Impulse zum 32. Sonntag im Jahreskreis C

Lektionar III/C, 380: 2 Makk 7,1–2.7a.9–14 | 2 Thess 2,16 – 3,5 | Lk 20,27–38 (oder 20,27.34–38)

Warum meiden wir eigentlich Gespräche rund um Tod und Sterben? – Kürzlich sagte mir ein Mann, dass das Sterben doch das entscheidende Scheitern im Leben sei und alles Gerede um die Auferstehung wenig greifbar. Klingt als Erscheinung unserer Zeit und doch bewegen diese Fragen Menschen bereits seit Jahrtausenden. Heute hören wir von zwei ganz unterschiedlichen Begebenheiten, die letztlich die Frage nach der Auferstehung und Erlösung ganz konkret stellen.
Die Antwort auf diese Frage aus dem Glauben heraus heißt Hoffnung und Zuversicht; im Vertrauen auf Gott in unserer Welt mit Werden und Vergehen leben und sich zugleich von Gott getragen wissen. So rufen wir zu Jesus Christus, unserem Herrn und Kyrios:

Kyrie | oder GL 156

Herr Jesus Christus,
du bist in den Tod gegangen. Kyrie eleison.
In der Auferstehung hast du den Tod überwunden. Christe eleison.
Du lebst in Ewigkeit. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 244

Allmächtiger und barmherziger Gott,
wir sind dein Eigentum,
du hast uns in deine Hand geschrieben.
Halte von uns fern, was uns gefährdet,
und nimm weg, was uns an Seele und Leib bedrückt,
damit wir freien Herzens deinen Willen tun.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und wirkt in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Die Grenzen unserer Welt und unserer Möglichkeiten erfahren wir, wo wir in Sorge und Not vor dir stehen und zu dir rufen:

  • Wir beten für alle, die den Glauben weitergeben
    in Familie, Freundeskreis und Beruf,
    in der Verkündigung und der alltäglichen Begegnung.
    Mach sie zu überzeugenden Verkündern der Frohbotschaft.
  • Wir beten für die Menschen, die unter dem Erdbeben leiden
    und alle die ihre Heimat und ihr Zuhause verloren haben.
    Lass sie Hilfe und Kraft erfahren um neu eine Heimat zu finden.
  • Wir beten für die Menschen, die ganz in der Welt aufgehen
    und immer das Maximum aus dem Leben herausholen wollen.
    Zeige ihnen die Weite, die du denen schenkst, die dir vertrauen.
  • Wir beten für alle Menschen, die kaum noch Kraft haben
    und in den Herausforderungen des Alltags unterzugehen drohen.
    Öffne ihnen Quellen zu neuer Kraft
    und den Mut zu Ruhe, Stille und Selbstbesinnung.
  • Wir beten für alle Menschen, die um Verstorbene trauern.
    Schenke ihnen die Gewissheit, dass sie in deiner Pracht leben.

Du bist für uns durch den Tod gegangen und hast uns verheißen, dass wir einst in deiner Herrlichkeit sein dürfen. Dafür danken wir dir heute und in alle Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet

Allmächtiger und barmherziger Gott,
wir sind dein Eigentum,
du hast uns in deine Hand geschrieben.
Halte von uns fern, was uns gefährdet,
und nimm weg, was uns an Seele und Leib bedrückt,
damit wir freien Herzens deinen Willen tun.
Darum bitten wir durch Jesus Christus. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung:  2 Makk 7,1–2.7a.9–14

Der Glaube an die Auferstehung
ist Kern christlichen Glaubens.
Heute hören wir aus dem zweiten Makkabäerbuch,
einer Spätschrift des Alten Testaments,
von Märtyrern mit dieser Hoffnung.
Die tiefe Überzeugung in Gott geborgen zu sein,
von ihm getragen und beschützt zu leben,
schenkt die Gewissheit auf ein Leben bei Gott.

 

Hinführung zur zweiten Lesung: 2 Thess 2,16 – 3,5

Die ersten Christen lebten in der sogenannten
Naherwartung der Wiederkunft Christi.
Da die Zeit bis zur Wiederkunft
nicht in menschlichen Maßstäben abläuft,
wurden viele unsicher;
andere nutzten dies aus
und meinten überall Zeichen des Endes zu sehen.

Echter Glaube an Christus ist aber anders,
er motiviert im Alltag das Zeugnis
durch zuverlässiges Handeln zu geben
und den Herrn zu erwarten, egal wann er kommt.

Lesehinweis

Makkabäerbuch: beide a kurz gesprochen, ä-e getrennt gesprochen

Meditation

Was heißt Auferstehen?
Heißt es für mich zurück zu kehren
in mein Leben und meinen Alltag,
von Neuem mich auf den Weg zu machen?

Was heißt Auferstehen?
Heißt es mit mehr Erfahrung und Hintergrundwissen
die alltäglichen Herausforderungen anzunehmen
und sicherer durchs Leben zu gehen?

Heißt Auferstehen nicht viel mehr
ganz neu und anders zu leben,
so verschieden von diesem Leben,
dass ich es mir gar nicht vorstellen kann?

Und doch nicht völlig losgelöst,
was ich erlebt und erfahren habe
in dieser Welt mit meinen Sinnen
in meinem Körper ist nicht verloren.

Auferstehen heißt mit Erfolg und Scheitern
von Gott angenommen und geborgen zu sein,
in seiner Liebe und seiner Nähe
ganz ich selber sein dürfen,
der ich war und geworden bin.

ð Reinhard Röhrner

 

Meditation
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