Impulse zum 16. Sonntag im Jahreskreis | A

16. Sonntag im Jahreskreis  | Lesejahr A
Lektionar I/A, 287 : Weish 12,13.16–19 | Röm 8,26–27 | Mt 13,24–43 (oder 13,24–30)

Die Welt ist im Wandel und Manches scheint sich immer schneller zu verändern. Und doch bleibt auch Vieles im Kern gleich, es zeigt sich nur auf neue Weise. Seit Menschengedenken versuchen Menschen Macht über andere zu gewinnen. Sie versichern sich ihrer Stärke durch die Machtausübung, ob nun offen mit Gewalt oder auch auf viele subtile Wege und nicht selten unter dem Deckmantel der Sorge und Freundschaft. Im Kern ist es aber keine Stärke, sondern die Angst um die eigene Schwäche, die durch den Gebrauch der Macht überwunden werden soll.
Gott ist anders, er hat alle Macht, aber er gebraucht sie nicht. Er begegnet dem Menschen voll Liebe und Güte. In der ersten Lesung begegnet uns Gott gewaltfrei und ermutigend, das Leben anzunehmen und die Herausforderungen zu bestehen.
Preisen unserem Herrn und Kyrios für seine Güte und sein Erbarmen:

Kyrie | mit GL 154

Herr Jesus Christus,
Du begegnest uns mit Güte.
Du schenkst Barmherzigkeit.
Du zeigst uns den Weg zu einem erfüllten Leben.

Gloria | Tagesgebet | MB 225

Herr, unser Gott, sieh gnädig auf alle,
die du in deinen Dienst gerufen hast.
Mach uns stark im Glauben,
in der Hoffnung und in der Liebe,
damit wir immer wachsam sind
und auf dem Weg deiner Gebote bleiben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Herr, unser Gott, du bist allmächtig und gut. Du begegnest uns mit Milde und Geduld. In den Sorgen unserer Zeit rufen wir zu dir:

  • Viele Entwicklungen in der Weltpolitik verunsichern.
    Ermutige die Mächtigen sich nicht in Machtspielen zu verlieren,
    sondern verantwortungsvoll zu handeln.
  • Schneller, am besten sofort, wollen wir Ergebnisse sehen,
    schenke allen Menschen Geduld
    mit sich selbst und ihren Mitmenschen, damit gutes wachsen kann.
  • Liebe in guten und bösen Tagen haben sich Paare geschworen.
    Steh allen Ehepaaren bei, dass sie Wege finden
    und im gegenseitigen Ertragen miteinander wachsen
  • Neid und Missgunst, Hass und Gewalt
    machen das Leben schwer.
    Besänftige alle die anderen Leid zufügen
    und stärke die Geduld aller miteinander
  • In der Erwartung deiner Wiederkunft
    sind liebe Menschen von uns gegangen.
    Nimm sie auf in deine Gegenwart
    und stärke alle, die auf Dein Erscheinen warten.

Denn du bist der Herr auch unseres Lebens und führst uns in Geduld und Beharrlichkeit auf den Weg, der für uns Leben heißt, heute und in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet | MB

Barmherziger Gott, höre unser Gebet.
Du hast uns im Sakrament
das Brot des Himmels gegeben,
damit wir an Seele und Leib gesunden.
Gib, dass wir
die Gewohnheiten des alten Menschen ablegen
und als neue Menschen leben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Weish 12,13.16–19

Das Buch der Weisheit entstand wohl
im ersten Jahrhundert vor Christus in Alexandria.
Gott beweist seine Macht und Größe
in Güte, Milde und Geduld.
Er sorgt sich um den Menschen
und will ihn führen,
dass er erfüllt leben kann.
Als Sprecher stellt sich König Salomo vor.

Hinführung zur zweiten Lesung | Röm 8,26–27

Angesichts des Leids und er Ohnmacht in der Welt
kann man den Mut verlieren.
Paulus erinnert die Christen in Rom daran,
dass sie die Erlösung schon in sich tragen
und der Geist Gottes es ist,
der uns voll Zuversicht sprechen lässt.

Meditation

Das kann doch nicht sein,
man muss doch etwas tun
und kann nicht einfach nur zusehen!

Es braucht radikale Methoden,
an die Wurzel muss es gehen
und alles Ungute ausgerissen werden.

Und am besten gleich und sofort,
ehe sich der Wildwuchs ausbreitet
und alles überwuchert.

Gott mahnt zur Geduld und Milde,
nicht die Hektik und das vorschnelle Handeln
ist Gottes Weg für den Menschen.

Wachsen und reifen lassen,
allem die Chance geben
sich zum Guten zu entwickeln.

Auch mir öffnet er den Weg
meine guten Talente und Fähigkeiten
zu fördern und reifen zu lassen.

Gott in der Welt folgen
heißt sich nicht in die Eile hineinnehmen lassen,
sondern aus der Zuversicht heraus zu leben.

⇒ Reinhard Röhrner

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