Impulse zu Mariae Himmelfahrt – Mariae Aufnahmen in den Himmel

Lektionar II/B, 524: Offb 11,19a; 12,1–6a.10ab; 1 Kor 15,20–27a; Lk 1,39–56

Wo oder was ist der Himmel? – In der Alltagssprache begegnen wir ganz vielen vordergründigen Beschreibungen himmlischer Erfahrungen oder gar Teile des Himmels. Was all diesen gleich ist, dass der Mensch dort, wo er sie erfährt, voller tiefer Freude ist. Ein Ziel, das immer nur teilweise erfahren werden kann. Was muss ich also tun, um in den Himmel zu kommen?

So etwas ähnliches wie beim Schwimmen Lernen. Dort mache ich mich mit dem Wasser vertraut, lerne in einem unsicheren Umfeld mich sicher zu bewegen und schließlich zuversichtlich über oder gar unter dem Wasser dahin gleiten. Und für Gott? Da muss ich die Liebe lernen, die über den Egoismus hinaus reicht, die engen Grenzen meines Ichs um Du Gottes spiegelt. So kann und darf ich ganz bereit sein bei Gott zu leben. Preisen wir  unseren Herrn und Kyrios:

Kyrie [evtl mit GL 128]

Herr Jesus Christus,
Sohn der Jungfrau Maria.
Du bist der Weg zur Erlösung.
In deiner Mutter zeigst du uns den Weg zu dir.

Gloria * Tagesgebet [MB 749]

Allmächtiger, ewiger Gott,
du hast die selige Jungfrau Maria,
die uns Christus geboren hat,
vor aller Sünde bewahrt
und sie mit Leib und Seele
zur Herrlichkeit des Himmels erhoben.
Gib, dass wir auf dieses Zeichen
der Hoffnung und des Trostes schauen
und auf dem Weg bleiben,
der hinführt zu deiner Herrlichkeit.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und liebt in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Großes hat der Herr an den Menschen getan. So rufen wir voll Vertrauen im Gebet zu unserem Herrn:

  • Für alle Menschen, die sich nach der Erlösung sehnen,
    die an Maria Wirklichkeit geworden ist.
  • Für alle Menschen, die nur noch auf diese Welt achten
    und meinen alle Erfüllung hier und jetzt erfahren und erleben zu müssen.
  • Für alle Menschen, die sich für Frieden und Versöhnung
    unter Menschen, Völkern und Religionen einsetzen.
  • Für alle Menschen, die in diesen Tagen und Wochen
    unterwegs sind und Erholung suchen,
    um eine gute und erfüllte Heimkehr.
  • Für alle Menschen, die uns im Tod voraus gingen,
    und alle Trauernden, die in der Hoffnung auf die endgültige Erlösung
    in der Welt leben und Zeugnis von dir ablegen.

Herr Jesus Christus, du hast Maria aufgenommen in den Himmel. Durch dich und auf die Fürsprache Mariens bringen danken wir dir für die Hoffnung, die du uns schenkst sowie Gott, dem Vater, und dem Heiligen Geist mit denen du lebst und liebst in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet

Barmherziger Gott,
wir haben das heilbringende Sakrament empfangen.
Lass uns auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria,
die du in den Himmel aufgenommen hast,
zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung: Offb 11,19a; 12,1–6a.10ab

Was sich nicht mit weltlichen Erfahrungen erklären lässt,
brauch Symbole und Bilder.
Der Seher Johannes ermutigt
die bedrängten Gemeinden im damaligen Kleinasien.
Das Urbild  des neuen Lebens, die schwangere Frau,
ein Symbol des Gottesvolkes,
wird vom Bösen bedroht.
Das Böse vermag viel,
es kann erschreckend mächtig sein,
aber es kann das Gottesvolk nicht überwinden.

 

Hinführung zur zweiten Lesung: 1 Kor 15,20-27

Ostern mitten im Sommer?
Das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel,
ist so etwas Ähnliches.
Weil Jesus Christus den Tod in seiner Auferstehung überwand,
schenkt er auch uns die Hoffnung
auf ein Leben nach dem Tod.
Paulus verweist dabei auf seine
unerwartete Begegnung mit dem auferstandenen Christus,
die seinem Leben eine neue Richtung gab.

 

Meditation

Nicht nur sauber, sondern rein!
Porentief rein!
Strahlend weiß!
Aller äußerer Schmutz muss weg.

Aber wie sieht es innen aus?
Wie sieht es
unter der weißen Weste aus?
Wie in den Herzen der Menschen?

Jesu Reinheit kommt von innen,
aus dem Herzen des Menschen,
sie braucht keine Angst zu haben
vor äußerem Schmutz.

Diese Reinheit strahlt aus,
hinaus in die Welt,
auf die Menschen um mich herum,
in den Alltag des Lebens.

Im Einlassen auf Gott,
im Vertrauen auf ihn,
werde ich von Grund auf rein,
kann ich Jesu Befreiende Botschaft künden
von Herz zu Herz.

ð Reinhard Röhrner

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