Impulse zum 8. Sonntag im Jahreskreis | Factus est | C

Factus est | Lektionar III/C, 286: Sir 27,4–7 | 1 Kor 15,54–58 | Lk 6,39–45

Fassungslos haben uns die Nachrichten aus der Ukraine gemacht. Unwirklich und doch bedrohlich sind die Bilder und Stimmen, die uns über die Medien erreichen. Mit einem Mal wirkt die Welt verändert, nicht nur in den unmittelbaren Kriegsgebieten in der Ukraine, auch bis zu uns weht der Hauch des Todes und der Vernichtung.

Krieg kennt nur Verlierer und doch halten sich manche in ihrer Überheblichkeit für so mächtig dies zu widerlegen. Wieder sind es die zahllosen Menschen, die ins Verderben und den Tod gestürzt werden, um Machtphantasien weniger zu bedienen. Das Gespenst des Krieges

So beten wir in dieser Messfeier besonders auch um den Frieden in der Ukraine und die Versöhnung der Völker

Kyrie

Herr, Jesus Christus,
du schenkst uns tiefe Freude. Kyrie eleison.
Du verwandelst die Herzen. Christe eleison.
Du nimmst alle Schuld von uns. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 216

Allmächtiger Gott,
deine Vorsehung bestimmt den Lauf der Dinge
und das Schicksal der Menschen.
Lenke die Welt in den Bahnen deiner Ordnung,
damit die Kirche in Frieden deinen Auftrag erfüllen kann.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN..

Fürbitten

Du beschenkst

Immer wieder ruft uns Christus auf füreinander zu beten und miteinander Wege der Versöhnung und des Friedens zu suchen. So beten wir:

  • Der Krieg in der Ukraine bringt Tod und Verderben,
    er schürt Angst und Verzweiflung.
    Fürst des Friedens, lass Frieden und Versöhnung wachsen.
    Christus, höre uns. | Christus, erhöre uns
  • Kampf und Krieg zerstört den Lebensraum vieler Menschen.
    Bewahre die Opfer des Krieges und steh ihnen bei.
  • Viele sind auf der Flucht vor dem Krieg.
    Lass sie Orte des Friedens und der Menschlichkeit finden.
  • In unseren Familien und Gemeinschaften
    gibt es Missverständnisse, Unfrieden und Streit.
    lass uns immer bereit sein, Wege des Friedens zu gehen.
  • Blinde Wut zerstört das Miteinander der Menschen.
    Zeige allen Menschen Wege
    immer wieder mutig aufeinander zugehen.
  • Nimm die Opfer des Krieges und alle Verstorbenen
    auf in deine grenzenlose Liebe
    und tröste alle Trauernden in der Hoffnung.

In der Ohnmacht der Welt hältst du mit uns aus und trägst das Leid der Welt mit. Dafür danken wir dir jetzt und in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet | MB

Barmherziger Gott,
du hast uns in diesem Mahl
die Gabe des Heiles geschenkt.
Dein Sakrament gebe uns Kraft in dieser Zeit
und in der kommenden Welt das ewige Leben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Sir 27,4–7

Der Weisheitslehrer Jesus Sirach
gibt uns heute drei eindrückliche Bilder mit,
die uns einladen weiter zu denken
und unsere Beziehung zu Gott

Zu uns selbst und die Mitmenschen
in einem neuen Licht zu sehen.

Hinführung zur zweiten Lesung | 1 Kor 15,54–58

Die Auferstehung von den Toten
ist der Scheidepunkt für den Glauben
an Jesus Christus wie ihn Paulus verkündet.
Darauf gipfelt der erste Brief
an die Gemeinde in Korinth.
Auch wenn wir gerne alles ganz genau wüssten,
verlangt der Glaube von uns
dem Geheimnis zu vertrauen
und so über uns hinaus zu wachsen.

Lesehinweis

Meditation

Mit dem Splitter,
den ich sehe
im Auge des Bruders
fängt es an.

Mit dem Fällen von Urteilen
über das Leben anderer
beginnt mein Leben
sich von dem anderer zu trennen.

Es verlangt viel Mut
sich auf den anderen
einzulassen
und sein Leben zu akzeptieren.

Ihm wie mir
die Möglichkeit zugestehen
Fehler zu machen
und Scheitern zu erleben.

Dankbarkeit erlebe ich,
wo mir mein Bruder hilft,
trotz des Balkens in meinem Auge
Gott nicht aus dem Blick zu verlieren.

Reinhard Röhrner

Meditation | Alternative

Den Splitter seh ich wohl
im Auge meines Bruders,
wie man ihn herauszieht,
das könnte ich ihm sagen.

Aber meinen Balken
erkenne ich nicht mehr,
ich habe mich arrangiert
und mich selbst entschuldigt.

Ob ich ihn je los werde?
Ihn einmal überwinden kann.
Mit neuen Augen müsst ich sehen
und auch die Schatten wahrnehmen.

Jesus lädt mich ein,
den Balken zu überwinden
mit ihm vertrauend den Weg gehen,
der mich befreit.

Gott selbst ist es,
der mir Vergebung schenkt
und mich befreit
durch seine Liebe.

Reinhard Röhrner

Weitere Impulse
22 C Jahreskreis – Sonntag 8 – Factus est
22 C Jahreskreis – Sonntag 8 – Hinführung und Meditation

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