Impulse zum 22- Sonntag im Jahreskreis B

Lektionar II/B, 333: Dtn 4,1–2.6–8; Jak 1,17–18.21b–22.27; Mk 7,1–8.14–15.21–23

Hören ist die vornehmste Tätigkeit des Glaubenden. Der große Theologe Karl Rahner nennt den Glaubenden den Hörer des Wortes. Im bewussten Hören stelle ich mich ein auf den oder das, was ich hören möchte.
Gleichzeitig tritt das Gehörte oft in den Hintergrund, wenn Bilder dazu kommen. Dabei sind Bilder ganz oft trügerischer als Worte. Gleichzeitig fällt es dann nicht auf, wenn sich die Bilder verselbständigen.

Hören auf Jesus Christus ist nicht immer einfach. Es erfordert unsere klare Position, dafür trägt es den Einzelnen durch die vielen Entscheidungen des Lebens. Deshalb preisen wir  unseren Herrn und Kyrios:

Kyrie [evtl mit GL 128]

Herr Jesus Christus,
du schenkst uns dein Wort.
Du zeigst uns deine Liebe.
Du hast uns mit Leib und Seele erlöst.

Gloria * Tagesgebet [MB 233]

Allmächtiger Gott,
von dir kommt alles Gute.
Pflanze in unser Herz
die Liebe zu deinem Namen ein.
Binde uns immer mehr an dich,
damit in uns wächst, was gut und heilig ist.
Wache über uns und erhalte, was du gewirkt hast.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und liebt in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Lasst uns beten zu unserem Herrn Jesus Christus, der uns nahe ist auch in den Sorgen und Nöten des Lebens:

  • Für die Menschen, die in Schuld verstrickt sind
    und keinen Weg heraus sehen,
    dass sie Vergebung und Versöhnung erfahren.
  • Für die Menschen, die nur auf Äußerlichkeiten achten,
    dass sie lernen Menschen mit dem Herzen zu sehen.
  • Für die Menschen, die einsam und alleine sind,
    dass gute Freunde und Begleiter finden.
  • Für die Menschen, die unter den Gebrechen des Alters leiden,
    dass sie gute und einfühlsame Menschen erleben,
    die sie pflegen und wertschätzen.
  • Für die Menschen, die uns im Tod voraus gingen,
    dass sie in deiner Herrlichkeit sein dürfen
    und die Trauernden deinen Trost erfahren.

Denn du kennst die Herzen der Menschen und siehst auch die inneren Sorgen und Nöte. Danke, dass du uns und allen Menschen beistehst bis in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott,
du hast uns gestärkt durch das lebendige Brot,
das vom Himmel kommt.
Deine Liebe,
die wir im Sakrament empfangen haben,
mache uns bereit,
dir in unseren Brüdern zu dienen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung: Dtn 4,1–2.6–8

Das Buch Deuteronomium, zweites Gesetz,
zeigt sich wie ein Testament des Mose.
Er führte das Volk heraus aus der Sklaverei,
jetzt soll es im gelobten Land
in Freiheit und Frieden leben.
Deshalb ist es wichtig auf die Weisungen des Herrn
genau zu hören,
nichts hinzu zu fügen und nichts weg zu lassen.

Hinführung zur zweiten Lesung: Jak 1,17–18.21b–22.27

Der Herrenbruder Jakobus,
gilt als Verfasser des Jakobusbriefes.
Er mahnt uns darin, aufmerksam zu hören.
das Wort im herzen aufzunehmen
und schließlich danach zu handeln.
So zeigt sich Leben aus dem Glauben.

Meditation

Nicht nur sauber, sondern rein!
Porentief rein!
Strahlend weiß!
Aller äußerer Schmutz muss weg.

Aber wie sieht es innen aus?
Wie sieht es
unter der weißen Weste aus?
Wie in den Herzen der Menschen?

Jesu Reinheit kommt von innen,
aus dem Herzen des Menschen,
sie braucht keine Angst zu haben
vor äußerem Schmutz.

Diese Reinheit strahlt aus,
hinaus in die Welt,
auf die Menschen um mich herum,
in den Alltag des Lebens.

Im Einlassen auf Gott,
im Vertrauen auf ihn,
werde ich von Grund auf rein,
kann ich Jesu Befreiende Botschaft künden
von Herz zu Herz.

ð Reinhard Röhrner

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