Impulse zum ersten Fastensonntag | C

Erster Fastensonntag | Invocabit| Fastenzeit| Lesejahr C
Lektionar III/C, 65: Dtn 26,4–10 | Röm 10,8–13 | Lk 4,1–13

Die ersten Tage überleben unsere Fastenvorsätze meistens noch. Die Motivation des Anfangs gibt Mut. Dennoch halten wir oft nicht lange durch. Gerade wenn wir uns sicher sind, kommt eine Versuchung, der wir erliegen oder wir finden eine geschickte Ausrede um unser Gewissen zu beruhigen.

Änderungen sind nicht leicht und brauchen Zeit. Wichtig ist auch, dass wir ihre innere Sinnhaftigkeit erkennen. Das hilft uns auf dem Weg der Veränderung, nicht unser Leben zu verändern, sondern das Ändern zu leben. Aus der inneren Motivation des Aufbruchs in die Freiheit nicht nur den Verzicht zu sehen, sondern die neue Qualität des Lebens zu erahnen. Vierzig Tage fastet Jesus in der Wüste, auch wir sind eingeladen in der Alltagswüste in diesen vierzig Tagen aufzubrechen und unser Ändern zu Leben und Jesus als unseren Herrn, den Kyrios, zu preisen:

Kyrie | oder Gl 154

Herr Jesus Christus,
du hast vierzig Tage gefastet. Kyrie eleison.
Du hast in der Stille Gott gesucht. Christe eleison.
Du machst uns Mut diesen Weg zu gehen. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 83

Allmächtiger Gott,
du schenkst uns die heiligen vierzig Tage
als eine Zeit der Umkehr und der Buße.
Gib uns durch ihre Feier die Gnade,
dass wir in der Erkenntnis Jesu Christi voranschreiten
und die Kraft seiner Erlösungstat
durch ein Leben aus dem Glauben sichtbar machen.
Darum bitten wir durch ihn,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Jesus Christus wurde wie wir versucht und hat den Versuchungen widerstanden. Sein grenzenloses Vertrauen auf Gott, gab ihm Mut und Kraft, so bitten auch wir:

  • Ermutige deine Kirche,
    nicht auf Macht und Besitz zu vertrauen,
    sondern dir auf dem Weg der Armut und Demut zu folgen.
  • Ermutige die Mächtigen dieser Welt,
    in ihrer Politik auch den Armen und Schwachen
    einen Platz einzuräumen.
  • Ermutige die Menschen
    sich für eine gerechte Verteilung der Güter einzusetzen
    und so allen Lebensmöglichkeiten zu schenken.
  • Erbarme dich unserer Schwestern und Brüder
    in Krankheit und Not und stärke sie durch deinen Geist.
  • Erneuere uns als deine Gemeinde
    in dieser Österlichen Bußzeit im Hören auf dein Wort
    und im Vertrauen auf die Kraft deines Geistes.
  • Vollende unsere Verstorbenen in deiner Liebe,
    und führe sie in deine österliche Herrlichkeit.

Herr, unser Gott, aus Liebe zu uns Menschen hast du uns erlöst. Dir sei mit dem Vater und dem Heiligen Geist der Dank und der Lobpreis in alle Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet

Gütiger Gott,
du hast uns das Brot des Himmels gegeben,
damit Glaube, Hoffnung und Liebe in uns wachsen.
Erhalte in uns das Verlangen nach diesem wahren Brot,
das der Welt das Leben gibt,
und stärke uns mit jedem Wort,
das aus deinem Mund hervorgeht.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung |Dtn 26,4–10

Der Weg in die Freiheit
und der Einzug ins Gelobte Land
ist der Grund des historischen Credos Israels,
das inmitten der Erntedankliturgie
am Tempel in Jerusalem
Gottes Wirken und Beistand in Erinnerung ruft.

Der Glaubende ist immer auf dem Weg
hinein in seine Freiheit mit Gott.

Hinführung zur zweiten Lesung | Röm 10,8-13

Für den Apostel Paulus
ist der Glaube an die Auferstehung
eine Kurzformel des Glaubens:
Jesus Christus ist der Herr,
der die Grenze des Todes durchbrochen hat.
Das ist Kern des Glaubens
und öffnet so die Weite,
die uns Gott schenken möchte. So durchbricht der Glaube
alle irdischen Grenzen
hinein in Gottes Freiheit

Lesehinweis

Meditation

Ein steiniger Weg,
der mich zu mir selbst
führen kann.

Ein Weg mit Hinweisen,
die mir helfen ihn zu finden,
obwohl ihn noch niemand gegangen ist.

Meinen Weg gehen
heißt nicht blind Fußstapfen zu folgen,
sondern diesen Weg in Freiheit suchen.

Zur Freiheit
hat mich Gott geschaffen
und mich ermutigt.

Nicht nur das immer neue Lossagen,
sondern das Finden des Sinns
in meinem Innern, in Gott.

So erfahre ich in meinem Leben,
dass dieser Weg oft mühsam ist,
aber immer lohnenswert.

Macht, Ansehen und Selbstüberschätzung
dürfen am Wegesrand liegen bleiben,
damit ich den Weg schaffe

Weitere Impulse
Meditation
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19 Lj C Fastenzeit – Sonntag 1 – invocabit – Hinführung und Meditation

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