Impulse zum 1. Sonntag im Advent | B

1. Sonntag im Advent | Lesejahr B
Lektionar II/B, 3: Jes 63,16b–17.19b; 64,3–7 | 1 Kor 1,3–9 | Mk 13,33–37 oder Mk 13,24–37

Eine sehr widersprüchliche Zeit beginnt mit dem Advent. Ro-mantisch sprechen wir noch immer von der staaden Zeit und benennen sie kurzerhand in Vorweihnachtszeit um, nehmen das Fest, dessen Vorbereitung wir feiern, schon vorweg.
Adventlich feiern heißt sich bereiten, sich Zeit zu nehmen für die Vorbereitung, damit es ein schönes Fest werden kann. In Ruhe sich darauf zu besinnen und nicht nur zu hetzen. Es liegt an uns, ob wir die Impulse zur Ruhe und Besinnung wahr- und an-nehmen wollen.
Ein äußeres Zeichen ist der Adventskranz, den wir am Beginn segnen wollen:

Segnung des Adventskranzes (oder Benediktionale Seite 29f)

Lasset uns beten.
Wir danken dir, Herr, unser Gott.
Jedes Jahr schenkst du uns aufs Neue die Freude des Ad-vents.
Eine Zeit froher Erwartung deiner Gegenwart.
Die grünen Zweige sind uns ein Zeichen der Hoffnung,
die Lichter führen uns immer näher zum Fest deiner Geburt.
Wir bitten dich:
Segne + diesen Kranz (diese Kränze)
und lass Hoffnung und Zuversicht in unseren Herzen wach-sen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.
So wollen wir bewusst in diesen Advent hineingehen, die Zeit als geschenkte Zeit der Vorbereitung wahrnehmen und uns vorbereiten auf das Fest der Geburt Christi, das wir an Weihnachten feiern wollen:

Kyrie | mit GL 155

Herr Jesus Christus,
wir erwarten dein Kommen in die Welt.
Du bist Mensch geworden um uns zu erlösen.
Du bist der Anfang einer neuen Welt.

KEIN Gloria | Tagesgebet | MB 1

Herr, unser Gott,
alles steht in deiner Macht;
du schenkst das Wollen und das Vollbringen.
Hilf uns, dass wir auf dem Weg der Gerechtigkeit
Christus entgegengehen
und uns durch Taten der Liebe
auf seine Ankunft vorbereiten,
damit wir den Platz zu seiner Rechten erhalten,
wenn er wiederkommt in Herrlichkeit.
Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, wir bereiten uns auf dein Kommen vor, wir bereiten uns für das Fest deiner Geburt und deine Wiederkunft am Ende der Zeit, so bitten wir voll Zuversicht:

  • Wir bitten für alle Menschen,
    die den Advent als Aufbruch leben wollen,
    dass sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können
    und wirklich leben dürfen.
  • Wir bitten für alle , die sich für andere engagieren,
    schenke ihnen Kraft, Durchhaltevermögen
    Ideenreichtum und Motivation
    für ihre bevorstehenden Aufgaben.
  • Wir bitten für die Kinder und Jugendlichen in den Krisengebieten,
    lass sie sich auch auf ein besinnliches Weihnachtsfest freuen
    und schenke ihnen Zuversicht für eine bessere Zukunft.
  • Wir bitten für alle Familien, dass sie zur Advents- und Weihnachtszeit
    wieder näher zusammenrücken
    und das Mit- und Füreinander genießen.
  • Wir bitten für alle, die nicht zum Gottesdienst kommen können,
    aber mit dem Herzen bei uns sind,
    Die Alten, die Kranken, die Gefangenen, Freunde, die unterwegs sind,
    für alle, die in dieser Stunde Dienst tun.

Wir danken dir, dass du uns immer wieder deine Liebe schenkst und ermutigst unseren Weg im Glauben zu gehen bis wir einst ganz mit dir vereint sind in alle Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet

Herr, unser Gott,
du hast uns an deinem Tisch
mit neuer Kraft gestärkt.
Zeige uns den rechten Weg
durch diese vergängliche Welt
und lenke unseren Blick auf das Unvergängliche,
damit wir in allem dein Reich suchen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Jes 63,16b–17.19b; 64,3–7

In der Verbannung in Babylon schreit das Volk zu Gott,
fragend und klagend, ja betend erkennt es
wie sehr es sich von Gott entfernte,
wie sehr sie in sich selbst gefangen sind.
nach der Rückkehr im 6. Jahrhundert vor Christus
erkennen sie Gottes Treue.
In dieser Hoffnung schreien sie nach Gott,
wie auch wir nach ihm rufen
als Gefangene in der Sattheit unserer Zeit und Gesellschaft,
eingezwängt in den fröhlichen Konsumrausch im Advent
in der Banalität und Gewöhnlichkeit unseres Lebens
.

Hinführung zur zweiten Lesung | 1 Kor 1,3–9

Inmitten des wirtschaftlichen Zentrums,
inmitten eines religiösen Schmelztiegels
muss sich die kleine christliche Gemeinde Korinths behaupten.
Der Glaube muss noch wachsen und sich festigen,
er ist in Gefahr,
doch Paulus ermutigt und zeigt einen Weg,
der in Jesus leben-erfüllend ist
.

Meditation

Wir gehen hinein in den Advent,
in eine Zeit des Hoffens
und der Erwartung.

Hoffen auf den Herrn,
Erwartung seiner Ankunft
und seiner Wiederkunft.

Hoffen auf die Erlösung,
die unser Leben
schon jetzt prägt und trägt.

Hoffnung, die offen ist,
für das was kommt
und uns das Leben schenkt.

Hoffnung, die über die Eile der Zeit hinaus
uns ausrichtet auf ein Ziel,
das wir in Gottes Gegenwart erwarten.

⇒ Reinhard Röhrner

Weitere Impulse
Meditation
17 Lj B Advent – Sonntag 1
17 Lj B Advent – Sonntag 1 – Hinführungen und Meditation

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