Impulse zum zweiten Ostersonntag | C

Zweiter Ostersonntag | Oktavtag| Osterzeit| Lesejahr C
Weißer Sonntag | Lektionar III/C, 191:
Apg 5,12–16 | Offb 1,9–11a.12–13.17–19 | Joh 20,19–31

Wie schwer tun wir uns doch mit Dingen, die wir nicht sehen können. All die Trugbilder täuschend echter Fotomontagen und manipulierten Videosequenzen scheinen das Urvertrauen in die Wahrheit des wahrgenommenen nicht zu erschüttern.

Etwas wahrnehmen und als wahr, echt gelten lassen verlangt eine Entscheidung von mir. Das Risiko der Täuschung schwingt dabei immer mit. Gleichzeitig wissen wir, dass wir die wichtigsten Erfahrungen des Menschseins Liebe und Wertschätzung nicht sehen können und dabei das Risiko der Enttäuschung in Kauf nehmen müssen. Österlich glauben nimmt dieses Risiko ebenso in Kauf, freilich durch das Zeugnis der Erfahrung vieler Generationen bekräftigt, der Herr, der Kyrios, ist auferstanden:

Kyrie | mit Gl 155

Herr Jesus Christus,
du hast das Dunkel des Todes erhellt. Kyrie eleison.
Du öffnest den Weg zum Leben. Christe eleison.
Du schenkst grenzenlose Vergebung. Kyrie eleison.

Tagesgebet | MB 143

Barmherziger Gott
durch die jährliche Osterfeier
erneuerst du den Glauben deines Volkes.
Lass uns immer tiefer erkennen,
wie heilig das Bad der Taufe ist,
das uns gereinigt hat,
wie mächtig dein Geist,
aus dem wir wieder geboren sind,
und wie kostbar das Blut, durch das wir erkauft sind.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Lasst uns gemeinsam zu unserem König Jesus Christus rufen, der auf einem Esel in seine Stadt Jerusalem einzog und auf dem Kreuzesthron die ganz Welt erlöst hat. 

  • Du bist als König auf einem Esel
    in deine Stadt gekommen um zu dienen.
    Steh allen Mächtigen bei,
    dass sie das Wohl der ihnen anvertrauten im Blick haben.
    Christus höre uns. – Christus erhöre uns.
  • Du trägst eine Dornenkrone
    Begleite die Menschen, die Leiden unter Hunger und Vertreibung,
    unter Terror und Krieg.
  • Du hast den Mantel des Spotts getragen.
    Stärke alle, die ausgelacht und verspottet werden,
    die unter Mobbing leiden
    und seelischen und körperlichen Druck aushalten müssen.
  • Du hast den Menschen von Gottes Liebe erzählt.
    Lass alle Menschen, die Angst haben oder verzweifelt sind
    deine Nähe spüren.
  • Du bist freiwillig den Weg bis zum Tod gegangen.
    Nimm die Verstorbenen auf in deine Liebe,
    und tröste die Angehörigen und Freunde.

Wir preisen Dich, Herr Jesus Christus, denn du bist unser wahrer König und Herr. Dein Königtum überdauert die Zeit. Deshalb preisen wir dich in alle Ewigkeit. Amen.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott,
im heiligen Sakrament haben wir
den Leib und das Blut deines Sohnes empfangen.
Lass diese österliche Gabe in uns weiterwirken
und fruchtbar sein.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Apg 5,12–16

Die Rede belehrt, Beispiele reißen mit!
Gute Ratschläge hören ist das eine,
aber ein lebendiges Beispiel zu bekommen
motiviert viel mehr ihm zu folgen.
Heute hören wir von den ersten Christen,
die von Jesu Auferstehung begeistert sind
und andere mit dieser Begeisterung mitreißen,
auch uns heute.

Hinführung zur zweiten Lesung |
Offb 1,9–11a.12–13.17–19

In diesem Jahr werden die zweiten Lesungen der Osterzeit
aus der Offenbarung des Johannes genommen.
Inmitten einer Zeit des Umbruchs
suchen die Gemeinden des Johannes
in Kleinasien nach einem festen Halt.
Seine klare Antwort heißt,
dass nur Gott letzten Halt geben kann, weil er Jesus Christus auferweckt hat

Lesehinweis

Meditation

Irgendwie fasziniert dieser Thomas,
er geht der Sache auf den Grund
oder ist er nur einer der alles in Zweifel zieht,
der den Freunden Jesu die Freude nicht gönnt,
dass sie dem auferstandenen Jesus begegnen durften.

Thomas ist mehr,
er ist ein wachsamer und aufmerksamer Jünger Jesu,
er will sich nicht in die Irre führen lassen,
er möchte seinen Glauben
auf ein sicheres Fundament stellen.

Dabei riskiert er viel,
als einer,
der sich auf diesen unglaublichen Jesus einlässt,
einer der ihm ganz persönlich begegnet.

Thomas ist ein Vorbild,
weil er den Glauben nicht einfach abtut,
weil er offen ist für Gott
weil er sich ganz auf diesen Gott einlässt
und schließlich zum ersten christlichen Beter wird:

Mein Herr und mein Gott.

Reinhard Röhrner
Der Religionsphilosoph Romano Guardini nennt ihn den ersten christlichen Beter, der sein Messiasbekenntnis im Angesicht des Auferstandenen betend ausspricht

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