Krippenspiel zum Heiligen Abend

Heiliger Abend Kinderchristmette | Lj A | 24. Dezember 2016
16.30 Uhr | Texte: In der Nacht | Lektionar I/A, 27: Jes 9,1–6 | Tit 2,11–14 | Lk 2,1–14

Prolog am Ambo vor der Kindermette

Sprecher 1

Wenn wir Weihnachten feiern wollen,
denken wir weit zurück.
Ganz am Anfang schuf Gott Himmel und Erde
alles was da ist, rief er ins Leben.
Dem Menschen gab er die Welt.
Er war immer bei den Menschen,
rief Abraham, Isaak und Jakob ihm zu folgen.
Auf sein Wort hin führte Mose
das Volk Israel aus Ägypten in die Freiheit,
mitten durch das Meer und die Wüste.
Er war es, der David zum König machte,
und versprach einmal die ganze Welt zu erlösen.
Vor 2000 Jahren regierte Octavianus Augustus
als Kaiser in Rom das Weltreich der Römer
zu dem auch das kleine Palästina gehörte.
Er lässt in seinem ganzen Reich verkünden:

                  Trompetenfanfare

Sprecher 2

Achtung, Achtung, alle her hören:
Alle Bürgerinnen und Bürger
im Imperium Romanum sollen sich
in Steuerlisten eintragen lassen,
jeder in der Stadt, aus der er stammt.

Sprecher 1

Einige Monate vorher passierte etwas Sonderbares.
Mitten in Nazareth fühlte sich Maria
plötzlich ganz komisch.
Es war irgendwie leicht und hell
und da hörte sie eine Stimme:

Sprecher 2

Maria, Maria, hab keine Angst,
Gott hat mich zu dir gesandt,
damit ich dir eine frohe Botschaft bringe,
Er selbst will in dir Mensch werden
wie er es durch die Propheten verkündete.

Sprecher 1

Maria kannte sich gar nicht aus,
aber sie sagte ja, weil sie spürte, dass es so gut war.
Ihr Bräutigam Josef war verwirrt,
doch auch ihm zeigte sich der Bote Gottes
und sagte ihm:

Sprecher 2

Gott schickt seinen Sohn in die Welt,
er will ein Mensch wie wir werden
und als Kind kommen, ganz klein und hilflos.
Deine Braut Maria und Dich hat er auserwählt,
das göttliche Kind zu begleiten
und ihm Vater und Mutter zu sein.

Sprecher 1

Weil Josef in Bethlehem geboren wurde
und zu den Nachfahren des Königs David zählte,
musste er mit seiner schwangeren Frau Maria dorthin.
Es sollte bald soweit sein,
dass das Kind zur Welt kommen wird.

Lied            GL 224 | Maria durch ein Dornwald ging
Anläuten | Einzug | Einführung
Kyrie | Gloria
Tagesgebet
Hinführung zur Lesung
Lesung Jes 9,1–6
Responsorium instrumental

Krippenspiel

 

Maria:

Oh Josef, wie wird es mir ergehn,
hast du die vielen Menschen gesehn?
Sie kommen von Süden, von Norden her.
Sie sind müde, sie tragen schwer.
Ach ich trag schwer an meinem Kind.
Wann wir wohl endlich in Bethlehem sind?

Josef:

Gott wird uns helfen, er wird uns führen,
wir werden den Weg schon nicht verlieren.
Von hier aus schau ich weit übers Land,
Jerusalem liegt dort zur rechten Hand.
Die hohen Türme kann ich sehn
schau – dorthin muss es nach Bethlehem gehn.

Maria:

Josef wir sind von Gott gesegnet,
in allem, was uns noch begegnet.
Sein Schutz wird immer bei uns sein,
Gott lässt seine Kinder nicht allein.

ð Josef geht zur ersten Tür

Josef:

Ich klopf an diese Tür hier an,
ob man uns noch hereinlassen kann.
Ich seh im Hof schon viele Leute,
ein jeder bittet um Einlass heute.

ð Er klopft an

1.Wirt:

Seht, wie sich die Menschen drängen,
so viel Vieh, die Esel, die Pferde.
Ich weiß nicht mehr ein noch aus,
es schlafen schon Menschen auf nackter Erde.

