Impulse zu Fest der Erscheinung des Herrn| A

Erscheinung des Herrn| Weihnachten| Lesejahr A
Heilige drei Könige | Epiphanie
Lektionar I/A, 51: Jes 60,1–6 | Eph 3,2–3a.5–6 | Mt 2,1–12

Ein beinahe endloser Zug von Menschen reiht sich seit 200 Jahren ein in den Weg der Sterndeuter. Die Kunstgeschichte hat sie zu drei Königen gemacht und den verschiedenen Lebensaltern sowie drei Kontinenten Europa, Asien und Afrika zugeordnet um deutlich zu machen, es sind Menschen aller Welt, die dem Stern folgen um Gott zu finden in ihrem eigenen Leben.

Auch wir gehören dazu und suchen auf ganz verschiedene Weise Gottes Zeichen in unserem Leben, wie die Sterne können sie uns helfen den Weg zu finden und uns Mut machen immer wieder aus dem Trott des Alltags aufzublicken und uns in der Geschäftigkeit an ihm neu auszurichten, den wir als unseren Herrn, den Kyrios, grüßen:

Kyrie | oder Gl 159

Herr Jesus Christus,
du König aus Betlehem im Lande Juda. Kyrie eleison.
Du Hirt deines Volks Israel. Christe eleison.
Gottes Sohn, vor dem die Weisen ihre Knie beugen. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 58

Allherrschender Gott,
durch den Stern, dem die Weisen gefolgt sind,
hast du am heutigen Tag
den Heidenvölkern deinen Sohn geoffenbart.
Auch wir haben dich schon im Glauben erkannt.
Führe uns vom Glauben
zur unverhüllten Anschauung deiner Herrlichkeit.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Die Sternsinger haben uns die Botschaft des Weihnachtsfestes gebracht: Frieden auf Erden den Menschen guten Willens. Rufen wir zu unserem Erlöser und Herrn, der heute vor aller Welt erschienen ist: 

  • Mit der Kreide schreiben wir deinen Segen zu Beginn dieses neuen Jahres an die Haustüren. Begleite alle Menschen auf ihren Wegen, und lass ihre Vorhaben für dieses neue Jahr gut gelingen.
  • Mit dem Weihrauch tragen wir den Wohlgeruch, der auf dich hinweist, in die Häuser und Wohnungen unserer Gemeinde. Öffne die Menschen, damit sie von deiner Liebe und Nähe erfahren.
  • Mit unserem Gesang tragen wir die Freude deiner Menschwerdung zu denen, die in unserer Gemeinde wohnen. Schenke allen, die einsam und verbittert sind, neue Freude und Hoffnung für ihr Leben.
  • Mit dem Stern, der uns vorangeht, zeigen wir den Menschen unser Vertrauen in deine liebevolle und verständige Führung. Stärke alle, die arbeitslos oder orientierungslos in ihrem Leben geworden sind, damit sie ein neues Ziel für sich finden.
  • Mit uns selbst zeigen wir das junge Gesicht einer Kirche, die den Menschen etwas für ihr Leben anbieten will. Segne alle jungen Menschen und lass sie von deiner Liebe und Nähe zu ihnen erfahren.

Denn du, Jesus, bist mit uns auf dem Weg. Dich loben und preisen wir, heute und alle Tage bis in Ewigkeit. Amen.

Schlussgebet

Wir danken dir, allmächtiger Gott,
für die heiligen Gaben
und bitten dich:
Erhelle unsere Wege mit dem Licht deiner Gnade,
damit wir in Glauben und Liebe erfassen,
was du uns im Geheimnis der Eucharistie geschenkt hast.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Jes 60,1–6

Wenn es dunkel ist im Leben,
kann man resignieren oder mit neuer Hoffnung
seine eigene Zukunft gestalten.
Der Text aus dem dritten Teil des Jesajabuches
richtet sich ursprünglich an die Menschen,
die aus der babylonischen Gefangenschaft
in das zerstörte Jerusalem zurück kehrten.
Seither ermutigte der Text unzählige Menschen
über Jahrhunderte hinweg
aus der Kraft der Verheißung zu leben.

Hinführung zur zweiten Lesung | Eph 3,2–3a.5–6

Unterschiedliche Menschen sind in der Kirche vereint,
viele Nationen und Traditionen
einen sich um Jesus Christus.
Der Epheserbrief ermuntert
bei aller Unterschiedlichkeit
die Einheit im Kern des Glaubens
zu sehen und zu suchen,
weil wir alle Erben Gottes
und Miterben Christi sind.

Lesehinweis

Ephesserbrief: erstes E betont

Meditation

„Und das Wort ist Fleisch geworden
und hat unter uns gewohnt.“
Jesus Christus
hat mit seiner Liebe

Jesaja ruft: „Auf, werde Licht,
denn es kommt dein Licht,
und die Herrlichkeit des Herrn
geht leuchtend auf über dir.“ (Jes 60,1)

Wie ein Licht in der Dunkelheit
der Mühe und Sorge in der Welt
ist er als Licht erschienen,
denen, die auf ihn blickten.

Ein Stern war es,
der den Weisen aus dem Osten
Orientierung war
auf der Suche nach Gott.

Ein Stern am Himmel,
der nur in der Nacht zu sehen ist,
dessen Licht das Dunkel durchbricht,
der in tiefster Dunkelheit leuchtet.

Ein Stern am Himmel,
unendlich weit entfernt
von mir und meinem Leben,
kann er mir doch Orientierung sein.

Beim Blick zum Stern, wage ich aufzublicken
und meinen Horizont zu erweitern,
dass ich hinter der Dunkelheit
Gottes Licht erkennen kann.

Reinhard Röhrner

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20 Lj A Weihnachten – Epiphanie – Hinführung und Meditation

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