Impulse zum fünften Fastensonntag | C

Fünfter Fastensonntag | iudica| Fastenzeit| Lesejahr C
Lektionar III/C, 100: Jes 43,16–21 | Phil 3,8–14 | Joh 8,1–11

Mit dem Passionssonntag, dem fünften Fastensonntag treten wir in die engere Vorbereitungszeit vor Ostern ein. Heute werden Prunkkreuze verhüllt und Flügelaltäre zugeklappt. Alle s führt hin auf die Feiern von Leiden und Sterben, der Ruhe im Grab und Jesu Auferstehung.

Wir richten uns aus an der Erlösung. Sie ist keine Zukunftsvision, sondern wird im alltäglichen Handeln konkret erfahrbar. So wie Jesus im Evangelium mit der Sünderin umgeht, dürfen auch wir mit Schuld und Vergebung im Alltag umgehen. Wie Jesaja und Paulus Mut machen Neues zu beginnen, dürfen auch wir den Mut haben aufzubrechen aus dem Gefüge unseres Alltags um bereit zu sein Gottes Gegenwart zu feiern.

Ihn preisen wir jetzt in unserer Mitte:

Kyrie | oder Gl 163,4

Herr Jesus Christus,
du schenkst Vergebung. Kyrie eleison.
Du richtest uns an deiner Liebe aus. Christe eleison.
Du schenkst uns die Fülle deiner Gegenwart. Kyrie eleison.

Tagesgebet | MB 123

Herr, unser Gott,
dein Sohn hat sich aus Liebe zur Welt
dem Tod überliefert.
Lass uns in seiner Liebe bleiben
und mit deiner Gnade aus ihr leben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Jesus schenkt einen Neuanfang durch die Vergebung von Schuld und Sünde. So rufen wir in den Grenzen und Sorgen der Welt zu ihm:

  • Wir beten für die Menschen,
    die von anderen verurteilt und ausgegrenzt werden,
    dass sie Verständnis und Versöhnung erfahren.
  • Wir beten für die Menschen,
    die schwer an ihrer Schuld tragen,
    dass sie Vergebung und neuen Mut finden.
  • Wir beten für die Menschen,
    die Angst haben vor dem Leben und den Menschen,
    dass sie Zutrauen und Kraft finden.
  • Wir beten für die Menschen,
    die ungerecht verurteilt werden,
    dass sie Gerechtigkeit und Anerkennung erfahren
  • Wir beten für die Menschen,
    die nicht genug Wasser und lebensnotwendige Grundlagen haben,
    dass sie die Chance zu freier Entfaltung bekommen.
  • Wir beten für die Menschen,
    die uns voraus gegangen sind und alle Trauernden,
    dass sie aufgerichtet und von deiner Nähe erfüllt werden.

Denn Du bist bei uns und willst allen Menschen Heil und Erlösung schenken. Wir danken dir, dass du ein Herz für uns hast und wir deine Nähe spüren dürfen heute, morgen und in Ewigkeit. Amen.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott,
du hast uns
das Sakrament der Einheit geschenkt.
Lass uns immer lebendige Glieder Christi bleiben,
dessen Leib und Blut wir empfangen haben.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Jes 43,16–21

Auch in unseren Tagen
wird schnell das Wort der Krise in den Mund genommen.
Damit ist der Blickwinkel eingeengt,
ja in der Krise und unter Druck
trifft man selten die guten und richtigen Entscheidungen.
So erlebt sich das Volk Israel,
nachdem der Tempel zerstört wurde
und die Führenden des Volkes nach Babylon verschleppt wurden.
Da spricht der zweite Jesaja – Deuterojesaja –
wie etwas Neues entstehen kann
im Vertrauen auf Gott,
der in Höhen und Tiefen treu ist.

Hinführung zur zweiten Lesung | Phil 3,8–14

Die Angst etwas zu verlieren
begleitet uns Zeit unseres Lebens.
Wir halten an Menschen, Dingen und Ideen fest
und versuchen so in einer sich bewegenden Zeit
Halt und Sicherheit zu finden.
Manchmal ist es aber wichtig,
mit Offenheit und Zuversicht Neues zu beginnen,
wie der Apostel Paulus,
der sich ganz auf Christus einlässt

Lesehinweis

Meditation

Was ist schon dabei
im Schutz der Menge
einen Stein zu werfen
auf die in der Mitte.

Was ist schon dabei,
wenn es keinen falschen trifft,
weil sich der andere
schuldig gemacht hat.

Wie oft bin ich selbst
auf der Suche nach dem Leben
schuldig an mir
und anderen geworden.

Wie sehr brauche ich selbst
immer aufs Neue
Vergebung und Gnade
um Leben zu können.

Warum lege ich den Stein
nicht einfach zur Seite
öffne meine Arme
und schenke Vergebung.

Reinhard Röhrner

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