Impulse zum 33. Sonntag im Jahreskreis C

Lektionar III/C, 385: Mal 3,19–20b | 2 Thess 3,7–12 | Lk 21,5–19

Die täglichen Nachrichten machen manchen Menschen Angst. Was passiert in dieser Welt? Kriege und Terroranschläge, Erdbeben und andere Naturereignisse und der oft klägliche Kleinkrieg zwischen Menschen können entmutigen. Warum ist die Welt so wie sie ist?
Könnte es nicht viel schöner sein hier bei uns und zwischen uns? Ja, das könnte es und auch wieder nicht. Vieles geschieht in dieser Welt, weil sie so ist wie sie ist und weil die Menschen immer nach Macht und Einfluß streben, oft mehr als ihnen und anderen gut tut. Aber es gibt für den gläubigen Christen eine Perspektive auf Gott. Das Leid zeigt keineswegs, dass Gott tot ist oder es ihn nicht gäbe, sondern vielmehr öffnet es einen Weg, trotz Leid und Scheitern auf Gottes Herrlichkeit zuzugehen,
So rufen wir zu Jesus Christus, unserem Herrn und Kyrios:

Kyrie | oder GL 156

Herr Jesus Christus,
du hast Angst und Einsamkeit angenommen. Kyrie eleison.
Du begegnest uns in den Schwachen der Welt. Christe eleison.
Du zeigst uns den Weg zum Leben. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 247

Gott, du Urheber alles Guten,
du bist unser Herr.
Lass uns begreifen, dass wir frei werden,
wenn wir uns deinem Willen unterwerfen,
und dass wir die vollkommene Freude finden,
wenn wir in deinem Dienst treu bleiben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und wirkt in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Viele Dinge beunruhigen uns, im Großen wie im Kleinen, in der weiten Welt wie auch in unserer ganz persönlichen Umgebung. Mit allen unseren Sorgen kommen wir zu unserem Herrn:

  • Wir beten für alle Menschen, die Angst vor der Gegenwart und Zukunft haben. Lass Sie Menschen finden, die ihnen Mut machen und neue Wege zum Leben zeigen.
    Christus höre uns – Christus erhöre uns
  • Wir beten für alle Menschen, die keinen Sinn in ihrem Leben sehen oder vor den Bruchstücken ihres Lebensplanes stehen. Stärke sie durch Menschen, die ihnen Verständnis und Geborgenheit schenken.
  • Wir beten für Kinder, die alleine sind oder sich unverstanden fühlen. Hilf ihnen gute Freunde zu finden, die ihnen beistehen und helfen auf dem Weg in ihr Leben.
  • Wir beten für die Menschen, deren Alltag von Streit und Unversöhntheit geprägt ist. Zeige ihnen Schritte zur Versöhnung mit sich und anderen Menschen.
  • Wir beten für die Verstorbenen, besonders die Opfer von Terror und der Kriege bis in unsere Tage. Lass sie die freudige Erfüllung deiner Verheißung erfahren.

Herr Jesus Christus, du hörst und verstehst uns und willst uns den Frieden schenken, den du verheißen hast in der Einheit mit dem Vater und dem Heiligen Geist für alle Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet

Barmherziger Gott,
wir haben den Auftrag deines Sohnes erfüllt
und sein Gedächtnis begangen.
Die heilige Gabe,
die wir in dieser Feier empfangen haben,
helfe uns,
dass wir in der Liebe zu dir und unseren Brüdern
Christus nachfolgen,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung:  Mal 3,19–20b

Nach der Rückkehr aus dem Exil in Babylon
tritt Ende des fünften vorchristlichen Jahrhunderts
der Prophet Maleachi auf.

Mit der Erfahrung des Exil im Hintergrund,
warnt er die Menschen vor ungerechtem Handeln
und dem Gericht Gottes,
damit sie nicht in die gleichen Fehler verfallen
wie vor der Vertreibung.
Er will mit einem positiven Ausblick Mut machen.

 

Hinführung zur zweiten Lesung: 2 Thess 3,7–12

Wie soll man als Christ in der Welt leben,
wenn so vieles in Unordnung zu sein scheint.
Im zweiten Brief an die Christen von Thessaloniki
betont der Verfasser,
dass sich Christen zuerst um ein gutes
und ordentliches Leben mühen sollen
um so die Welt auf Christus hin auszurichten.

Lesehinweis

Maleachi : Male achi
– Betonung auf dem zweiten a,
– das ch wird vorne gesprochen wie bei: mich

 

Thessaloniki: Betonung auf dem ersten i

Meditation

Wo bist Du Trost der ganzen Welt?
Rufen wir im Blick auf Kriege,
rufen wir im Blick auf Terror,
rufen wir beim Zerbrechen von Beziehungen,
rufen wir, wenn wir keinen Sinn mehr sehen.

Wo bist Du Trost der ganzen Welt?
Willst Du uns auch mit schönen Worten
zufriedenstellen und beruhigen?
Mit den endlosen Phrasen,
die schon lange nicht mehr wirklich beruhigen?
Bist Du mehr als Vertröstung?

Dort ist der Trost der ganzen Welt!
Wo Menschen beginnen Gott zu erahnen,
hinter all den glänzenden Fassaden
und den bröckelnden Komplexen,
hinter den beteuerten Wahrheiten
und den zaghaften Zwischenrufen.

Hier ist der Trost meiner ganzen Welt!
Wo ich beginne Gott zu vertrauen
mich in seine Hände gebe
mit allem was mir lieb und teuer ist
mit allem Scheitern und aller Last,
weil er mein Herr ist.

⇒ Reinhard Röhrner

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