Impulse zum 12. Sonntag im Jahreskreis A

Dominus fortitudo | Lektionar I/A, 278: Jer 20,10–13 | Röm 5,12–15 | Mt 10,26–33

Nach dem ersten Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao passierte etwas Unerwartetes: Der Torschütze zum 1:0, Felix Nmecha stellte sich mit anderen Spielern beider Mannschaften zusammen und dankte Gott mit einem Gebet.
Das ist außergewöhnlich, natürlich hatte die deutsche Nationalmannschaft klar mit 7:1 gewonnen, aber wenn nachher beide miteinander zu Gott, zu Jesus beten, dann ist da noch viel mehr passiert, da hat der Glaube das Miteinander und den oft geforderten Respekt voreinander geprägt.
Natürlich gab es auch, wie zu erwarten war Journalisten, die meinten sich profilieren zu müssen, dass Religion Privatsache sei und auf dem Fußballplatz nichts zu suchen habe. Ganz im Gegenteil werden wir heute von Jesus selbst hören: „was man Euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern!“ (Mt 10,27b)
Preisen wir jetzt unseren Erlöser, den Kyrios, in unserer Mitte:

Kyrie | mit GL

Herr, Jesus Christus,
du ermutigst uns die Botschaft Gottes zu verkünden. Kyrie eleison.
Deine Botschaft schenkt Sinn und Erfüllung. Christe eleison.
Mit dir bestehen wir überwinden wir Grenzen. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 221

Heiliger Gott, gib, dass wir deinen Namen
allezeit fürchten und lieben.
Denn du entziehst keinem deine väterliche Hand,
der fest in deiner Liebe verwurzelt ist.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Bitten wir vertrauensvoll unseren Gott, der uns ermutigt seine Botschaft von den Dächern zu verkünden:

  • Für den Frieden in der Welt, der an so vielen Orte
    weit entfernt ist oder in Gefahr ist,
    dass wir ihn im Vertrauen auf Gott verkünden.
    Höre uns, Gott. | Erhöre uns, Gott.
  • Für die Menschen, die Angst haben vor der Zukunft,
    die keinen Weg sehen in Krankheit und existentieller Not.
    Lass sie deine Nähe spüren.
  • Für die Christen,
    die um ihres Glaubens willen verfolgt werden.
    Bestärke sie in der Treue und Ausdauer.
  • Für die Menschen in der Ukraine und anderen Kriegsgebieten.
    Schenke Frieden und Versöhnung
    und neue Wege zum Leben im Miteinander.
  • Für alle, die aus der Bahn geworfen und ohne Hoffnung sind.
    Lass sie in dir Halt und Geborgenheit finden.
  • Für alle unsere Verstorbenen.
    Nimm sie auf in deinen Frieden und die Freude des Himmels.

Gott, auf dich können wir bauen; dir können wir vertrauen. Dafür danken wir dir und preisen dich mit deinem Sohn Jesus Christus im Heiligen Geist jetzt und alle Tage. AMEN.

Schlussgebet | MB

Gütiger Gott, du hast uns
durch den Leib und das Blut Christi gestärkt.
Gib, dass wir niemals verlieren,
was wir in jeder Feier der Eucharistie empfangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Jer 20,10–13

Wer sich auf Gott verlässt,
kann auf ihn bauen.
Auch wenn man in der Welt dafür
nicht selten Spott und Hohn erntet.
In seinem Klagelied schreit der Prophet Jeremia
seine Einsamkeit und Verlassenheit
seinem Gott entgegen.
Dennoch bleibt er ihm und dem Auftrag treu,
denn Gott verlässt ihn nicht.

Hinführung zur zweiten Lesung | Röm 5,12–15

Wer sich auf Gott verlässt,
kann auf ihn bauen.
Auch wenn man in der Welt dafür
nicht selten Spott und Hohn erntet.
In seinem Klagelied schreit der Prophet Jeremia
seine Einsamkeit und Verlassenheit
seinem Gott entgegen.
Dennoch bleibt er ihm und dem Auftrag treu,
denn Gott verlässt ihn nicht.

Lesehinweis

Meditation

Es gibt viel
vor dem ich mich fürchte,
Es gibt viel,
was mir Angst macht.

Je mehr ich darauf achte
um so tiefer wird die Angst
und umso mehr
fürchte ich mich.

Groß und mächtig
gebärdet sich vieles
in meinem Alltag,
das mich fürchten lehrt.

In der Ehrfurcht
kann ich alle Furcht
mit einem Male überwinden
und Freiheit atmen.

In der Ehrfurcht
vor Gott, Welt und Menschen
nehme ich eine neue Perspektive ein,
die mich offen leben lässt.

Reinhard Röhrner

Meditation | Alternative

„Fürchtet euch nicht vor den Menschen.“
Aber wenn sie mich in die Enge treiben,
wenn ich keinen Weg mehr sehe
wie ich offen leben kann?

Fürchtet euch nicht, sagt Jesus.
Aber wenn es ganz konkret ist,
Vorwürfe und Schuldzuweisungen mich treffen
und ich nicht mehr ausweichen kann.

Fürchtet euch nicht, meint er,
weil die Furcht immer enger macht,
mich mehr und mehr
um mich selbst kreisen lässt.

Fürchtet euch vor Gott, zeigt ihm Ehrfurcht,
ermuntert Jesus seine Freunde.
Aus der Ehrfurcht vor Gott,
wächst neue Zuversicht.

Wer in der Ehrfurcht lebt,
kann den menschlichen Abgründen nicht entrinnen,
aber er weiß sich ausgerichtet
auf den lebendigen Gott.

Reinhard Röhrner

Weitere Impulse
26 A Jahreskreis – Sonntag 12 – Dominus fortitudo

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