Impulse zum 5. Sonntag im Jahreskreis | A

Lektionar I/A, 247: Jes 58,7–10 | 1 Kor 2,1–5 | Mt 5,13–16

Die Welt könnte wahrlich besser sein. Wohin man auch schaut. Ob es Terror oder Krieg ist, ob ein unkalkulierbarer Mann, der sich als der Mächtigste der Welt bezeichnet, ob die vielen, die sich in ihrem Umfeld als mächtig aufspielen oder jene, die wieder einmal die Geschichte ganz anders verstehen wollen. Die Liste könnte ich wohl noch lange fortsetzen. So wertvoll es sein kann sich den Frust von der Seele zu reden und sein Unverständnis zu formulieren, so wenig ändert es etwas an der Situation, die sich ohnehin oft unserem Zugriff entzieht.
Als Christen ist es auch nicht unsere Aufgabe alles zu verstehen. Jesus ruft uns heute zu Salz der Erde und Licht der Welt zu sein. Nicht in der Welt und ihrem Getrieben  aufgehen, schal werden, sondern die Würze des Glaubens in den Alltag einbringen.
Rufen wir zu unserem Erlöser, unserem Herrn und Kyrios:

Kyrie | mit GL

Herr Jesus Christus,
du nennst uns Salz der Erde. Kyrie eleison.
Du nennst uns Licht der Welt. Christe eleison.
Du bist uns Salz und Licht für die Welt. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 211

Gott, unser Vater,
wir sind dein Eigentum
und setzen unsere Hoffnung
allein auf deine Gnade.
Bleibe uns nahe in jeder Not und Gefahr
und schütze uns.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Wir sollen Salz der Erde und Licht für die Welt sein. Gerade in den Sorgen und Nöten unserer Zeit rufen wir deshalb zu unserem Gott:

  • Viele Christen sind lau geworden,
    ihr Glaube hat seine Kraft und Dynamik verloren.
    Mach alle Christen zum Salz der Erde.
  • Schreckensbilder und bedrohliche Nachrichten
    machen vielen Menschen Angst und Sorge.
    Hilf allen Menschen aus dem Glauben Wege des Friedens zu finden.
  • Dunkelheit von Angst und Traurigkeit
    bedrückt Menschen im Alltag.
    Lass dein Licht leuchten in der Dunkelheit der Welt.
  • Enttäuschung und Zurückweisung
    lähmt viele Menschen bei ihren Aufgaben.
    Stärke sie und schenke ihnen neue Kraft
    die Herausforderungen im Alltag zu bestehen.
  • Am Ende des Lebens ringen Menschen mit dem Tod,
    nimm sie auf in deine liebende Gegenwart
    und tröste alle Trauernden mit christlicher Hoffnung.

Denn du bist bei uns alle Tage, dafür danken wir dir jetzt und in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet | MB

Barmherziger Gott,
du hast uns teilhaben lassen
an dem einen Brot und dem einen Kelch.
Lass uns eins werden in Christus
und Diener der Freude sein für die Welt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Jes 58,7–10

Nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft
ist viel zu tun für das Volk Gottes.
Aufbau Jerusalems und die Erfüllung
von Frömmigkeitsübungen.
Der Prophet Jesaja hält dem Volk einen Spiegel vor
und ruft auf, dass beides
Handeln im Alltag
und frommes Leben nur helfen,
wenn sie beide mit demselben Geist vollzogen werden.

Hinführung zur zweiten Lesung | 1 Kor 2,1–5

Wo Menschen zusammen leben
entstehen oft schnell verschiedene Gruppen.
Die größte Freude für alle liegt
im Nutzen und der Wertschätzung aller.
Das gilt auch für die Christenheit und unsere Pfarrgemeinde.
Nicht Wortgewandtheit oder psychologisch raffinierte Werbetricks,
sondern andere Beweggründe,
von denen Paulus in dieser Lesung spricht,
machen eine christliche Gemeinde aus.

 

Meditation

Salz der Erde sein,
Salz für die Erde sein.
Dem Leben der Menschen
dem Miteinander,
dem Suchen und Fragen
einen Geschmack geben.

Niemand das Leben
oder die Suppe versalzen.
Vielmehr Geschmack schenken
Geschmack auf mehr
als das, was offensichtlich ist.
Geschmack auf die Fülle des Lebens.

Licht der Welt sein,
Licht in der Welt sein.
Dem Leben der Menschen
in der Dunkelheit des Alltags
in der Gewöhnlichkeit des Lebens
ein Licht geben.

Kein Scheinwerfer sein,
der bedrängt und grell strahlt,
der alles unwirklich
erscheinen lässt.

Salz sein und Licht sein.
Den Glauben leben und so
allem Leben
Licht in der Dunkelheit
Geschmack im fahlen Alltag schenken.

⇒ Reinhard Röhrner

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