Impulse zum 21. Sonntag im Jahreskreis | A

21. Sonntag im Jahreskreis | Jahreskreis A | Lesejahr A
Inclina Domine
Lektionar I/A, 313: Jes 22,19–23 | Röm 11,33–36 | Mt 16,13–20

Die Kirche Jesu Christi muss offen sein. In den Tagen des Lockdown, haben wir schmerzlich erlebt, wie es ist, wenn die Kirche geschlossen ist und das kirchliche Leben darniederliegt. Offenheit gilt für die sichtbaren Gebäude wie für die Gemeinschaft der Glaubenden. Eine Kirche, die nicht einlädt und ermutigt sich auf den Weg des Glaubens zu machen, hat sich weit von Jesus und seiner Botschaft entfernt.
Heute hören wir das Christusbekenntnis des Apostels Petrus. Er bekennt, dass ihm in Jesus der Sohn Gottes begegnet. Ein Bekenntnis, das er nach Jesu Wort von Gott dem Vater hat und ein Bekenntnis, das nicht nur für ihn bedeutend ist, sondern von der Gemeinschaft der Glaubenden lebt. So kann der Glaube zu einem Schlüssel zum Leben werden.

Preisen wir unseren Herrn, den Kyrios für sein Erbarmen

Kyrie

Herr Jesus Christus,
Du bist wahrhaft Gottes Sohn. Kyrie eleison.
Du rufst Menschen dir zu folgen. Christe eleison
Du machst uns Mut als Gemeinschaft im Glauben zu leben. Kyrie eleison

Gloria | Tagesgebet | MB 232

Gott, unser Herr,
du verbindest alle, die an dich glauben,
zum gemeinsamen Streben.
Gib, dass wir lieben, was du befiehlst,
und ersehnen, was du uns verheißen hast,
damit in der Unbeständigkeit dieses Lebens
unsere Herzen dort verankert seien, wo die wahren Freuden sind.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN

Fürbitten

Wir glauben und bekennen, dass Jesus der Christus ist, der Sohn des lebendigen Gottes. Deshalb haben wir Mut zu ihm mit unseren Sorgen und Nöten zu kommen und zu rufen:

  • Gewalt, Krieg und Terror zerstört Leben und Perspektiven.
    Stärke alle Menschen,
    die sich für Frieden und Versöhnung einsetzen.
    Christus, höre uns. | ALLE: Christus, erhöre uns
  • In diesen Wochen suchen viele Menschen Erholung.
    Schenke ihnen erholsame Zeiten und lass sie neue Kraft finden.
  • Im Großen wie im Kleinen versuchen Menschen
    Macht gegenüber anderen auszuspielen.
    Lass sie erkennen, dass Macht nicht wirklich befriedigen kann
    und gib denen, die darunter leiden, neue Kraft.
  • Schuld engt das Leben von Menschen ein
    und nimmt die Luft zum freien Atmen.
    Zeige allen, die sich schuldig fühlen,
    Wege zu Versöhnung und Vergebung.
  • Im Tod vollendet sich der Weg zu Gott.
    Nimm unsere Verstorbenen auf in deine Gegenwart.

Wir danken dir, dass du bei uns bist und uns begleitest, beute und bis in Ewigkeit. AMEN

Schlussgebet | MB

Herr, unser Gott,
schenke uns durch dieses Sakrament
die Fülle deines Erbarmens und mache uns heil.
Gewähre uns deine Hilfe,
damit wir so vor dir leben können,
wie es dir gefällt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn

Hinführung zur ersten Lesung | Jes 22,19–23

Bis heute nutzen Mächtige ihre Macht
für eigene Vorteile.
Schon 8. Jahrhundert vor Christus
klagte der Prophet Jesaja
Korruption und Günstlingswirtschaft an
und mahnte vor Gottes Gericht.
Macht bringt immer auch Verantwortung mit sich,
die Gebote Gottes können hier eine wertvolle Hilfe sein,
diese Verantwortung recht zu gebrauchen.

Hinführung zur zweiten Lesung | Röm 11,33–36

An den letzten Sonntagen
haben wir die Gedanken des Apostels Paulus
zum Verhältnis von Juden und Christen gehört.
Vieles bleibt offen und ungeklärt,
so gibt er all seine Fragen und Ungewissheiten
in Gottes Hände
und stimmt in einen Lobpreis Gottes ein.

Lesehinweis

Meditation

Was ist der Schlüssel
zu einem erfüllten Leben,
zu Glück und Freude?

An Christus glauben,
in ihm Gottes Sohn erkennen,
ihm folgen im Leben.

Im Blick auf ihn
die Fragen des Lebens
lösen.

Mit ihm dem Zweifel
im Leben begegnen
aushalten.

Jede Macht,
in ihrer Kleinlichkeit sehen,
ihre Ohnmacht erkennen.

Damit sind die Probleme
noch nicht gelöst
und aus der Welt.

Aber im Vertrauen auf ihn,
rückt der Himmel in meine Welt
und öffnet mich
auf seine Gegenwart hin.

Reinhard Röhrner

oder Alternative

Was leichthin über dich geschrieben steht:
Dass du bist die Glut von dem, was lebt,
der Seelenfunken, der den Brand entfacht,
der Atemquell, der uns zu trinken gibt.

Was feurig steht geschrieben, dass du kommst,
rettest, was verloren ist, dies Wort,
dass du ein Herz hast, Augen, dass du hörst,
und sagst: Ich werde da sein – Lichtblick, neuer Bund –

dies große Wort, geschrieben weiß auf schwarz,
treu bei uns, wie hat es uns befreit,
beschämt, berauscht, getröstet und gereizt.
Wie brennen wir zu wissen, wer du bist.

Huub Oosterhuis, Ich steh vor dir. Meditationen

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