Impulse zur Kinderchristmette | C

Heiliger Abend | Weihnachten | Lesejahr C
Texte: In der Nacht | Lektionar III/C, 25: Jes 9,1–6 | Tit 2,11–14 | Lk 2,1–14

Prolog | GL 224 Maria durch ein Dornwald

Gerade in den letzten Tagen konnte man die Vorfreude überall spüren, oder auch die Hektik vor dem Fest: Wir feiern heute Weihnachten. Wir feiern, dass Jesus in Bethlehem geboren ist. Er ist das Licht für die ganze Welt, für alle Menschen. Er macht unsere Welt hell und unser Leben froh. Davon wollen wir in diesem Gottesdienst hören. Wir danken Gott, dass er seinen Sohn Jesus Christus als Licht der Welt zu uns kommen lässt. Er ist die klare Sonne, die Freudensonne, der schöne Stern, der unser Leben hell macht.

So wollen wir jetzt miteinander in diese heilige Nacht hinein feiern, uns erinnern, was vor 2000 Jahren im fernen Bethlehem passierte und wie das heute auch uns verändern kann. So preisen wir Jesus Christus, den Mensch gewordenen Gottessohn als unseren Herrn und Kyrios:

Kyrie | mit Gl 155

Herr Jesus Christus,
geboren aus der Jungfrau Maria. Kyrie eleison.
Sohn Gottes aus Davids Stamm. Christe eleison.
Herr und Erlöser aller Menschen. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 38

Herr, unser Gott,
in dieser hochheiligen Nacht
ist uns das wahre Licht aufgestrahlt.
Lass uns dieses Geheimnis
im Glauben erfassen und bewahren,
bis wir im Himmel den unverhüllten Glanz
deiner Herrlichkeit schauen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes. AMEN.

Fürbitten

Gott hat seinen Sohn Jesus Christus zu uns Menschen gesandt. Er bringt uns die Frohe Botschaft und macht unser Leben hell:

  •  Wir beten für alle, die die Frohe Botschaft weitersagen,
    für die Eltern, Großeltern und Paten,
    die ihren Kindern von Jesus erzählen,
    hier bei uns und überall auf der Erde.
  • ‚ Wir beten für alle, die wie die Hirten
    draußen auf dem Feld ausgeschlossen sind aus dem richtigen Leben,  für die Traurigen und für jene, die trösten;
    für die Kranken und für jene, die heilen und pflegen.
  • ƒ Wir beten für alle, die wie Maria und Josef unterwegs sein müssen,  für die Flüchtlinge, für die Obdachlosen
    und alle, die kein Zuhause haben, besonders die Opfer des Tsunami.
  • „ Wir beten für alle,
    die wie Maria die gute Nachricht hören und darüber staunen,
    für uns und unsere Gemeinden, für Groß und Klein.
  • … Wir beten für alle, die durch uns die Liebe Gottes erfahren können, für alle, die durch uns von Gott hören,
    für unsere Freunde und Nachbarn.
  • † Wir beten für alle,
    an die wir jetzt besonders denken
    und die sich nach der Freude der Heiligen Nacht sehnen.

Durch dein Licht wird auch unser Leben hell und klar. Du bist bei uns in aller Dunkelheit und führst uns einst zu deinem großen Licht in dir Christus, unser Herr. AMEN.

Schlussgebet

Herr, unser Gott,
in der Freude über die Geburt unseres Erlösers
bitten wir dich:
Gib uns die Gnade, ihm unser ganzes Leben zu weihen,
damit wir einst Anteil erhalten
an der ewigen Herrlichkeit deines Sohnes.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Jes 9,1–6

Ein Leben im Finstern,
drückende Lasten auf den Schultern
und mit dem Stock des Treibers angetrieben wie ein Lasttier,
den Klang dröhnender Soldatenstiefel in den Ohren
und blutbefleckte Mäntel vor Augen.

Die Worte Jesajas
gehen noch immer unter die Haut.
Sein visionärer Traum vom Frieden,
der kein Ende nimmt,
ist geprägt von großem Gottvertrauen –
allem Augenschein, aller Realität zum Trotz.
Es ist Wirklichkeit:
Gott wird Mensch!

Hinführung zur zweiten Lesung | Tit 2,11–14

Was Jesaja erhofft
– das Ende von Unterdrückung und Unfrieden –
wird nicht ohne uns Wirklichkeit.
Die Gnade Gottes will uns bewegen,
besonnen, gerecht und fromm zu leben.
„Wär‘ Christus tausendmal in Bethlehem geboren,
aber nicht in dir –
du wärest ewiglich verloren.“

Lesehinweis

Meditation

Verherrlicht ist Gott in der Höhe
und Friede auf Erden
den Menschen guten Willens.

Friede auf Erden!
Keine wirkliche Beschreibung
unserer Welt und unserer Zeit.

In der großen weiten Welt,
herrscht an vielen Orten Krieg und Unfrieden
bis hinein in unsere Familien und Gemeinschaften.

Frieden auf Erden,
den Menschen guten Willens,
die bereit sind sich dafür einzusetzen.

Es ist keine leichte Aufgabe,
sie beginnt bei mir selbst
und verlangt, dass ich mich öffne.

Dort wo ich die Grenzen um mich durchbreche,
kann Friede, Versöhnung und Gemeinschaft wachsen,
prägt mein guter Wille zum Frieden
das Miteinander.

Es ist heilige Nacht,
bergende Nacht der Gottesbegegnung,
die mich aus meiner Enge
in die Weite seiner Liebe ruft.

⇒ Reinhard Röhrner

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