Impulse zum 13. Sonntag Jahreskreis | Omnes gentes | B

Omnes gentes | Lektionar II/B, 299: Weish 1,13–15; 2,23–24 | 2 Kor 8,7.9.13–15 | Mk 5,21–43 (5,21–24.35b–43)

Wir sind in einer besonderen Spannung, Lockerungen und neue Mahnungen begleiten unseren Alltag. Wie kann das Leben werden? Wird es überhaupt wieder ein lebenswertes Leben, mag sich mancher fragen.

Vertrauen und Mut sind Grundtugenden des Glaubenden. Vertrauen auf Gottes Beistand, dass er da ist und auch in der Aussichtslosigkeit der Welt, Wege zu erfülltem Leben öffnet. Dazu der Mut sich auf diesen Gott einzulassen und mit seiner Hilfe das Leben und den Alltag zu gestalten.

Gemeinsam sind wir unterwegs und verbunden im Gebet. So stärken wir uns gegenseitig und ahnen, dass auch für uns Ungeahntes Wirklichkeit werden kann.
Preisen wir ihn, Jesus Christus, unseren Herrn, den Kyrios unserer Mitte:

Kyrie

Herr Jesus Christus,
du wendest dich den Menschen zu.
Durch dich ist Gottes Reich inmitten der Welt angebrochen.
Du schenkst Sinn und Erfüllung..

Gloria | Tagesgebet | MB 222

Gott, unser Vater
du hast uns in der Taufe
zu Kindern des Lichtes gemacht.
Lass nicht zu,
dass die Finsternis des Irrtums
über uns Macht gewinnt,
sondern hilf uns,
im Licht deiner Wahrheit zu bleiben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Unser Leben ist in Gottes Hand, er trägt uns in den Höhen und Tiefen bis über die Grenzen des Lebens hinaus, ihn bitten wir:

  • Viele sind von den Bedingungen unseres Alltags herausgefordert,
    öffne Wege zu Sinn und Glück, dass alle erfüllt leben dürfen.
    ALLE Wir bitten dich erhöre uns.
  • Für die Schwerkranken.
    Barmherziger Gott, lass sie die Nähe deines Sohnes
    spüren und schenke ihnen Heil
    und begleite alle Ärzte und Pflegenden.
  • Für alle, die in ihrer Not zu dir beten.
    Sei ihnen gnädig und leite sie auf einem guten erfüllenden Weg.
  • Am 26. Juni wurden durch Handauflegung und Gebet
    acht junge Männer zu Priestern geweiht werden.
    Erfülle sie mit deinem Geist, dass sie den Menschen unserer Zeit
    Deine Botschaft vom Reich Gottes verkünden können.
  • Erneuere deine Kirche durch die Feier dieses Festes,
    dass sie Zeichen der Hoffnung bleibt
    und in allem deinem Sohn den Weg bereitet.
  • Für unsere Verstorbenen, besonders die Opfer des Würzburger Attentats. Lass sie mit Christus auferstehen.

Himmlischer Vater, Jesus ist in der Liebe zu uns Menschen arm geworden,
um uns durch seine Armut reich zu machen. Dir sei Lob und Dank in alle Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet | MB

Gütiger Gott, die heilige Opfergabe,
die wir dargebracht und empfangen haben,
schenke uns neues Leben.
Lass uns Frucht bringen in Beharrlichkeit
und dir auf immer verbunden bleiben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn

Hinführung zur ersten Lesung | Weish 1,13–15; 2,23–24

Das Buch der Weisheit
ist das jüngste Buch des Alten Testaments.
In griechischer Sprache
diskutiert es die Frage nach dem Leben über den Tod hinaus,
die in jener Zeit geläufig war,
aber auch heute eine Perspektive eröffnet,
jenseits des alles immer und zu jeder Zeit haben Wollens,
in einer Perspektive der Geborgenheit
in einem Gott des Lebens.

Hinführung zur zweiten Lesung | 2 Kor 8,7.9.13–15

Werke der Liebe
werden in der Freiheit getan.
Das ist wichtig für das Verständnis
von Solidarität und Miteinander leben.
Beide, Schenker und Beschenkter,
dürfen sich auf Augenhöhe begegnen.
Der Schenkende wird so Gott dankbar sein,
dass er ihm die Fülle gab,
die er nun weiterschenken darf.

Lesehinweis

Meditation

Glauben heißt vertrauen,
dass Gott bei mir ist,
wenn ich anfange
mein Leben zu gestalten.

In den Grenzen der Welt,
an den Bruchkanten des Alltags
ist er an meiner Seite
und eröffnet neue Wege.

Im Mut des Anfangs
und im Vertrauen auf seinen Beistand
gehe ich in meinen Alltag,
gestalte ich mein Leben.

Im Wechsel des Lebens,
erfahre ich Sinn,
wo ich mich von ihm
ganz getragen weiß.

Reinhard Röhrner

Meditation | Alternative (zur Langfassung des Evangeliums)

Dein Glaube hat dir geholfen,
spricht Jesus zur blutflüssigen Frau
und schenkt ihr
wie der Tochter des Jaïrus neues Leben.

Sie hatte ihm die ganze Wahrheit gesagt,
gelernt auch die dunklen Seiten
in ihrem Leben
anzunehmen und zu bekennen.

Wer lernt offen zu sein
und Gottes Stimme
im Trubel der Welt zu hören
wird Tiefe erfahren,
die vielen verborgen bleibt.

Dein Glaube hat dich gerettet,
spricht Jesus in unsere Zeit.
Wer lernt zu vertrauen
und sich auf Gott einzulassen
wird wie die Frau Heil erfahren.

Hören und Vertrauen
Wege zu einem tiefen und erfüllten Leben,
Wege auf Gott hin,
der lebt und Leben schenkt.

Reinhard Röhrner

Weitere Impulse
Meditation
21 B Jahreskreis – Sonntag 13 – Omnes gentes
21 B Jahreskreis – Sonntag 13 – Hinführung und Meditation


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