ð Josef klopft an der zweiten Tür

2.Wirt:       Bis unters Dach ist voll mein Haus,
doch lass ich euch nicht in die Nacht hinaus.
Seht ihr den Weg bei den Palmen am Hang?
Nehmt die Laterne, geht dort entlang.

ð Er reicht ihnen die Laterne

Ihr findet einen Stall mit Heu,
auch Ochs und Esel stehen dabei.
Der Stall wird euch schützen vor Regen und Wind.

ð Gibt ihnen Tücher

Nehmt auch die Tücher mit für das Kind.

Sprecher 1 Als die beiden endlich angekommen waren
und im Stall zwischen den Tieren
einen Schlafplatz gefunden hatten
brachte Maria ihren Sohn zur Welt, den Erstgeborenen.
Sie wickelte ihn in Windeln
und legte ihn auf das Heu und Stroh
in der Futterkrippe, weil sie sonst keinen Platz fanden.

ð Maria und Josef gehen zur Krippe vor dem Altar
und legen das Christkind in die Krippe

Sprecher 2 In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld
und hielten Nachtwache bei ihrer Herde.

ð Flötenspiel

ð Hirten lagern am Feuer

1.Hirte

Ich lag auf den Wiesen, nahe am Wald,
ich machte ein Feuer, die Nacht war sehr kalt.
So hell und leuchtend sah ich den Stern,
er kam immer näher zu mir aus der Fern.

2.Hirte

Ich konnte nicht schlafen die ganze Nacht,
ich hab auf den Feldern draußen gewacht.
Es drängte sich ängstlich Tier an Tier,
nicht weit von hier.

Sprecher 1

Da trat der Engel des Herrn zu ihnen,
und der Glanz Gottes umstrahlte sie.
Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen:

Sprecher 2

Fürchtet euch nicht,
denn ich verkünde euch eine große Freude,
die dem ganzen Volk zu teil werden soll.
Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren;
er ist der Messias, der Herr.
Und das soll euch als Zeichen dienen:
Ihr werdet ein Kind finden,
das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.

Sprecher 1

Und plötzlich war bei dem Engel
ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach:

Sprecher 2

Verherrlicht ist Gott in der Höhe
und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.

Stern:

Ihr Hirten, ach, erschrecket nicht!
Ich künde euch gar große Freud:

Engel:

Der Heiland ist geboren heut!
Er liegt als Kind in einem Stall
und will die Welt erlösen all!
Ihr seid als Erste auserwählt,
zu schaun den neugebornen Herrn der Welt!

Sprecher 1

Als die Engel die Hirten verlassen hatten
und in den Himmel zurückgekehrt waren,
sagten die Hirten zueinander:

Sprecher 2

Kommt, wir gehen nach Bethlehem,
um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ.

ð Die Hirten machen sich auf den Weg

3.Hirte

Ich hör noch die Engel jubeln und singen,
dies Kind wird euch Frieden und Freude bringen.
Da – überm Stalle der leuchtende Schein,
Freunde, hier müssen wir richtig sein.

Sprecher 1

So eilten die Hirten hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag.

1.Hirte

Der Engel brachte uns die Mär,
dass Christus heut geboren wär!

2.Hirte

Nun finden wir dich, göttlich Kind,
im Stall beim Esel und beim Rind!

Sprecher 1

Als sie es sahen, erzählten sie,
was ihnen über dieses Kind gesagt worden war.
Und alle, die es hörten,
staunten über die Worte der Hirten.

Sprecher 2

Maria aber bewahrte alles, was geschehen war,
in ihrem Herzen und dachte darüber nach.
Die Hirten kehrten zurück,
rühmten Gott und priesen ihn für das,
was sie gehört und gesehen hatten;
denn alles war so gewesen,
wie es ihnen gesagt worden war.

Engel:

Es leuchtet der Stern so hell und so schön,
er blieb über diesem Stalle stehn.
Der Morgenstern, der Heiland ist da,
ist allen Menschen auf Erden nah,
will uns mit Schutz und Liebe umgeben,
so wird es hell auch in unserem Leben.

16 Lj A Weihnachten – Christmette 16-30h
16 Lj A Weihnachten – Christmette 16-30h – Hinführungen und Meditation
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