Impulse zu 11. Sonntag im Jahreskreis | A

11. Sonntag im Jahreskreis | Jahreskreis A | Lesejahr A
Exaudi | Lektionar I/A, 274: Ex 19,2–6a | Röm 5,6–11 |  Mt 9,36 – 10,8

Von Gott gibt es viele Vorstellungen, vielleicht so viele wie es Menschen gibt. Ja, das eigene Gottesbild wandelt sich im Lauf der Zeit. Er selbst offenbart sich als ein Gott des Bundes. Ihm liegt nichts daran, seine Macht vor uns Menschen zu demonstrieren. Er ist so groß und mächtig, dass er dieses halbstarke Gehabe nicht braucht.

Gott sucht die Verbundenheit mit uns. Als ein wirklicher und wohlwollender Partner hält er uns die Treue, auch wenn wir nicht immer zu unseren Versprechungen stehen. Wir dürfen zu ihm kommen mit unserer Schuld, mit unseren Schwächen. Vergebung und neue Gnade ist seine Antwort auf unser Schuldbekenntnis.
Preisen wir unseren Erlöser, den Kyrios, für sein Erbarmen:

Kyrie

Herr Jesus Christus,
du rufst Menschen in deine Nachfolge. Kyrie eleison.
Du sendest deine Boten aus. Christe eleison.
Du schenkst die Fülle der Ernte. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 219

Gott, du unsere Hoffnung und unsere Kraft,
ohne dich vermögen wir nichts.
Steh uns mit deiner Gnade bei,
damit wir denken, reden und tun was dir gefällt.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Rufen wir zu Jesus Christus, der uns von Gottes Liebe erzählte und Mut macht mit allen Sorgen und Nöten zu Gott zu kommen, so bitten wir:

  • Die Kirche lebt aus der Gemeinschaft des Brotbrechens.
    Bestärke alle Christen in der gläubigen Begegnung
    mit Jesus Christus im Sakrament des Altares.
  • Die Lehre und Verkündigung der Botschaft Gottes baut die Kirche auf. Hilf allen, die in unseren Tagen
    die frohe Botschaft in ihrem Dienst verkünden
    und lass deine Frohbotschaft zu den Menschen dringen.
  • Rituale und Gebetsformen sind vielen Zeitgenossen fremd geworden. Öffne den Sinn und die Herzen der Menschen
    für die lebendigen Zeichen deiner Nähe.
  • Enge und Bevormundung verbinden viele mit der Kirche.
    Lass alle Menschen die Freiheit des Glaubens erfahren
    und begeisternde Zeuge erleben.
  • Aus dem Glauben an deine liebende Gegenwart lebten Menschen,
    die nicht mehr unter uns sind.
    Lass sie die Erfüllung ihres Glaubens erfahren und tröste die,
    die in dieser Welt den Weg des Glaubens weitergehen.

Heiland, Hirt und Lehrer deines Volkes. Lass deine Kirche immer mehr zum lebendigen Zeichen der Liebe und Güte Gottes werden und geh alle Wege mit uns bis wir einst bei dir sein werden in alle Ewigkeit. Amen.

Schlussgebet | MB

Herr, unser Gott,
das heilige Mahl ist ein sichtbares Zeichen,
dass deine Gläubigen in dir eins sind.
Lass diese Feier wirksam werden
für die Einheit der Kirche.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Ex 19,2–6a

Zeit des Lebens sind Menschen unterwegs,
die Bibel beschreibt uns Gott
als einen der mit uns unterwegs ist.
„Wie auf Adlerflügeln habe ich dich getragen.“
werden wir in der heutigen Lesung
vom Auszug aus Ägypten in die Freiheit hören.
Auch wir dürfen auf diesen Beistand vertrauen
und so zuversichtlich in die Zukunft gehen.

Hinführung zur zweiten Lesung | Röm 5,6–11

Mit dem wohl letzten Brief des Apostels Paulus
an die Christengemeinde in Rom
fasst er seinen Glauben zusammen.
Gott liebt uns nicht aufgrund eigener Leistung,
sondern er liebt uns um unserer selbst willen.
Wir sind versöhnt mit Gott
über den Tod hinaus in seine Pracht.

Lesehinweis

Meditation

Du, Herr ermutigst uns zu verkünden:
Das Himmelreich ist nahe!

Wir aber sehen um uns herum
Streit und Neid
Betrug und Missgunst.

Aber Dein Himmelreich?

Dein Himmelreich ist da,
wo sich Menschen aufeinander einlassen,
miteinander Wege suchen und gehen,
einander fördern
und miteinander reifen.

Du hast Recht,
Dein Himmelreich ist nahe,
wo ich, wo wir
es in Wort und Tat verkünden.

Reinhard Röhrner

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20 Lj A Jahreskreis – Sonntag 11 – Hinführung und Meditation