Impulse zum 21. Sonntag im Jahreskreis | A

21. Sonntag im Jahreskreis | Jahreskreis Sonntage 18-34 | Lesejahr A
Lektionar I/A, 307: Jes 22,19–23 | Röm 11,33–36 | Mt 16,13–20

Bei der Weiheliturgie im Regensburger Dom singen zum Ende hin die Domspatzen das „Tu es Petrus“, das Franz Liszt in großartiger Weise vertonte. Ein leichtes Schaudern mag den Gläubigen dabei erfüllen.
Nicht, dass die Neupriester oder alle Priester auf eine Stufe mit Petrus oder seinem Nachfolger, dem Papst gestellt würden, aber sie müssen ebenso überzeugt in Jesus den Sohn Gottes erkennen und diese Erfahrung mit ihm an die Gläubigen weitertragen.
Der Glaube lebt von der Erfahrung, ein Glaubender ist einer, der etwas von Gott erfahren hat in seinem Leben. Das sprach Petrus der Überlieferung des Matthäus zufolge in Caesarea Philippi aus und das lässt Simon, den Sohn des Johannes, zum Felsen der Kirche werden. Rufen auch wir zu unserem Herrn und Kyrios:

Kyrie | mit GL 154

Herr Jesus Christus,
Du bist wahrhaft Gottes Sohn.
Du rufst Menschen dir zu folgen.
Du machst uns Mut als Gemeinschaft im Glauben zu leben.

Gloria | Tagesgebet | MB 232

Gott, unser Herr,
du verbindest alle, die an dich glauben,
zum gemeinsamen Streben.
Gib, dass wir lieben, was du befiehlst,
und ersehnen, was du uns verheißen hast,
damit in der Unbeständigkeit dieses Lebens
unsere Herzen dort verankert seien,
wo die wahren Freuden sind.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Durch das inständige Bitten erfuhr die kanaanäische Frau Heil und Heilung durch Jesus Christus. So rufen auch wir zu ihm:

  • Wir beten für die kranken Menschen,
    dass Ärzte und Pflegekräfte gut für sie sorgen
    und ihnen nach Kräften Heilung ermöglichen.
    Christus höre uns. | ALLE: Christus erhöre uns.
  • Wir beten für die Menschen,
    die sich in aussichtslosen Situationen sehen,
    dass sie im Gebet Hilfe und Erhörung erfahren.
  • Wir beten für die treuen Beter
    in unseren Pfarreien und Gemeinschaften,
    dass sie sich selbst vom gebet getragen wissen.
  • Wir beten für den Frieden in der Welt,
    dass Hass und Krieg überwunden werden
    und Friede und Versöhnung wachsen kann.
  • Wir beten für unsere Verstorbenen,
    die auf Gott vertrauten und jetzt bei ihm sein dürfen.

Auch unsere Gebete und Sorgen erhörst du und lässt uns deine Nähe und Hilfe erfahren, heute und in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet | MB

Herr, unser Gott,
schenke uns durch dieses Sakrament
die Fülle deines Erbarmens und mache uns heil.
Gewähre uns deine Hilfe,
damit wir so vor dir leben können,
wie es dir gefällt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Jes 22,19–23

Bis heute nutzen Mächtige ihre Macht
für eigene Vorteile.
Schon 8. Jahrhundert vor Christus
klagte der Prophet Jesaja
Korruption und Günstlingswirtschaft an
und mahnte vor Gottes Gericht.
Macht bringt immer auch Verantwortung mit sich,
die Gebote Gottes können hier eine wertvolle Hilfe sein,
diese Verantwortung recht zu gebrauchen.

Hinführung zur zweiten Lesung | Röm 11,33–36

An den letzten Sonntagen
haben wir die Gedanken des Apostels Paulus
zum Verhältnis von Juden und Christen gehört.
Vieles bleibt offen und ungeklärt,
so gibt er all seine Fragen und Ungewissheiten
in Gottes Hände
und stimmt in einen Lobpreis Gottes ein.

Meditation

Was leichthin über dich geschrieben steht:
Dass du bist die Glut von dem, was lebt,
der Seelenfunken, der den Brand entfacht,
der Atemquell, der uns zu trinken gibt.

Was feurig steht geschrieben, dass du kommst,
rettest, was verloren ist, dies Wort,
dass du ein Herz hast, Augen, dass du hörst,
und sagst: Ich werde da sein – Lichtblick, neuer Bund –

dies große Wort, geschrieben weiß auf schwarz,
treu bei uns, wie hat es uns befreit,
beschämt, berauscht, getröstet und gereizt.
Wie brennen wir zu wissen, wer du bist.

⇒ Huub Oosterhuis, Ich steh vor dir. Meditationen.

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