Impulse zum 19. Sonntag im Jahreskreis | Respice Domine | C

Respice Domine | Lektionar III/C, 333: Weish 18,6–9 | Hebr 11,1–2.8–19 oder 11,1–2.8–12 | Lk 12,32–48

„Glaube ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht.“ (Hebr 11,1) – Ein starker Satz, eine Herausforderung auch für uns.

Sieht unser Glaube so aus oder ist er viel eher etwas verborgener oder von der Meinung in der Welt getrieben. Der Hebräerbrief macht Mut, den eigenen Glauben nicht als etwas Ungewisses zu betrachten, sondern vielmehr als eine Chance ihn als Fundament für das eigene Leben zu verwenden. Aus Glauben heraus seine Welt zu gestalten.
Preisen wir unseren Herrn, den Kyrios:

Kyrie

Herr, Jesus Christus,
du schenkst uns Glauben. Kyrie eleison.
Du stärkst unser Vertrauen. Christe eleison.
Du gründest unsere Liebe. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 229

Allmächtiger Gott,
wir dürfen dich Vater nennen,
denn du hast uns an Kindes statt angenommen
und uns den Geist deines Sohnes gesandt.
Gib, dass wir in diesem Geist wachsen
und einst das verheißene Erbe empfangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN

Fürbitten

Aus dem Glauben an Gott gestalten wir unser Leben und unseren Alltag und rufen in den Nöten der Zeit zu Gott:

  • Vielen Menschen fehlt das Nötigste zum Leben.
    Hilf allen Verantwortlichen sich für eine gerechte Verteilung
    der Güter dieser Welt einzusetzen.
  • Viele Menschen leiden an Streit und Auseinandersetzungen,
    unter Terror und Krieg.
    Schenke ihnen Wege und Möglichkeiten
    äußeren und inneren Frieden zu finden.
  • Viele Menschen fühlen sich alleingelassen oder hilflos.
    Zeige ihnen Menschen die sie begleiten und ihnen helfen.
  • Viele Menschen leben in den Kriegs- und Krisengebieten dieser Erde. Öffne ihnen und den Verantwortlichen
    Wege zu Frieden und Versöhnung.
  • Viele Menschen haben ihren Dienst
    in die Verkündigung deines Reiches gestellt.
    Stärke sie deine Botschaft lebendig zu verkünden.
  • Menschen sind uns in die Ewigkeit voraus gegangen.
    Lass sie in deiner Pracht leben.

Mit unseren persönlichen Bitten, die wir auf dem Herzen tragen preisen wir Dich alle Tage bis in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet | MB

Barmherziger Gott,
wir haben
den Leib und das Blut deines Sohnes empfangen.
Das heilige Sakrament bringe uns Heil,
es erhalte uns in der Wahrheit
und sei unser Licht in der Finsternis.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Koh 1,2; 2,21–23

Weish 18,6–9

Der Mensch strebt nach Freiheit.
Die Exoduserfahrung,
die Erfahrung der Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten
gehört zur Identität des Volkes Israel.
Der Verfasser des Weisheitsbuch
aus der Spätzeit des Alten Testaments
blickt auf das erste Pascha zurück
um die Erfahrung
von Gottes Nähe und Begleitung
im Hörer des Wortes zu vertiefen.

Hinführung zur zweiten Lesung |

Hinführung zur zweiten Lesung | Weish 18,6–9

Der Mensch strebt nach Freiheit.
Die Exoduserfahrung,
die Erfahrung der Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten
gehört zur Identität des Volkes Israel.
Der Verfasser des Weisheitsbuch
aus der Spätzeit des Alten Testaments
blickt auf das erste Pascha zurück
um die Erfahrung
von Gottes Nähe und Begleitung
im Hörer des Wortes zu vertiefen.

Hinführung zur zweiten Lesung | Hebr 11,1–2.8–19 oder11,1–2.8–12

Glauben und Wissen,
zwei wichtige Begriffe für den Hebräerbrief.
Wissen wird zur Weisheit,
wo es nicht nur um Fakten geht,
sondern Zusammenhänge verstanden werden.
Der Weg des Glaubens
ist nicht frei von Schwierigkeiten,
von Scheitern und Rückschlägen.
Er zeigt seine Kraft aber im Vertrauen auf Gott
und findet darin immer neue Quellen der Kraft.

Lesehinweis

Meditation

Wir warten nicht gern,
lieber bekommen wir alles
gleich und sofort.

Wartezeit gilt
für uns und die Gesellschaft
als verlorene Zeit.

Der Wartende gilt als einer,
der sein Leben noch nicht
bis ins letzte Detail geplant hat.

Warten schenkt Zeit,
lässt mich zur Ruhe kommen
und bei mir ankommen.

Im Warten erlebe ich mich
wie ich bei mir sein kann
und mich erspüre.

Durch das Warten lerne ich
den Herrn in meinem Leben zu erwarten,
ja sein Kommen in die Welt zu erspüren.

Reinhard Röhrner

Meditation | Alternative

Wir warten auf den Herrn,
warten auf den,
der unerwartet kommen wird.

Keiner kennt die Stunde
in der er selbst oder die Welt
vor ihn treten wird.

Als Wartende
sind wir offen für ihn
und seine Begegnung.

Der Wartende weiß,
dass die Zeit des Wartens
ein Ende findet in der Erfüllung.

Der Augenblick wird kommen,
an dem Er kommt,
wenn er die Zeit des Wartens überwindet
und ganz da sein wird.

Reinhard Röhrner

Weitere Impulse
C Jahreskreis – Sonntag 19 – Respice Domine
22 C Jahreskreis – Sonntag 19 – Hinführung und Meditation

%d Bloggern gefällt das: