Impulse zum 2. Fastensonntag – Reminiscere

Reminiscere – Lektionar III/C, 69: Gen 15,5–12.17–18 | Phil 3,17 – 4,1 (oder 3,20 – 4,1) | Lk 9,28b–36

Es gibt Erfahrungen, bei denen wir uns auf eigenartige Weise hinein genommen und geborgen fühlen, ja die uns eine großartige Erfahrung vermitteln, die wir noch nicht in Worte fassen können. Dann möchte man beschreiben, umschreiben, seine Erfahrung kund tun und manchmal sagt man dann etwas richtig dummes.

So ähnlich mag es dem Petrus im heutigen Evangelium von der Verklärung auf dem Berg Tabor gegangen sein. Aber Gott erwartet keine großen Erkenntnisse, sondern die Bereitschaft immer offen zu sein für sein Wort und sein herz der Begegnung mit ihm hin zu halten.

Das wollen wir jetzt feiern, miteinander unseren Herrn und Kyrios preisen.

Kyrie [oder GL]

Herr Jesus Christus,
du zeigst uns deine Pracht. Kyrie eleison.
Du erfüllst das Gesetz und die Propheten. Christe eleison.
Du bist wahrhaft Gottes Sohn. Kyrie eleison.

Tagesgebet [MB 93]

Gott, du hast uns geboten,
auf deinen geliebten Sohn zu hören.
Nähre uns mit deinem Wort
und reinige die Augen unseres Geistes,
damit wir fähig werden,
deine Herrlichkeit zu erkennen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus
durch ein Leben aus dem Glauben sichtbar machen.
Darum bitten wir durch ihn,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und wirkt in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Herr Jesus Christus auf dem Berg Tabor wurdest vor den Augen der Jünger verklärt und von Gott als sein geliebter Sohn beglaubigt. SO rufen wir voll Vertrauen zu dir:

  • Verklärter Herr, hilf allen Menschen, die im Dickicht des Lebens
    keinen Weg mehr sehen und sich verloren fühlen.
  • Verklärter Herr, hilf allen Menschen,
    die in Gewalt und Terror gefangen sind,
    die leiden und am Ende der Kräfte sind .
  • Verklärter Herr, hilf allen Menschen,
    die vor wichtigen Entscheidungen stehen.
  • Verklärter Herr, hilf allen Menschen,
    die sich einsam und alleine fühlen,
    unverstanden und verlassen.
  • Verklärter Herr, hilf allen Menschen,
    die oberflächlich urteilen und andere an den Rand drängen.
  • Verklärter Herr, zeige allen Menschen,
    die von uns gingen deine Pracht und tröste die Trauernden.

In der Verklärung scheint Ostern auf, die Hoffnung, dass hinter aller Enge, Ohnmacht und Angst uns deine Pracht erwartet. Dafür danken wir dir jetzt und alle Zeit bis in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet

Herr,
du hast uns im Sakrament
an der Herrlichkeit deines Sohnes Anteil gegeben.
Wir danken dir,
dass du uns schon auf Erden teilnehmen lässt
an dem, was droben ist.
Durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung: Gen 15,5–12.17–18

Unsere Erfahrung lehrt uns immer wieder,
das menschliche Treueversprechen nicht halten müssen.
Gott ist treu, er steht zu seiner Zusage,
die für Abraham so unglaublich ist.
Wer glauben kann,
erfährt Gottes Gerechtigkeit,
die mehr ist als ein Ausgleich,
sondern dem Menschen erfüllt.

 

Hinführung zur zweiten Lesung: Phil 3,17 – 4,1 (oder 3,20 – 4,1)

Bis in unsere Tage gibt es Menschen,
die alles schön reden,
endloses Glück verheißen.
Zum Kern der christlichen Botschaft
gehört nicht nur Ostern, sondern auch das Kreuz.
Weder Leid suchen, noch ihm ausweichen,
im Blick auf das Kreuz seinen Weg vor Gott gehen.
Das macht Paulus in seinem Brief
an die Christen in Philippi deutlich.

 

Meditation

Das Gesetz des Mose kenne ich,
die einfach und klar formulierten zehn Gebote
und doch kann ich es nicht erfüllen,
bleibe hinter den eigenen Zielen und Vorsätzen zurück.

Das Wort der Propheten kenne ich,
ihre Mahnung zu Frieden und Versöhnung
ihr Aufruf zu Gerechtigkeit und Gottesbegegnung
und spüre oft so wenig im Alltag.

Gesetz und Propheten
sind Hilfsmittel, keine Ziele.
Hilfen Gott in Seinem Sohn zu erkennen,
mich von ihm ansprechen
und durchdringen zu lassen.

Gottes geliebter Sohn
will mir im Leben nahe sein,
gibt mir Mut und Kraft
mich auf ihn hin zu verändern,
dass ich werde, was ich bin.

⇒ Reinhard Röhrner

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