Impuls zum 7. Sonntag im Jahreskreis | A

Lektionar I/A, 256: Lev 19,1–2.17–18 | 1 Kor 3,16–23 | Mt 5,38–48

Zahlreiche Bruchstücke der Bibel sind zu geflügelten Worten geworden. Auch Menschen, die sich selbst als kaum religiös bezeichnen, nehmen sie nicht selten in den Mund oder argumentieren mit ihnen.
„Aug‘ um Aug‘, Zahn um Zahn“ ist so ein bekanntes Wort. Es scheint nur fair zu sein, dem anderen in der Weise zu begegnen wie er mit begegnet ist. Doch ganz so einfach ist es nicht. Die Tücke liegt wie soft im Detail.
Sollen wir einer Welt, die sich in oft wirren Ereignissen zeigt, mit derselben Verwirrtheit begegnen? Sollen wir der Spur der Gewalt folgen, wenn andere diesen Weg einschlagen?
In der Freiheit haben wir die Chance unseren eigenen Weg zu gehen und unsere Beziehung zu Gott in die Mitte unseres Handelns zu stellen. So preisen wir Jesus Christus als unseren Herrn und Kyrios:

Kyrie | mit GL

Herr Jesus Christus,
du liebst die Menschen. Kyrie eleison.
Du vergibst die Schuld. Christe eleison.
Du schenkst uns die wahre Freiheit. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 214

Barmherziger Gott,
du hast durch deinen Sohn zu uns gesprochen.
Lass uns immer wieder über dein Wort nachsinnen,
damit wir reden und tun, was dir gefällt.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Herr unser Gott, wir wollen dir auf dem Weg der Heiligkeit folgen. Deshalb rufen wir in den Nöten unserer Zeit zu dir:

  • Wir beten für alle, die physisch oder psychisch Gewalt anwenden.
    Lass sie erkennen,
    dass der Weg des Friedens für alle besser ist.
  • Wir beten für alle, von Rache getrieben sind.
    Öffne ihnen Blick für die Versöhnung und Vergebung,
    damit sie selbst neu leben können.
  • Wir beten für alle, die in Not geraten sind.
    Schenke ihnen Menschen, die sie begleiten
    und ihnen helfen die Not zu überwinden.
  • Wir beten für alle, die verzweifelt sind.
    Gib ihnen gute Begleiter, die ihnen helfen
    einen Weg im Leben zu finden.
  • Wir beten für alle, die trauern.
    Nimm die Verstorbenen auf in deine Liebe
    und tröste alle Trauernden in christlicher Hoffnung.

Auch zu uns sprichst du das Wort der Liebe und der Versöhnung. Hilf uns, dass wir deine Botschaft in unseren Alltag hinein tragen und so unsere Welt in deinem Geist verändern durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Schlussgebet | MB

Getreuer Gott,
du hast uns das heilige Sakrament
als Unterpfand der kommenden Herrlichkeit gegeben.
Schenke uns einst das Heil in seiner ganzen Fülle.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN

Hinführung zur ersten Lesung | Lev 19,1–2.17–18

Das Buch Levitikus ist das dritte Buch
der fünf Bücher Mose oder der jüdischen Tora.
Der Kern dieses Buches
ist das sogenannte Heiligkeitsgesetz.
Weil Gott heilig ist,
sollen die Menschen, die ihm folgen
auch heilig leben.
Diese Heiligkeit zeigt sich zutiefst
in der Liebe zu Gott und zum Nächsten

Hinführung zur zweiten Lesung | 1 Kor 3,16–23

Um eine Meinung zu verstärken,
nennen Menschen eine Quelle
oder berufen sich auf einen bekannten Menschen.
Dagegen ermahnt Paulus
die Christen in Korinth
mehr auf den Geist Jesu Christi zu achten
und wie bedeutsam er in den Worten ist
um so die christliche Gemeinde zu stärken.

Lesehinweis

Levitikus – Betonung auf dem ersten i.

Meditation

Aug‘ um Aug‘,
Zahn um Zahn.
Das klingt fair
und gerecht für alle.

Aber bleibe ich dann nicht
immer noch hängen
an der alten Sache
und der Schuld?

Muss ich nicht
den ersten Schritt tun,
der mich führt
im Geiste Jesu?

Werde ich nicht vor allem dort frei,
wo ich nach vorne schaue
und dem Geist Jesu nachspüre
der in meiner Welt weht?

Sein Wort will ich hören,
seinen Weg der Liebe will ich versuchen,
damit ich ankomme,
wo ich ganz ich selbst sein darf.

⇒ Reinhard Röhrner

Weiterführende Links

Weitere Impulse17 Lj A Jahreskreis – Sonntag 7
Meditation 17 Lj A Jahreskreis – Sonntag 7 – Meditation und Hinführungen

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