Impulse zur Jahresschlussmesse | C

Hl. Pp. Silvester | Lektionar IV, 76: 1 Joh 2,18–21 | Joh 1,1–18

Alljährlich markiert die Jahreswende für viele Menschen eine Zeit des Nachdenkens. Die Gedanken schweifen noch einmal zurück auf das zu Ende gehende Jahr, und gleichzeitig blickt man voraus in das neue Jahr. Ein ereignisreiches Jahr 2021 liegt hinter uns, was wird das neue Jahr wohl alles bringen? Ins Unbekannte geht der Weg.
Der heilige Papst Silvester, dessen wir heute gedenken, leitete die Kirche im vierten Jahrhundert einundzwanzig Jahre hindurch, in denen es dramatische, große Veränderungen gab und die Kirche unter Kaiser Konstantin in ein neues Zeitalter aufbrach. Gott ist mit uns am Anfang und am Ende. Mit ihm gehen wir in dieses neue Jahr 2022.

Kyrie

Herr, Jesus Christus, du bist Alpha und Omega. Kyrie eleison.
Du begleitest Anfang und Ende. Christe eleison.
Du bist in der Zeit gekommen um sie zu deiner zu machen. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | nach MB

Herr, unser Gott, das Jahr 2021 legen wir in deine Hand zurück.
Wir haben viel Liebe empfangen und manchen Streit ausgefochten,
wir haben Porzellan zerschlagen und große Ideen entwickelt.
Dir danken wir für Phantasie, Lebensmut und Vertrauen.
Wir danken dir auch für die Menschen,
die uns ertragen haben, die mit uns feierten
und manchmal auch einfach nur da waren.
Begleite uns mit deiner Barmherzigkeit in das neue Jahr.
Lass uns alle Herausforderungen menschlich bestehen
und hilf uns, miteinander gut zu leben.
Um einen klaren Kopf bitten wir dich,
um weite Herzen und um einen großen Glauben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN

Fürbitten

In dieser Nacht wechselt das Jahr. Jetzt kommen wir mit Rück- und Ausblick zu dir, der jede Zeit zu seiner Zeit macht:

  • Herr, wir blättern noch einmal in unseren Kalendern.
    Wir sehen Menschen vor uns, wir finden die Anlässe wieder
    und Gefühle werden lebendig.
    Dir empfehlen wir die Menschen, denen wir begegneten.
  • Herr, jeder Tag hatte seine Schlagzeilen, seine Bilder.
    Wir denken an die Ukraine, an Afghanistan,
    an die oft gewaltsamen Proteste und sehen die Polizisten.
    Wir sehen Hass, Grenzen und Hilflosigkeit.
    Dir empfehlen wir die Menschen, die in den Schlagzeilen untergehen.
  • Wir schauen nach vorne. Ein unberührtes Jahr liegt vor uns.
    Herr, es stehen schon so manche Termine in unseren Kalendern.
    Wir träumen von guten Begegnungen,
    von schönen freien Zeiten
    und dass wir alle Arbeit meistern.
    Dir empfehlen wir die Menschen, mit denen wir unsere Wege teilen.
  • Herr, in Parlamenten, Gerichtssälen und Redaktionen
    werden im neuen Jahr Entscheidungen getroffen
    über Menschen und Schicksale.
    Es gibt Grauzonen und Ermessensspielräume.
    Dir empfehlen wir die Menschen, die nach der Wahrheit fragen.

Heute ist der siebte Tag der Weihnachtsoktav. Du krönst das Jahr mit deinem Segen. In dir ist das Leben, und das Leben ist das Licht der Menschen.
Dir danken wir. AMEN

Schlussgebet | MB

Gott, unser Vater,
du hast uns mit dem Brot des Himmels gestärkt.
Bleibe auch im neuen Jahr bei uns mit deiner Gnade.
Leite uns, damit wir dich in allen Dingen finden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | 1 Joh 2,18–21

Der erste Johannesbrief
trägt die Züge der Naherwartung
der Wiederkunft Christi.
Die Unterscheidung von Licht und Dunkel
zeigt sich in dieser Welt
in der tätigen Liebe.
Wer liebt, ist im Licht.

Hinführung zur zweiten Lesung |

Nur eine Lesung.

Lesehinweis

Meditation

Noch einmal
blicke ich zurück
auf dieses Jahr 2021
mit all den Herausforderungen,
allem Scheitern und aller Freude.

Manches verklärt sich
mit dem zeitlichen Abstand,
manche übergroße Sorge
löst sich wie wunderbar,
mancher Schmerz bleibt.

Im Licht des Rückblicks
sehe ich Vieles mit Dankbarkeit
und nehme es mit
auf dem unbekannten Weg
in das neue Jahr 2022.

Ich gehe mit Zuversicht hinein,
die mir der Glaube schenkt,
mit der Kraft aus dem Gebet
und mit meinem Gott,
der größer ist als alle Sorge.

Reinhard Röhrner

Meditation | Alternative

Um an Gott zu glauben,
brauche ich nicht selber Gott zu sein,
mich zum Gott machen
oder so tun als wäre ich wie Gott.

Ich muss nicht der Größte und Stärkste,
der Gesündeste und Schönste,
Reichste und Mächtigste
oder der Erfolgreichste sein.

Weil ich an Gott glaube,
darf ich sein wie ich bin
und darauf vertrauen,
dass einer mit mir geht, der mehr ist als ich.

Im Glauben kann ich mich annehmen
mit Fehlern und Schwächen,
mit Erfolg und Gewinn,
weil ich ganz sein darf
vor ihm.

Reinhard Röhrner

Weitere Impulse
21 C Weihnachten – Jahresschluss
21 C Weihnachten – Jahresschluss – Hinführung und Meditation


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