Impulse zum Heiligen Abend | hodie scietis | A
hodie scietis | Lektionar I/A, 29: Jes 9,1–6 | Tit 2,11–14 | Lk 2,1–14 Endlich ist der Abend da, den
Liturgische Hilfe für das Lesejahr A
hodie scietis | Lektionar I/A, 29: Jes 9,1–6 | Tit 2,11–14 | Lk 2,1–14 Endlich ist der Abend da, den
Wir feiern mehr als eine stimmungsvolle Szene, mit Lichtern in der Dunkelheit. Wir feiern mehr als ein paar nette behagliche Stunden, in denen die staade Zeit ihren Höhepunkt finden will. Das bayrische Wort staad kommt vom lateinischen Wort statio, Stillstehen. Das führt uns zum Kern des Festes, wir stehen still, wie die Hirten anbetend vor dem göttlichen Kind.
Trotz aller Dunkelheit von Schuld und Leid bringt er Licht und Vergebung. In das Spannungsfeld von Hass und Gewalt kommt er als versöhnendes Zeichen der Liebe und des Friedens. In der Bedrängnis von Vergessenheit und Tod, glüht er als Funke der Hoffnung und des Lebens.
Im Hebräischen meint das Wort mhär zugleich Mutterleib und Barmherzigkeit: Aus dem Mutterleib Marias kam uns Gottes Barmherzigkeit in Jesus Christus entgegen.
Wenn alles gut läuft, geht uns das Wort vom Gottvertrauen leicht über die Lippen, wenn wir jedoch uns und unser Leben in Frage gestellt sehen, wenn wir nicht verstehen, wie wir in die Zukunft gehen sollen oder welche Entscheidungen wir treffen müssen, fällt uns das Vertrauen in diesen unbegreiflichen Gott schwer. Ja, wenn wir unsicher werden, ob das alles gut ist, was Gott mit uns anstellt, da bleiben wir zweifelnd zurück.
Josef steht scheinbar vor den Trümmern seines Lebens, die Träume scheinen zu zerplatzen und doch erlebt er im Vertrauen auf Gott, dass das Leben auf eine neue Weise gelingt. Vertrauen ist der Schlüssel zum Verständnis der Gestalt des heiligen Josef, der aus seinem Vertrauen heraus zum festen Halt für die Weihnachtsszene werden kann, wie er in dem gotischen Weihnachtsrelief der Kelheimer Stadtpfarrkirche dargestellt ist.
Rufen wir zu Jesus Christus, der auch in uns Vertrauen wecken will:
Freut euch im Herrn zu jederzeit! – Dieses Wort steht über dem Sonntag Gaudete, dem dritten Adventsonntag. Das rosafarbene Gewand mildert die strenge des violett, der Farbe von Umkehr, Buße und Neuanfang, richtet unseren Blick auf die Erfüllung des Advents, die Feier der Gegenwart Gottes.
Vieles geht uns oft nicht schnell genug im Leben, wir warten nicht gerne, lieber werden wir sofort bedient. Die erste Hälfte der Wartezeit ist bereits vergangen, haben wir sie genutzt? War es ‚nur‘ eine Wartezeit, die wir mit Ablenkung überbrückten oder war diese Zeit erfüllt von dem Geheimnis, auf das wir zugehen? – Wie immer die bisherige Zeit verlaufen ist, lassen wir uns darauf ein offen für Gott zu sein, bereit zu sein ihn in unserem Leben zu empfangen
Wenn ein Baum erst einmal gefällt ist, dann ist es vorbei mit seiner Pracht, vorbei mit dem Baum. Vielleicht kann er als Nadelbaum noch ein paar Wochen als Christbaum dienen, aber dann fallen auch bald die Nadeln ab. So ist der Kreislauf der Natur. Nur der Stumpf mit dem Wurzelstock bleibt meist in der Erde und man kann sich daran stoßen oder darüber stolpern.
Der Prophet Jesaja spricht zu den Menschen des israelitischen Exils in Babylon und macht deutlich: für Gott gilt diese Grenze nicht. Aus dem Baumstumpf Isais, des Vaters des legendären Königs David, wird einer hervorgehen, der die Sehnsucht des Gottesvolkes erfüllt und übertrifft, weil er ganz aus Gottes Geist heraus handelt.
28 Tage, vier volle Wochen feiern wir diesem Jahr den Advent. Wir werden uns bewusst, dass wir die Ankunft Gottes in der Welt auf dreifache Weise feiern. Wir bereiten uns vor auf das Kommen Gottes in die Welt vor 2000 Jahren, das Fest seiner Geburt, das wir am 25. Dezember feiern werden und seine Wiederkunft am Ende der Zeit oder unserer Tage.
Die Ankunft erwarten, heißt aus dem Kreislauf des immer Gleichen auszu-brechen und sich auf Gott hin zu orientieren. In ihm Mitte und Ziel des eigenen Lebens entdecken.
Die Texte der Heiligen Schrift mahnen uns an den Sonntagen im Advent besonders zu Wachsamkeit und Aufmerksamkeit für Gottes Zeichen in der Welt und die Zeichen seiner Gegenwart, die wir in seinem Wort und in der Eucharistie miteinander feiern
Josef, er ist der Mann am Rande, im Schatten. Der schweigenden Hilfe.
Ein aufregendes Jahr neigt sich dem Ende zu. Viele Herausforderungen und neue Wege mussten beschritten werden. Manches ging zu Bruch, manches konnte neu entdeckt werden oder entstehen. Es lohnt sich dankbar Rückschau zu halten um zuversichtlich in die Zukunft zu gehen.
Angelehnt an den Tagesrückblick (examen generale | Gewissenserforschung) im Exerzitienbuch des Ignatius von Loyola.
Für einen Rückblick braucht man mindestens 20 Minuten. Suche einen ungestörten Ort. Bewegung ist zwar grundsätzlich gut, aber die Gefahr der Ablenkung ist dabei sehr groß. Es empfiehlt sich eine aufrechte Haltung einzunehmen, in der ich über die ganze Zeit gut verweilen kann.
In einem Jahr passiert unheimlich viel. Es geht dabei nicht nur um die Ereignisse, die man Tag für Tag, Woche für Woche oder Monat für Monat in Erinnerung ruft, sondern vor allem auch die Gefühle und Stimmungen, die wir damit verbinden, den Geschmack des Lebens.
34. Sonntag im Jahreskreis | Jahreskreis A | Lesejahr AD.N.J.C universorum regis | ChristkönigLektionar I/A, 363: Ez 34,11–12.15–17 | 1 Kor 15,20–26.28