Impulse zum Hochfest Fronleichnam | A

Lesejahr A | Feste des Herrn und der Heiligen im Lj A | Herrenfeste und Heilige
Lektionar I/A, 226: : Dtn 8,2–3.14b–16a | 1 Kor 10,16–17 |  Joh 6,51–58

Ein altes Fest und zugleich ein hochmodernes Fest feiern wir heute. Ein Fest des Schauens. Unsere Kultur ist wie das zwölfte und dreizehnte Jahr-hundert vom Schauen geprägt. Die gotischen Kathedralen und Kirchen sind beredte Zeugen dieser Zeit. Sie versuchen im Streben nach oben und in den ‚lichten Höhen‘ der Kirchenbauten das Geheimnis der Gegenwart Gottes unter den Menschen darzustellen.
Diese Gegenwart feiern wir auch in der Eucharistie. Gott selbst gibt uns den Leib und das Blut Christi als lebenspendende Speise, die uns durch die Durststrecken dieser Welt zur ewigen Erlösung führen will. Nicht im ver-borgenen ist Gott da, er ist spürbar und erfahrbar in Wort und Sakrament, ihn tragen wir nach der Messfeier hinaus auf die Straßen und feiern die Gegenwart Gottes im Alltag.

Kyrie | mit GL 156

Herr Jesus Christus,
unser Licht, Kraft und Zuversicht.
Weg, der zum Vater führt, Wahrheit, die niemals irrt.
Brot, das uns ernährt, Heil, das ewig währt.

Gloria | Tagesgebet | MB 255

Herr Jesus Christus
im wunderbaren Sakrament des Altares
hast du uns das Gedächtnis deines Leidens
und deiner Auferstehung hinterlassen.
Gib uns die Gnade, die heiligen Geheimnisse
deines Leibes und Blutes so zu verehren,
dass uns die Frucht der Erlösung zuteil wird.
Der du in der Einheit des Heiligen Geistes
mit Gott dem Vater lebst und wirkst in alle Ewigkeit. AMEN

Fürbitten

Jesus hat uns eingeladen zum Mahl der Gemeinschaft. Er selber ist das Brot des Lebens und der Wein der Freude. Als Gäste an seinem Tisch bitten wir:

  • Für alle, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit:
    Herr, hilf ihnen zu einem menschenwürdigen Leben
    und zum Anteil an den Gütern der Erde.
  • Für alle, die hungern und dürsten nach Frieden:
    Zeige den Politikern Wege zu Verständigung
    und friedlichem Miteinander der Völker.
  • Für alle, die hungern und dürsten nach Gemeinschaft im Glauben:
    Hilf das Trennende zwischen den Konfessionen überwinden
    und führe sie zusammen an deinen Tisch.
  • Für alle, die sich um eine würdige Gestaltung
    des Gottesdienstes mühen:
    Lohne ihren Dienst an deinem Tisch des Wortes und des Brotes.
  • Für unsere Verstorbenen:
    Stille ihren Hunger und Durst beim Gastmahl des ewigen Lebens
    und stärke alle Trauernden mit deiner Gegenwart.

Herr Jesus Christus, in deinem Mahl lässt du uns teilhaben an deinem Tod und an deiner Auferstehung. Dafür danken wir dir und loben dich in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet | MB

Herr Jesus Christus,
der Empfang deines Leibes und Blutes
ist für uns ein Vorgeschmack der kommenden Herrlichkeit.
Sättige uns im ewigen Leben
durch den vollen Genuss deiner Gottheit.
Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Dtn 8,2–3.14b–16a

In der Krise fühlen wir uns schnell
von Gott und Welt verlassen,
wie die Israeliten auf dem langen Weg in die Freiheit.
In der Rückschau erkennen sie.
Gott unterweist sein Volk
und weist ihm damit den Weg zum Leben.
Er gibt ihm das Manna und macht ihm so deutlich,
dass es nicht durch sein „selbstgebackenes“ Brot überlebt,
sondern durch das Brot des Wortes Gottes.
Das gilt gerade auch für das Leben des Volkes im Wohlstand.

Hinführung zur zweiten Lesung | 1 Kor 10,16–17

Oft wird mit vielen Worten nichts gesagt,
Paulus konzentriert die Glaubenserfahrung
auf einige wenige Worte:
Der eine Kelch
und das eine Brot
sind Symbol der Verbundenheit und Einheit
der Gemeinde als Leib Christi sind.

Meditation

Brot und Wein,
es schmeckt nach Brot und Wein,
es riecht nach Brot und Wein
und sieht auch so aus.

Zeichen der Nähe,
Zeichen der Liebe,
hinter der sinnlichen Welt,
mehr als äußerlich wahrnehmbar.

Gott ist nahe,
er will mir nahe kommen
und mich verwandeln,
wie sich Brot und Wein
in Leib und Blut Christi verwandelten.

Wir zeihen hinaus,
mit Christi Leib in der Mitte
hinein in unsere Welt,
in der wir ihn verkünden
im Alltag.

⇒ Reinhard Röhrner

Segensbitte

Der gütige Gott sendet euch
hinaus auf unsere Straßen.

Die Straße ist der Ort der Überraschungen.
Sein Segen geleite euch,
damit ihr jeden seht der euch begegnet
und die Not seht.

Die Straße ist der Ort der Entscheidung.
Sein Segen geleite euch,
damit ihr den richtigen Weg einschlagt
und Spuren im Alltag hinterlasst.

Die Straße ist der Ort des Wagnisses.
Sein Segen geleite euch,
damit eure Kraft reicht und ihr bereit seid
mit anderen zu teilen.

Dazu segne euch der gütige
und wegbegleitende Gott,
der Vater und
der Sohn + und
der Heilige Geist. AMEN

 

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