Impulse zum 18. Sonntag Jahreskreis | Deus in adiutorium | B

Deus in adiutorium | Lektionar II/B,320: Ex 16,2–4.12–15 | Eph 4,17.20–24 | Joh 6,24–35

Die Berichte über die Flutkatastrophe hat viele auch bei uns aufgerüttelt. Alte Ängste und Sorgen freigelegt und viel Engagement und Hilfsbereitschaft bewirkt. Immer wieder konnte man auch Menschen, die alles verloren haben, dankbar für die Unterstützung sehen.
Mit dem eigenen Haus, der Wohnung ist vielen der tiefste Rückzugsort genommen worden. Die materiellen Dinge liegen in Schlamm und Geröll, da wendet sich die Sehnsucht des Menschen noch stärker auf die inneren Erfahrungen von denen auch Jesus heute im Evangelium in der Brotrede nach der Brotvermehrung spricht. Gottes Wirken will den Menschen vom Innersten her verwandeln und aufrichten.

So preisen wir Jesus Christus, unseren Herrn, den Kyrios:

Kyrie

Herr Jesus Christus,
du bist das Brot des Lebens.
Du verschenkst dich an uns im Wort und Sakrament.
Du gibst und erfüllst unser Leben.

Gloria | Tagesgebet | MB 228

Gott, unser Vater,
steh deinen Dienern bei
und erweise allen, die zu dir rufen, Tag für Tag deine Liebe.
Du bist unser Schöpfer und der Lenker unseres Lebens.
Erneuere deine Gnade in uns,
damit wir dir gefallen,
und erhalte, was du erneuert hast.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Lasst uns zu unserem Herrn Jesus Christus beten, der das Brot des Lebens für die Welt ist: Christus, du Lebensbrot:

  • Unsicherheit und Angst schließen Menschen
    vom aktiven Leben in der Gesellschaft aus.
    Stärke die Menschen,
    im Blick auf dich Unsicherheit und Angst zu überwinden.
  • Naturkatastrophen, Hunger und Armut
    bedrohen die Lebensgrundlage vieler Menschen.
    Hilf den Regierenden, sich für eine Verteilung der Güter einzusetzen.
  • Gesättigte Menschen haben oft geistigen Hunger.
    Lass sie das Ziel ihrer Sehnsucht erkennen
    und Stillung durch dich erfahren.
  • Krankheit und Behinderung schränken das Leben vieler Menschen ein. Zeige ihnen Wege,
    wie sie trotz der Einschränkungen erfüllt leben können.
  • In diesen Urlaubswochen begegnen sich Menschen.
    Lass sie sich gegenseitig Wertschätzung geben
    und erfahren, dass sie einander Brot für das Leben sein können.

Wir danken dir, dass du auch für uns Brot sein willst, das uns zur Fülle unseres Lebens führt, heute und alle Tage und in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet | MB

Barmherziger Gott,
in den heiligen Gaben empfangen wir neue Kraft.
Bleibe bei uns in aller Gefahr
und versage uns nie deine Hilfe,
damit wir der ewigen Erlösung würdig werden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Ex 16,2–4.12–15

Die Freude über die neue Freiheit
wandelt sich schnell in existentielle Angst.
In der aktuellen Angst erscheint selbst die Sklaverei
wieder in einem guten Licht.
Doch Gott ist treu, er schenkt Leben und Nahrung.
Manna ist Ausdruck neuer Hoffnung.

Hinführung zur zweiten Lesung | Eph 4,17.20–24

Kirche wandelt sich im Laufe der Zeit,
mit dem 2. Vatikanischen Konzil
erlebten viele einen großen Aufbruch.
Was aber zeitlos für die Kirche wichtig ist,
fasst Paulus in seinen Worten über die Kirche zusammen:
Ein Leben, das sich von der Ichbezogenheit
auf Gott und Mitmensch hin orientiert.  

Lesehinweis

Meditation

 „Ich bin das Brot des Lebens;
wer zu mir kommt,
wird nie mehr hungern,
wer an mich glaubt,
wird nie mehr Durst haben.“ Joh 6,35

Wir haben das Brot empfangen,
dich im Wort und Sakrament,
du bist in uns und stärkst uns.

Lass uns erfahren
wie du in uns zur Speise wirst,
wie deine Zusage
und das Sakrament des Altares
in uns ihre Kraft entfalten. Wenn wir hinausgehen,
in unseren Alltag,
in die Wege unserer Beziehungen,
begleite uns,
sei in uns als unser Brot,
dass wir deine Botschaft
durch unser Handeln
und unser ganzes Leben
glaubhaft bezeugen können

Reinhard Röhrner

Meditation | Alternative

Satt sein ist mehr
als keinen Hunger mehr haben.
Satt sein ist mehr
als Befriedigung der Bedürfnisse.

Das lebendige Brot,
in dem sich Jesus schenkt
sättigt den ganzen Menschen
mit Leib und Seele.

Wenn Gott im Leben
spürbar und erfahrbar wird,
kann Sehnsucht gestillt werden
und Leben erwachen.

Wer ihn im Glauben empfängt,
darf sich gestärkt erfahren
von Gott selbst,
der ihn leben und erleben lässt.

So kann der Glaubende
Gott wieder aufs Neue
in die Welt tragen
und der Welt seine Zuversicht schenken.

Reinhard Röhrner

Weitere Impulse
Meditation
21 B Jahreskreis – Sonntag 18 – Deus in adiutorium
21 B Jahreskreis – Sonntag 18 – Hinführung und Meditation

%d Bloggern gefällt das: