Impulse zum Hochfest Erscheinung des Herrn

Lektionar III/C, 50: Jes 60,1–6; Eph 3,2–3a.5–6; Mt 2,1–12

Wer waren diese drei Gesellen, die sich da auf den Weg gemacht haben? Weise oder Könige oder gar beides? Die Erfahrung durch die Jahrhunderte lehrt eher, dass Macht und Weisheit meistens nicht zusammenkommen, weil sich Macht vor allem selbst erhalten möchte.
Beim Evangelisten Matthäus sind es drei Weise aus dem Osten, die den Stern haben aufgehen sehen. Menschen, die dergestalt aufmerksame Beobachter der Welt und des Himmels waren, dass Ihnen etwas auffiel, was offenbar den meisten verborgen blieb.

Was vor aller Augen geschieht, wird noch lange nicht von allen wahr genommen und in seiner Bedeutung für die Welt und das Leben erkannt, daran hat sich bis heute nichts geändert. Für die Weisen hat sich etwas verändert, sie konnten Gott begegnen, weil sie hinter die Fassaden der Macht blickten und Jesus Christus erkannten, unserem Herrn und Kyrios:

Kyrie [oder GL]

Herr Jesus Christus,
du bist der Fixstern im Leben derer, die Gott suchen.
Du schenkst Orientierung im Leben.
Du bist das Ziel aller Zeit.

Gloria * Tagesgebet [MB 58]

Allherrschender Gott,
durch den Stern, dem die Weisen gefolgt sind,
hast du am heutigen Tag
den Heidenvölkern deinen Sohn geoffenbart.
Auch wir haben dich schon im Glauben erkannt.
Führe uns vom Glauben
zur unverhüllten Anschauung deiner Herrlichkeit.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und liebt in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Auch sind aufgebrochen um dem Herrn zu begegnen und ihn anzubeten. So kommen wir mit unseren Sorgen und Nöten:

  • Für die Menschen, die nach Orientierung suchen.
    Schenke ihnen gute Wegweiser und Helfer auf ihrem Weg.
  • Für die Menschen, die anderen helfen den Weg ins Leben zu gehen,
    Eltern, Großeltern, Seelsorger und Pädagogen,
    dass sie sich an Jesus Christus orientieren.
  • Für die Christen im Nahen und Mittleren Osten,
    die vielfältiger Verfolgung ausgesetzt sind,
    Dass sie Frieden und einen Lebensraum finden .
  • Für die Menschen, die keine Kraft mehr haben,
    dass sie aus deiner Verheißung Mut und Zuversicht schöpfen.
  • Für die Kinder und Jugendlichen,
    die als Sternsinger die Weihnachtsbotschaft in die Häuser brachten,
    Dass sie selbst von der Freude erfüllt leben dürfen.
  • Für die Verstorbenen, die uns den Weg zu dir vorangingen.
    Tröste die Trauernden mit deinem Licht
    und dem Vertrauen auf deine Verheißung.

Dein Licht, Herr, leuchtet in der Finsternis der Welt und zeigt uns den Weg zu unserer Erlösung. Dafür danken wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Schlussgebet

Wir danken dir, allmächtiger Gott,
für die heiligen Gaben
und bitten dich:
Erhelle unsere Wege mit dem Licht deiner Gnade,
damit wir in Glauben und Liebe erfassen,
was du uns im Geheimnis der Eucharistie geschenkt hast.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung: Jes 60,1–6

Wenn es dunkel ist im Leben,
kann man resignieren oder mit neuer Hoffnung
seine eigene Zukunft gestalten.
Der Text aus dem dritten Teil des Jesajabuches
richtet sich ursprünglich an die Menschen,
die aus der babylonischen Gefangenschaft
in das zerstörte Jerusalem zurück kehrten.
Seither ermutigte der Text unzählige Menschen
über Jahrhunderte hinweg
aus der Kraft der Verheißung zu leben.

 

Hinführung zur zweiten Lesung: Eph 3,2–3a.5–6

Unterschiedliche Menschen sind in der Kirche vereint,
viele Nationen und Traditionen
einen sich um Jesus Christus.

Der Epheserbrief ermuntert
bei aller Unterschiedlichkeit
die Einheit im Kern des Glaubens zu sehen und zu suchen,
weil wir alle Erben Gottes und Miterben Christi sind.

Meditation

Drei machen sich auf den Weg.
Drei Weise, unbeachtet von der Menge,
nicht ernst genommen
vom König und seinen Getreuen.

Drei haben ein Licht gesehen in der Dunkelheit,
in der Dunkelheit der Welt,
von Missverständnissen und Hass,
von Eigensinn und Stolz.

Drei sehen den Stern,
blicken hinter die Fassade
der Menge und der Macht,
erahnen, dass es mehr geben muss
als den Augenschein.

Drei begegnen dem Kind,
unscheinbar, klein, abseits der Welt.
Umsorgt von der Liebe der Eltern,
geborgen in Gottes Barmherzigkeit.

Drei werden beschenkt,
weil sie ihr Herz dem öffnen,
von dem sie eigentlich nichts erwarten können
und der doch mehr gibt als Menschen geben können.
ð Reinhard Röhrner

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