Impulse zum zweiten Advent | A

Zweiter Advent | Advent| Lesejahr A
Lektionar I/A, 10: Jes 11,1–10 | Röm 15,4–9 | Mt 3,1–12

Sind sie schon in richtiger adventlicher Stimmung oder eher erschlagen von all den Möglichkeiten die staade Zeit zu begehen und schließlich kommt das Ganze immer viel zu schnell und noch vieles ist noch zu erledigen?

Die heutige Lesung weiß darum. Wir werden Jesaja hören wie er den Menschen mit dem Bild des Baumstumpf Isais Mut macht. Auch wenn nur noch ein Stumpf übrig ist, auch wenn sich das Volk niedergeschlagen erfährt, lohnt sich das Vertrauen auf diesen Gott, der einen jungen Trieb hervorkommen lässt.

Das Friedensreich des Messias bricht an, wo aus dem Stümpfen unseres Lebens ein neuer junger Trieb wächst, in der Niedergeschlagenheit und Ohnmacht Kraft und Zuversicht wachsen.
So rufen wir zu unserem Herrn, dem Kyrios:

Kyrie | oder Gl 158 Tau aus Himmelshöhn

Herr Jesus Christus,
Du Reis aus Isais Wurzel. Kyrie eleison.
Du junger Trieb, der Kraft und Hoffnung schenkt. Christe eleison.
Du erleuchtest die Dunkelheit der Welt. Kyrie eleison.

KEIN Gloria | Tagesgebet | MB 1

Allmächtiger und barmherziger Gott,
deine Weisheit allein zeigt uns den rechten Weg.
Lass nicht zu,
dass irdische Aufgaben und Sorgen uns hindern,
deinem Sohn entgegenzugehen.
Führe uns durch dein Wort und deine Gnade
zur Gemeinschaft mit ihm,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Nehmt einander an, wie Christus sich unser angenommen hat, zur Ehre Gottes, sagt der Apostel Paulus. So wollen wir füreinander beten:

  • Für die heilige Kirche und alle Christgläubigen,
    dass Glaube, Liebe und Hoffnung
    in diesen Tagen des Advents wachsen.
  • Um den Frieden in der Welt,
    zwischen den Kulturen und Religionen,
    aber auch in den Familien und in uns selbst.
  • Um Gerechtigkeit unter den Menschen,
    um Arbeit für die Arbeitsuchenden
    und Wertschätzung auch für die, die keine Arbeit haben.
  • Um die Bewahrung der Schöpfung
    und um Bereitschaft zur Umkehr und Neuorientierung,
    wo sich unsere Gewohnheiten gegen sie richten.
  • Um Gesundung für die Kranken,
    Trost für alle Trauernden
    und das ewige Leben für alle unsere Verstorbenen.

Gott, du bist gut. Dir danken wir heute und alle Tage bis in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet

Herr, unser Gott,
im heiligen Mahl
hast du uns mit deinem Geist erfüllt.
Lehre uns durch die Teilnahme an diesem Geheimnis,
die Welt im Licht deiner Weisheit zu sehen
und das Unvergängliche mehr zu lieben
als das Vergängliche.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Jes 11,1–10

Leidvolle Erfahrungen im Alltag
lassen die Hoffnung auf eine Heilgestalt wachsen.
Das Volk Israel nach dem babylonischen Exil
sehnt sich deshalb nach einem Messias.Der Baumstumpf erinnert an das Paradies
und weist für Christen voraus auf das Kreuz.
Gleichzeitig sind Bäume immer wieder
Bilder für Gottes Größe und Stärke.
Jesaja macht Mut darauf zu vertrauen,
dass sich Gott zeigen wird
und die Kraft hat alle zu erlösen.

Hinführung zur zweiten Lesung | Röm 15,4–9

Wie oft erleben wir im Alltag,
dass Menschen nur auf sich selbst schauen
und alles nur für ihren eigenen Vorteil tun.
Im Geiste Jesus Christi
ruft uns der Apostel Paulus am Ende des Römerbriefes auf
Einheit und Gemeinschaft zu leben,
die Starken sollen Rücksicht auf die Schwachen nehmen,
Judenchristen und Heidenchristen
aus der gemeinsamen Wurzel erfüllt leben.

Lesehinweis

… 

Meditation

Aus dem Baumstumpf
wächst ein junger Trieb hervor.
Der totgeglaubte bringt von Neuem
Frucht hervor.

Abgeschlagen und niedergeschlagen
erlebe auch ich mich immer wieder
kraft- und mutlos
in meinen Alltag gehend.

Da träume ich davon,
dass ich ernst- und angenommen werde
und aus dem Baumstumpf meines Lebens
ein neuer Trieb wächst.

Ein Trieb, der mir von Neuem
Kraft und Zuversicht schenkt,
das aus dem Vertrauen
in Gottes Nähe gestärkt wird.

Adventlich leben heißt bereit sein,
aus dem eigenen Stumpf,
Neues wachsen zu lassen,
schon dringt der Trieb ans Licht.

Reinhard Röhrner

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19 Lj A Advent – Sonntag 2 – Hinführung und Meditation