Impulse zum 20. Sonntag im Jahreskreis | A

20. Sonntag im Jahreskreis | Jahreskreis A | Lesejahr A
Protector noster
Lektionar I/A, 310: Jes 56,1.6–7 | Röm 11,13–15.29–32 | Mt 15,21–28

Wenn wir von Gerechtigkeit sprechen, denken wir vielleicht ein Recht und Ordnung, an das Erfüllen von Rechtsvorschriften. Das gehört dazu, aber ist im biblischen Sinne zu kurz gegriffen.
In einer Umwelt, die Recht als Willkür durch Herrscher und Götter erlebte, zeigt sich der Gott Israels als ein verlässlicher Partner des Menschen, der den Menschen Wege zeigt, die zum Leben, einem erfüllten oder biblisch gesprochen gerechten Leben, führen. Gott nimmt uns ernst, seine Wege sind auch für uns Wege zur Fülle. Hugo von Hoffmannsthal hat das im Jedermann verarbeitet, der kurz vor dem Tod bereut und in seiner Reue von Gott angenommen wird. Gottes Gnade kann ich zu jeder Zeit im Leben erfahren. Preisen wir Jesus Christus, unseren Kyrios:

Kyrie

Herr Jesus Christus,
Du wirkst in der Stille. Kyrie eleison.
Du hast alle Menschen erlöst. Christe eleison.
Du öffnest den Weg zum Leben. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 231

Barmherziger Gott,
was kein Auge geschaut und kein Ohr gehört hat,
hast du denen bereitet, die dich lieben.
Gib uns ein Herz,
das dich in allem und über alles liebt,
damit wir
den Reichtum deiner Verheißungen erlangen,
der alles übersteigt, was wir ersehnen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Bittet, so werdet ihr empfangen, so hat uns Christus eingeladen.
So wollen wir bitten:

  • Für alle, denen das Heil der Menschen am Herzen liegt.
    Schenke ihnen Kraft und Ausdauer, den Menschen zu helfen.
    Christus, höre uns. | ALLE: Christus, erhöre uns
  • Für alle, die Recht zu sprechen haben.
    Herr, lass sie gerechte Urteile fällen.
  • Für die Fremden, die mit uns den Glauben teilen.
    Lass sie Gemeinschaft erfahren.
  • Für die Jugendlichen die zum Weltjugendtag nach Madrid fahren.
    Zeige ihnen die Freude am Glauben.
  • Für alle, die ihre Gaben spenden.
    Vergilt ihnen, was sie Gutes tun.
  • Für all, die dem Tod entgegengehen und unsere lieben Verstorbenen.
    Lass sie teilhaben am himmlischen Hochzeitsmahl.

Mit Vertrauen und Glauben kommen wir zu dir, denn du bist der Grund unserer Hoffnung. Dir sei Lob und Dank in Ewigkeit. Amen.

Schlussgebet | MB

Barmherziger Gott,
im heiligen Mahl
schenkst du uns Anteil am Leben deines Sohnes.
Dieses Sakrament
mache uns auf Erden Christus ähnlich,
damit wir im Himmel
zur vollen Gemeinschaft mit ihm gelangen,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Jes 56,1.6–7

Im dritten Teil des Buches Jesaja
spricht der Prophet zu denen,
die aus dem Exil in Babylon heimkehrten.
Inmitten undurchschaubarer Verhältnisse
kommt es für jeden persönlich darauf an,
dass er im Leben Gott nachfolgt,
nur so zählt er zum Volk Gottes.

Hinführung zur zweiten Lesung | Röm 11,13–15.29–32

Gerade als Apostel der Heiden,
der Menschen aus allen Völkern
für Christus begeisterte,
betont er immer wieder
die Einheit in Christus,
die alle Gläubigen auszeichnen soll.

Lesehinweis

Meditation

Hilft Beten?
Hilft es auch mir?
Auch in meinem Leben?

Wie oft schon habe ich gebetet
und Gott um Hilfe angefleht
und doch kam alles anders!

Beten, inständig zu Gott rufen,
heißt nicht nur bitten,
es heißt mein Leben zu Gott bringen.

Ihm meine Sorgen anzuvertrauen,
meine Not und Ohnmacht
vor ihm ausbreiten.

Seine Antwort wird immer
Treue und Barmherzigkeit sein,
Beistand und Kraft für mich.

Kein schneller Wunscherfüller,
vielmehr einer, der mich offen werden lässt
für seine Botschaft,
sein Wirken in meinem Leben,
die Zeichen seiner Nähe
und seine Treue in Höhen und Tiefen des Lebens.

Reinhard Röhrner

Alternative

Wir haben gebetet,
        und Gott hat nicht geantwortet.
Wir haben geschrien,
        und Er ist stumm geblieben.
Wir haben Tränen geweint,
        die unsere Herzen verbrannten.
Wir wurden nicht vor sein Antlitz vorgelassen.

Wir hätten Ihm beweisen können,
        dass unsere Ansprüche bescheiden,
        dass sie erfüllbar sind,
wo Er doch der Allmächtige ist;
wir konnten Ihm klarlegen,
        dass die Erfüllung dieser Bitten
        im eigensten Interesse seiner Ehre in der Welt
        und seines Reiches ist –
wie sollte sonst einer noch glauben können,
dass Er der Gott der Gerechtigkeit
und der Vater der Erbarmung
und der Gott allen Trostes ist,
dass er überhaupt ist.

Karl Rahner

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