Impulse zum 25. Sonntag im Jahreskreis | A

25. Sonntag im Jahreskreis | Jahreskreis Sonntage 18-34 | Lesejahr A
Lektionar I/A, 320: Jes 55,6–9 | Phil 1,20ad–24.27a | Mt 20,1–16a

Mehr Gerechtigkeit, damit wirbt in diesen Tagen eine Partei um Wählerstimmen. Was aber ist Gerechtigkeit? – Oft genug wir es mit einem Austausch von Sachen und Dingen verwechselt, mit einer Gleichmacherei. In der Bildung müssen dann alle Kinder möglichst aufs Gymnasium und dürfen nicht mehr unbeschwert Kind sein.
Wir messen uns mit dem Nachbarn und achten darauf, dass er nicht mehr hat als wir selbst. Das führt nicht selten zu Anspan-nung, leider eher selten zu Gerechtigkeit, die den einzelnen Menschen ernst nimmt.
Gott ist anders, er sieht jeden einzelnen und kommt uns mit Gü-te und Erbarmen entgegen:

Kyrie | mit GL 155

Herr Jesus Christus,
du bist gerecht.
Du bist barmherzig.
Du schenkst uns Fülle im Leben.

Gloria | Tagesgebet | MB 237

Heiliger Gott,
du hast uns das Gebot der Liebe
zu dir und zu unserem Nächsten aufgetragen
als die Erfüllung des ganzen Gesetzes.
Gib uns die Kraft,
dieses Gebot treu zu befolgen,
damit wir das ewige Leben erlangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Rufen wir zu Jesus Christus, der großherzig und gütig an den Menschen handelt:

  • Für alle, die die Botschaft vom Reich Gottes verkünden:
    Vermittle durch sie den Menschen
    das Beglückende und Befreiende des Evangeliums!
    Christus höre uns. | Christus erhöre uns.
  • Für alle, die sich benachteiligt fühlen,
    dass sie Menschen finden, die sie ernst nehmen
    und Wege zu einem erfüllten Leben zeigen!
  • Für die Schwachen und Schutzlosen in unserer Gesellschaft:
    Lass sie bei uns Hilfe und Schutz finden!
  • Für uns, die wir uns Christen nennen:
    Gib uns die Kraft, deine grenzenlose Liebe und Güte
    im Leben zu bezeugen!
  • Für unsere Verstorbenen:
    Gib ihnen in deiner Güte Heimat im Himmel
    und tröste die Trauernden mit Zuversicht!

Denn du, Herr, unser Gott, bist unsere Hoffnung und unser Halt. Wir preisen dich für deine Barmherzigkeit und Güte, der du mit deinem Vater und dem Heiligen Geist lebst und herrschst in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott,
du erneuerst uns durch deine Sakramente.
Gewähre uns deine Hilfe
und mache das Werk der Erlösung,
das wir gefeiert haben,
auch in unserem Leben wirksam.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Jes 55,6–9

Wenn wir meinen Gott begriffen zu haben,
dann ist das nicht Gott.
Er ist immer wieder ganz anders,
als wir denken oder ihm zutrauen.
Inmitten der babylonischen Gefangenschaft
ruft der zweite Jesaja, Deuterojesaja,
dem Volk zu Gott zu vertrauen,
der er ist groß im Verzeihen,
größer als wir es sind und uns vorstellen können.

Hinführung zur zweiten Lesung | Phil 1,20ad–24.27a

Philippi ist die erste europäische Stadt
in der der Apostel Paulus den Glauben verkündete,
er wusste sich mit den Christen dort eng verbunden.

Deshalb kann er ganz offen und persönlich
von seinem Leben mit Christus sprechen
und seine Sehnsucht offen aussprechen,
ganz mit Christus vereint zu sein.

Meditation

Gottes Gerechtigkeit
verlange ich,
wo es um meine Ansprüche geht.

Gottes Gerechtigkeit
sehe ich verletzt,
wo andere ungerechte Vorteile bekommen.

So lange ich selbst
gut bei der Sache wegkomme
ist es in meinen Augen gerecht.

Aber vielleicht
ist Gottes Gerechtigkeit
viel größer.

Vielleicht zeigt sich seine Gerechtigkeit
darin, dass alle leben können
und nicht auf Mitleid angewiesen sind.

Gerechtigkeit will mehr sein
als Befriedigung meiner Bedürfnisse,
sie will Leben ermöglichen
für alle Menschen.

⇒ Reinhard Röhrner

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