Impulse zum 3. Sonntag der Fastenzeit C

Oculi – Lektionar III/C, 74: Ex 3,1–8a.10.13–15 | 1 Kor 10,1–6.10–12 | Lk 13,1–9

Die Theologie und die Kirche müssen die Leiden und Sorgend er Menschen ernst nehmen, mahnt Papst Franziskus immer wieder. Wir müssen an die Ränder gehen, die eigenen und die unserer Welt. Dort wo wir mit unserem eigenen Scheitern und mit Leid konfrontiert werden und existentiell betroffen sind.

Gerade dann aber fällt es uns oft schwer an einen barmherzigen Gott zu glauben, einen Gott der nicht kleinlich aufrechnet, sondern da ist und mit seiner Sorge unser Bestes will, wie Eltern für ihre Kinder.

Fastenzeit als Zeit der Umkehr ist ein Anstoß sich wieder darauf zu besinnen und neu zu werden im Vertrauen auf den Gott, der auf uns achtet und immer für uns da ist. Diesen Gott feiern wir als unseren Herrn und Kyrios.

Kyrie [oder GL]

Herr Jesus Christus,
du schaust auf uns. Kyrie eleison.
Du schenkst uns deinen liebevollen Blick. Christe eleison.
In deinen Augen sind wir wertvoll. Kyrie eleison.

Tagesgebet [MB 103]

Gott, unser Vater,
du bist der Quell des Erbarmens und der Güte,
wir stehen als Sünder vor dir,
und unser Gewissen klagt uns an.
Sieh auf unsere Not und lass uns Vergebung finden
durch Fasten, Gebet und Werke der Liebe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und wirkt in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Du bist der Gott, der da ist für die Menschen, gerade in den schwierigen Situationen und dort, wo wir an die Grenze der eigenen Fähigkeit stoßen. So rufen wir zu dir:

  • Für die Menschen, die mut- und kraftlos sind
    und keinen Sinn mehr im Leben sehen,
    um die Erfahrung deiner Nähe.
  • Für die Menschen, die sich alleine fühlen
    und niemand haben zum reden und Leben teilen,
    dass sie Menschen finden, die sie ernst nehmen.
  • Für die Menschen, die mit ihrem Schicksal hadern
    und sich benachteiligt und am Rand erleben,
    dass sie Wege in die Gemeinschaft finden.
  • Für die Menschen auf der Flucht vor Terror und Krieg,
    dass Friede werde in ihrer Heimat
    und für alle Helferinnen und Helfer,
    dass ein Stück Heimat vermitteln können.
  • Für die Menschen, die sich
    in dieser Fastenzeit neu auf dich ausrichten,
    dass sie gestärkt durch den Glauben leben können.

Großer Gott, du hast dem Mose versprochen mit ihm zu sein. Bleibe auch bei uns, heute und alle tage bis in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet

Herr und Gott,
du hast uns mit dem Brot des Himmels gesättigt
und uns in dieser Speise
ein Unterpfand dessen gegeben,
was unseren Augen noch verborgen ist.
Lass in unserem Leben sichtbar werden,
was wir im Sakrament empfangen haben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung: Ex 3,1–8a.10.13–15

Die wichtigste Erfahrung des Menschen
heißt Geborgenheit.
Ich bin nicht allein in der Welt
mit ihrer Vielfalt, ihrer Komplexität.
In der Berufung des Mose
macht das die Stimme aus dem Dornbusch deutlich:
Ich bind er für dich da sein wird.
Gott ist für den Menschen da,
der ihm vertraut,
er sendet ihn dieses Vertrauen in der Welt zu verkünden,
Mose wird zum Vorbild aller Propheten.

 

Hinführung zur zweiten Lesung: 1 Kor 10,1–6.10–12

In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens
erfahren wir, dass Glaube und Kirche
zurück gedrängt wird.
Eine Erfahrung die auch schon in Korinth
manche im Glauben hat müde werden lassen.
Das Bild vom Auszug aus Ägypten
nutzt Paulus um das Feuer des Glaubens
neu in den Herzen der Menschen zu entfachen.

 

Meditation

Große Geduld hast Du, Herr,
mit diesem Feigenbaum,
der Jahr für Jahr wächst
und seine Chance nicht nutzt
Früchte zu bringen.

Geduld und Zuversicht zeigst du,
weil du ihn wachsen lässt,
ja sogar das Erdreich bearbeitest,
damit er besser wachsen kann.
Ob er schließlich Frucht bringen wird?

Mit mir, Herr, brauchst du Geduld,
weil ich viele gute Ideen haben,
oft mit guten Vorsätzen beginne,
meine Kraft zum Guten einsetze
und doch oft so wenig dabei heraus kommt.

Geduld brauchst du mit mir, Herr,
weil meine Früchte oft auf sich warten lassen
und ich dich vertrösten muss.

Hilf mir, dass ich die Zeit nutze
Frucht zu bringen
für mich und meine Welt.

Reinhard Röhrner

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