Impulse zum 2. Sonntag nach Weihnachten

Lektionar III/C, 46: Sir 24,1–2.8–12; Eph 1,3–6.15–18; Joh 1,15.9–14

Wir stehen am Anfang des neuen Jahres und haben vielleicht neue Ziele ins Auge gefasst, neue Vorsätze beschlossen. Wie lange sie in diesem Jahr wohl halten werden? Warum ist das eigentlich so, dass wir uns viele wertvolle und richtige Ziele setzen und mit dem Kopf sagen, ja das ist vernünftig so, damit wird es mir besser gehen und so fort, dann aber doch nicht Durchhalten?

Vielleicht weil Ziele zwar schön klingen, aber in der Zukunft liegen. Wir unser Leben jedoch in der Gegenwart leben müssen. Vielleicht sollten wir klein beginnen, nicht mit der Vision, wenn ich dies und jenes erreicht habe werde ich…, sondern jetzt beginne ich damit, ganz einfach und konkret und freue mich über den Anfang im Hier und Jetzt.

Diesen Anfang hat Gott in Jesus Christus gesetzt, unserem Herrn und Kyrios:

Kyrie [oder GL]

Herr Jesus Christus,
du bist der Anfang des Heiles.
Du schenkst unserem Leben Sinn.
Du bist das Ziel aller Zeit.

Gloria * Tagesgebet [MB 48]

Allmächtiger, ewiger Gott,
du erleuchtest alle, die an dich glauben.
Offenbare dich den Völkern der Erde,
damit alle Menschen
das Licht deiner Herrlichkeit schauen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und liebt in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du bist Mensch geworden, um unser aller Bruder zu sein. So bitten wir dich in unseren Sorgen und Nöten:

  • Wir beten für alle Menschen,
    die sich nach einem Fundament im Leben und Sinn sehnen
    Zeige ihnen dies im Weg zu dir.
  • Wir beten für die Sicherheitskräfte und Hilfsdienste,
    Die im Hintergrund für unser Wohlergehen arbeiten.
    Lass sie Dankbarkeit und Sinn im Tun erfahren.
  • Wir beten für die Menschen,
    die unter Krieg und Terror leiden.
    Schenke ihnen den Frieden, den du verheißen hast.
  • Wir beten für alle Menschen, die sich verändern wollen,
    dass sie mutig die Schritte in die Zukunft gestalten
    zuverlässig auf ihrem eigenen Weg ins Leben gehen.
  • Wir beten für alle Menschen,
    deren Leben unsicher wurde, die vor Brüchen im Leben stehen,
    dass sie gute Berater und deine Nähe spüren
    um die richtigen Entscheidungen zu treffen.
  • Wir beten für alle Menschen, die um liebe Angehörige trauern,
    nimm die Verstorbenen in Deine Liebe auf
    und tröste die Trauernden.

Dein Licht, Herr, leuchtet in der Finsternis der Welt und zeigt uns den Weg zu unserer Erlösung. Dafür danken wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Schlussgebet

Herr, unser Gott,
befreie uns durch die Wirkung dieses Sakramentes
von unseren Fehlern und Sünden.
Erfülle unser Verlangen und schenke uns alles,
was wir zum Heil nötig haben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN

Hinführung zur ersten Lesung: Sir 24,1–2.8–12

Wie kann man Gottes Spuren in der Welt erkennen?
Das Buch Jesus Sirach,
das rund 200 Jahre vor Christus entstand,
beantwortet die Frage mit der Weisheit.
Von der griechische Philosophie geprägt
liegt das nahe,
doch es ist mehr als menschliches Begreifen,
gerade dort zeigt sie sich oft,
wo wir vom Wissen zum Staunen kommen
und unsere Sicherheit
Gott anvertrauen.

 

Hinführung zur zweiten Lesung: Eph 1,3–6.15–18

In Gottes weisem Ratschluß lag es,
dass er uns Christus als Erlöser sandte.
Die Verlorenheit des Menschen,
kann nur Gott im Kern überwinden,
das betont der Brief
an die Christen in Ephesus,
der im Geiste des Apostels Paulus verfasst wurde.
Lobpreis und Dank sind der Kern
des alten Christusliedes,
das in der heutigen Lesung zitiert wird.
 

Meditation

 

Am Anfang wurde Gottes Wort
ein Mensch, nahm Fleisch an
wie Du und ich,
wurde einer von uns.

Und dann kam das Gerede,
Angst und Panikmache,
Lüge und Verdrehung der Wahrheit,
Worte die verbergen.

Und doch sehen ich mich
nach dem Wort,
dem einen und klaren,
das Gott auch heute spricht.

Im Hören auf sein Wort,
kann es Fleisch werden in mir,
mein Handeln bestimmen,
meine Begegnungen prägen.

Gott wird Mensch,
wo wir mit ihm immer wieder
den Anfang wagen,
der uns erlöst.
ð Reinhard Röhrner

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