerusalems.
Der Wiederaufbau ist mühsam
und auch der Glaube unsicher.
Der dritte Jesaja, Tritojesaja,
macht den Menschen Mut:
Die Geborgenheit des Kindes in den Armen der Mutter,
gibt ihm Kraft alle Schwierigkeiten zu bewältigen.
So will Gott für sein Volk da sein.

Hinführung zur zweiten Lesung | Gal 6,14–18

Am Ende seines Briefes an die Christen in Galatien
fasst Paulus noch einmal
seine Theologie vom Kreuz zusammen.
Im Kreuz ist die Welt
mit allen ihren Grenzen überwunden
und jeder der die Botschaft des Kreuzes annimmt
hat in ihr die Welt überwunden.

Lesehinweis

Galatien auf dem zweiten „a“ betonen

Meditation

Mächtig ist das Wort,
das ausgesprochen ist
und nicht mehr zurückgenommen werden kann.

Es kann verletzen und erniedrigen,
zerstören und verhöhnen
oder stärken und aufbauen.

Worte im Geiste Christi
verändern die Herzen der Menschen,
die sie in sich aufnehmen.

Äußerlich mag es erscheinen
als verhalle die Botschaft
in der Weite der Welt.

Wo sie die Herzen erreicht,
ist die Welt ein wenig verändert
und öffnet neue Perspektiven.

Reinhard Röhrner

Meditation | Alternative

Christus hat keine Hände, nur unsere Hände,
um seine Arbeit heute zu tun.

Christus hat keine Füße, nur unsere Füße,
um Menschen auf seinen Weg zu führen.

Christus hat keine Lippen, nur unsere Lippen,
um den Menschen von ihm zu erzählen.

So wird sein Reich sichtbar,
so entsteht eine Brücke zwischen den Menschen
zwischen Mensch und Gott.

Im Schatten des Kreuzes,
kann ich ausruhn und neue Kraft schöpfen,
mich auf den Weg zu den Menschen machen,
seine frohe Botschaft zu verkünden.

Reinhard Röhrner

Weitere Impulse
22 C Jahreskreis – Sonntag 14 – Suscepimus
22 C Jahreskreis – Sonntag 14 – Hinführung und Meditation

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