Impulse zum 5. Ostersonntag | Cantate | B

Cantate | Lektionar II/B, 205: Apg 9,26–31 | 1 Joh 3,18–24 | Joh 15,1–8

Wer bin ich? Was muss ich tun und wie soll ich mich in einer Welt verhalten, die sich ständig ändert? Was ist meine Identität? – Fragen, die wir uns vielleicht manchmal stellen und die wir nicht einfach beantworten können und damit die Sache bewenden lassen.

Im heutigen Evangelium spricht Jesus davon, dass er der Weinstock sei und wir die Reben. Aus der Verbindung mit ihm können wir leben und Frucht bringen. Ein schönes Bild, weil der Weinstock zugleich ein Bild für den Frieden ist. Er braucht die Sorge und den Beschnitt, damit er gut wachsen und Frucht bringen kann. „Mein Vater ist der Winzer“, ergänzt Jesus. Aus der Beziehung zu Gott kann ich mein Leben gestalten, daraus bekomme ich meine Identität. Das ist mehr als ein äußeres Zeichen, das für den Glauben stehen kann. Es ist die Mitte meines Lebens, die ich aus dieser Beziehung gestalte. So preisen wir Christus, unseren Herrn und Kyrios:

Kyrie

Herr Jesus Christus,
du bist der Weinstock. Kyrie eleison.
Dein Wort bringt reiche Frucht. Christe eleison.
Wer mit dir verbunden ist, bringt reiche Frucht. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 170

Gott, unser Vater,
du hast uns durch deinen Sohn erlöst
und als deine geliebten Kinder angenommen.
Sieh voll Güte auf alle, die an Christus glauben,
und schenke ihnen die wahre Freiheit und das ewige Erbe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Gott selbst geht unsere Wege mit und will uns helfen, wo unsere Möglichkeiten und Kräfte am Ende sind. Er will uns Helfer sein, dass wir uns entfalten und Frucht bringen können. So rufen wir zum Herrn:

  • Für alle, die den Glauben zu leben versuchen,
    dass sie aus der Erfahrung deiner Nähe leben
    und diese in ihren Alltag einbringen können.
    Christus höre uns | Christus erhöre uns.
  • Für alle, die anderen zur Seite stehen,
    in Beruf oder Freizeit,
    dass sie gute Hilfe leisten können
    ohne sich selbst dabei zu überfordern oder verlieren.
  • Für alle, die sich erschöpft, leer und kraftlos fühlen,
    dass sie im Glauben neu ihre Quellen entdecken
    und ihren Alltag gestalten und Frucht bringen können.
  • Für alle, die vor uns lebten und glaubten,
    dass sie in deiner Herrlichkeit sein dürfen.

Denn du bist der Weinstock, von und an dem wir leben. Durch dich bringen wir Frucht im Alltag, heute und bis in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet | MB

Barmherziger Gott, höre unser Gebet.
Du hast uns im Sakrament
das Brot des Himmels gegeben,
damit wir an Leib und Seele gesunden.
Gib, dass wir
die Gewohnheiten des alten Menschen ablegen
und als neue Menschen leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Apg 9,26–31

Die Begegnung mit Christus verändert Paulus,
lässt ihn vom Saulus zum Paulus werden,
vom Verfolger der Christen zum begeisternden Verkünder.
Aber so eine Wende ist nicht leicht,
weil die innere Veränderung
sich erst äußerlich zeigen muss.
Vertrauen muss das Mißtrauen erst überwinden,
im Glauben und der Zuversicht auf Gott
kann es auch bei uns gelingen.

Hinführung zur zweiten Lesung | 1 Joh 3,18–24

Liebe möchte sich ausdrücken und zeigen,
mehr als mit der Zunge,
sollen wir sie in Tat und Wahrheit leben
und so von Gott in unserer Welt Zeugnis geben.
Wo wir hinter diesem Anspruch zurück bleiben
wird er selbst uns in Liebe und Barmherzigkeit einholen.

Lesehinweis

Meditation

Jesus,
du bist der Weinstock,
ich der Rebzweig.

So sagst Du es im Bildwort,
so machst du deutlich
wie du mir nahe sein willst
und mir helfen willst
mich zu finden.

Der Vater will mich reinigen,
abschneiden,
damit ich mehr Frucht bringe.
Mehr und mehr verstehe und begreife,
was wirklich wichtig ist
für mich und in meinem Leben.

So lerne ich
weg zu lassen und frei zu werden,
um dir und mir näher zu kommen,
tiefer zu begreifen,
was Glauben heißt: Leben aus deiner Liebe
diese Liebe in den Alltag hineintragen
und so meine Welt
in deinem Geist prägen

Reinhard Röhrner

Weitere Impulse
Meditation
21 B Ostern – Sonntag 4 – misericordias domini
21 B Ostern – Sonntag 4 – Hinführungen und Meditation

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