Impulse zum Pfingstsonntag | A

Lektionar I/A, 215: Apg 2,1–11 | 1 Kor 12,3b–7.12–13 oder Gal 5,16–25 | Joh 20,19–23

Pfingsten feiern wir heute, den fünfzigsten Ostertag, an dem sich das Osterfest vollendet in der Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Jünger. Es ist eben dieser Geist Gottes, der von Anfang an über der Schöpfung schwebte, der in den alten Zeiten die Propheten und Seher erweckte; es ist der Geist, der auf Jesus selbst herabkam und ihn salbte und befähigte, die frohe Botschaft vom Reich Gottes mit Hand und Mund zu verkünden. Dieser Geist ist auch uns geschenkt – nicht als Erinnerung an Jesus, son-dern als Gabe und Aufgabe, in seinen
Spuren zu gehen und Zeugnis zu geben für Gottes Reich, ja um mit ganzem Herzen zu lieben. So preisen wir unseren Herrn und Kyrios:

Kyrie | mit GL

Herr Jesus Christus,
du sendest uns den Heiligen Geist. Kyrie eleison.
Der Geist geht vom Vater und von dir aus. Christe eleison.
Im Geist einigst Du die Kirche. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 191

Allmächtiger, ewiger Gott,
durch das Geheimnis des heutigen Tages
heiligst du deine Kirche
in allen Völkern und Nationen.
Erfülle die ganze Welt
mit den Gaben des Heiligen Geistes,
und was deine Liebe
am Anfang der Kirche gewirkt hat,
das wirke sie auch heute
in den Herzen aller, die an dich glauben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN

Fürbitten

Gott unser Vater, durch deinen Sohn Jesus Christus, lässt du uns deine Der Heilige Geist, der vom Vater und vom Sohn ausgeht, stärkt die Kirche mit Kraft und Vertrauen. So bitten wir:

  • Herr, unser Gott, sende deinen Geist allen Getauften, dass sie sich aufmachen zu den Menschen und die richtigen Worte finden, dein Evangelium als befreiende Botschaft zu verkünden.
  • Sende deinen Geist unserem Papst Franziskus, den Bischöfen und allen, die Verantwortung tragen, damit sie kluge Entscheidungen für die Zukunft der Kirche treffen.
  • Sende deinen Geist allen Menschen guten Willens für ein Miteinander, damit die Mauern des Hasses und des Stolzes zwischen den Völkern und Religionen fallen.
  • Sende deinen Geist allen Ängstlichen und Verzagten, damit sie Mut und Hoffnung schöpfen und zur Antwort auf deine Liebe fähig werden.
  • Sende deinen Geist unserer Gemeinde, damit wir einen langen Atem bewahren auf dem Weg zur Einheit im Glauben und in der Liebe.
  • Nimm dich unserer Verstorbenen an und schenke ihnen das österliche Leben in Fülle.

Gott, unser Vater, dein ist die Macht und die Kraft und die Herrlichkeit durch deinen Sohn im Heiligen Geist in alle Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet | MB

Herr, unser Gott,
du hast deine Kirche
mit himmlischen Gaben beschenkt.
Erhalte ihr deine Gnade,
damit die Kraft aus der Höhe, der Heilige Geist,
in ihr weiterwirkt
und die geistliche Speise sie nährt
bis zur Vollendung.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Apg 2,1–11

Die Juden feierten das Sieben-Wochen-Fest, Schawuot.
Sie erinnerten sich dabei an den Bund Gottes
mit den Menschen am Sinai.
Mit dem Heiligen Geist,
der die Jünger erfüllt und ihnen Mut und Kraft schenkt,
wird Gottes Bund auf neue Weise vertieft.
Wo Gottes Geist den Menschen erfüllt
und er aus diesem Geist handelt,
ist das Gesetz der Zehn Gebote nicht mehr wichtig,
weil es die Jünger verinnerlicht haben.

Hinführung zur zweiten Lesung | Gal 5,16–25

Es klingt paradox und ist doch tiefe Wahrheit,
wenn ich meine Selbstsucht überwinde,
kann ich erfüllt und frei leben.
Paulus schreibt in seinem Brief an die Christen in Galatien,
dass die Unterscheidung der Geister offen legt,
was zum vollen Leben führt
und was zu begrenztem Leben oder zum Tod führt.
Sie ermuntert aus dem Geist Gottes zu leben.

Meditation

Den Wind kann man nicht sehen,
nur spüren und fühlen,
mit der Haut und den Ohren
wahrnehmen.

Den Geist kann man nicht sehen,
nur spüren und fühlen,
mit dem Herz und dem Sinn
erfahren.

So öffne ich Herz und Sinn,
dass ich die Geister unterscheiden lerne,
die zum Leben führen und nicht in die Enge,
die nur schön erscheinen, aber nicht erfüllen,
die alles bieten, aber nichts einlösen.

Ich öffne mich
für Gottes Geist,
dass er mich erfüllt
und mir meinen Weg ins Leben weist.

⇒ Reinhard Röhrner

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