Impulse zum 7. Sonntag der Osterzeit C

Exaudi | Lektionar III/C, 215: Apg 7,55–60 | Offb 22,12–14.16–17.20 | Joh 17,20–26

Was ist Herrlichkeit? Keine ganz einfache Frage, ja bei der Vielfalt der Erfahrungen, die hier zum Gottesdienst versammelt sind, eine ausgesprochen schwere Frage. Wir kennen herrliche, wunderbare Erfahrungen und Dinge, die uns daran erinnern, aber die Herrlichkeit?

Die unterschiedliche Wahrnehmung und Einschätzung trennt uns in gewisser Weise und doch lässt sie uns umgekehrt ahnen, dass Herrlichkeit mehr ist als eine konkrete flüchtige Erfahrung. Ja Gott selbst bereitet uns diese Herrlichkeit, wir gehen alle zusammen auf sie zu um in ihr Fülle und Geborgenheit zugleich zu erfahren.

Deshalb ruft uns Jesus zu eins zu sein, miteinander den Weg zu gehen als Gemeinschaft von Gottesfindern. Preisen wir ihn als Herrn und Kyrios in unserer Mitte:

Kyrie []

Herr Jesus Christus,
du willst, dass wir eins sind. Kyrie eleison.
Du bist eins mit dem Vater. Christe eleison.
In der Einheit wird die Liebe spürbar. Kyrie eleison.

Gloria * Tagesgebet | MB 191

Allmächtiger Gott,
wir bekennen, dass unser Erlöser
bei dir in deiner Herrlichkeit ist.
Erhöre unser Rufen
und lass uns erfahren,
dass er alle Tage bis zum Ende der Welt
bei uns bleibt, wie er uns verheißen hat.
Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und wirkt in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Im hohepriesterlichen Gebet bittet Jesus seinen Vater im Himmel um die Einheit derer, die an ihn glauben. Darum lasst uns beten und bitten:

  • Im Zeugnis der Einheit und der Liebe wirst du verherrlicht.
    Lass deine Herrlichkeit in allen Getauften aufscheinen.
  • Stärke alle im Glauben Verfolgten
    und alle deren Glaube auf die Probe gestellt ist.
    Lass sie auf deinen Geist vertrauen.
  • Hilf den Kirchen in ihrem Bemühen,
    in den Sorgen und Nöten unserer Welt
    gemeinsam nach Wegen zu suchen und sie entschieden zu gehen.
  • Schenke unserer Gemeinde die Vielfalt deiner Gaben
    und lass sie zum Aufbau deines Leibes dienen.
  • Bestärke alle im Dienst füreinander
    und lass besonders die Mütter erfahren,
    dass geschenkte Liebe reich macht.
  • Schenke unseren Verstorbenen deinen österlichen Frieden
    und lass sie deine Herrlichkeit schauen.

Herr, unser Gott, du bist die Fülle der Liebe und des Lebens. Dir sei Lob und Dank heute und in alle Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet

Erhöre uns Gott, unser Heil
und schenke uns die feste Zuversicht,
dass durch die Feier der heiligen Geheimnisse
die ganze Kirche jene Vollendung erlangen wird,
die Christus, ihr Haupt,
in deiner Herrlichkeit schon besitzt,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

 

Hinführung zur ersten Lesung: Apg 7,55–60

Wir kennen wohl alle besondere Menschen,
die es verstehen Mut zu machen
und in mancher verwirrender Situation
erfrischend klare Antworten zu geben.
Der Diakon Stephanus war so einer,
der erfüllt vom Heiligen Geist reden konnte.
Er gibt eine Antwort auf die Sehnsucht der Menschen,
die sie andererseits nicht annehmen wollen.
Deshalb wird er gesteinigt
im Geiste Gottes kann er sterbend für seine Mörder beten.

Hinführung zur zweiten Lesung: Offb 22,12–14.16–17.20

Mit der Offenbarung des Sehers Johannes
verbinden wir oft schwere und angstmachende Bilder.
Er selbst schreibt für die Christen in Kleinasien,
die unter der Verfolgung leiden.
Er will den Menschen Mut machen
und sie im Glauben stärken,
Christus ist über allem,
was uns in der Welt Angst machen kann.
Der Glaubende darf vertrauen,
dass er Anfang und Ende von Allem ist.

Meditation

Ärger, Streit und Mißverständnisse
von mir und mir gegenüber
gehören zu meinem Alltag.

Brüche und Bruchstücke
von Plänen und Lebensentwürfen
begleiten mein Leben.

Ganz-Sein und Vollendet-Sein
nicht mehr bruchstückhaft sein
möchte ich.

Offen werden und offen sein
für den Zuspruch Gottes,
seine Liebe, nennt Jesus als Weg.

Sein Weg ermuntert mich
trotz der Niederlagen und Zerrissenheit im Leben
immer aufs Neue seine Liebe zu spüren und zu verschenken.

Im Offen-Werden für Gott
im mich öffnen für die Menschen und die Welt,
die Liebe weiter zu schenken.

Herrlichkeit – lebendige Erfahrung der Liebe
Ganz-Sein – Verbundenheit erleben
Vollendet-Sein – Gott in mir spüren.

⇒ Reinhard Röhrner

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