Impulse zum 16. Sonntag im Jahreskreis A

Ecce Deus | Lektionar I/A, 294: Weish 12,13.16–19 | Röm 8,26–27 | Mt 13,24–43 (oder 13,24–30) 

Schnelle und einfache Lösungen üben eine besondere Faszination aus. Oft wird erst beim genaueren Blick auf die Dinge und Zusammenhänge deutlich, dass schnelle und einfache Lösungen oft dem Ganzen nicht gerecht werden. Das erleben wir in den unterschiedlichen Lebenssituationen in unserem Alltag. Oft braucht es intensive Überlegungen, um unterschiedlichen Interessen gerecht zu werden.
Gott macht uns Mut, nicht mit schnellen Handlungen das Gute mit dem Schlechten auszureißen, sondern aufmerksam zu beobachten und vielleicht manches Gut entdecken, das wir auf den ersten Blick nicht erkannt haben. Kein hektischer Aktionismus, sondern bewusstes Tun führt zum Gelingen.
Rufen wir voll Freude und Zuversicht zu Jesus Christus, unserem Erlöser, dem Kyrios und preisen sein Erbarmen:

Kyrie | mit GL

Herr, Jesus Christus,
du schenkst Ruhe. Kyrie eleison.
Du begegnest in Barmherzigkeit. Christe eleison.
Du zeigst uns den Weg zu einem erfüllten Leben. Kyrie eleison

Gloria | Tagesgebet | MB 225

Herr, unser Gott, sieh gnädig auf alle,
die du in deinen Dienst gerufen hast.
Mach uns stark im Glauben,
in der Hoffnung und in der Liebe,
damit wir immer wachsam sind
und auf dem Weg deiner Gebote bleiben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Gott ermutigt uns mit Geduld und Vertrauen auf die Welt zu blicken. Voll Vertrauen rufen wir zu ihm in den Sorgen unserer Tage:

  • Hektik und Aktionismus erzeugt oft Leere.
    Hilf allen, die sich kraftlos und leer fühlen
    aus dem Vertrauen auf Gott neue Kraft zu finden.
    Herr, höre uns. | Herr, erhöre uns.
  • Terror und Krieg tötet Menschen.
    Steh allen bei, die darunter leiden
    und öffne Perspektiven zu Frieden und Versöhnung.
  • Auch in unserem eigenen Leben sehen wir Unkraut.
    Lass alle Menschen erfahren, dass sie von dir geliebt sind
    und lass sie Menschen begegnen,
    die ihnen helfen, sich selbst anzunehmen.
  • Ernte und Neuanfang in Schule und Beruf
    erleben viele Menschen in diesen Wochen.
    Hilf ihnen gute und nachhaltige Entscheidungen zu treffen,
    die zu einem erfüllten Leben führen.
  • Im Tod gingen Menschen in die Ewigkeit voraus.
    Tröste alle Trauernden mit der Hoffnung auf deine Herrlichkeit.

Guter Vater, wir danken dir für deine Großmut und Liebe. Sei gepriesen in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet | MB

Barmherziger Gott, höre unser Gebet.
Du hast uns im Sakrament
das Brot des Himmels gegeben,
damit wir an Seele und Leib gesunden.
Gib, dass wir die Gewohnheiten des alten Menschen ablegen
und als neue Menschen leben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Weish 12,13.16–19

Das Buch der Weisheit entstand wohl
im ersten Jahrhundert vor Christus in Alexandria.
Gott beweist seine Macht und Größe
in Güte, Milde und Geduld.
Er sorgt sich um den Menschen
und will ihn führen,
dass er erfüllt leben kann.
Als Sprecher stellt sich König Salomo vor.

Hinführung zur zweiten Lesung | Röm 8,26–27

Angesichts des Leids und er Ohnmacht in der Welt
kann man den Mut verlieren.
Paulus erinnert die Christen in Rom daran,
dass sie die Erlösung schon in sich tragen
und der Geist Gottes es ist,
der uns voll Zuversicht sprechen lässt.

Lesehinweis

Alexandria – Betonung auf dem zweiten a
Salomo – Betonung auf dem a

Meditation

Gut und Böse,
schwarz und weiß,
richtig und falsch.

So einfach ist es nicht,
im Leben gibt es kaum
solche klaren Momente.

Es braucht den Mut
zum Wachsen und Reifen,
um den richtigen Weg zu erkennen.

Den ehrlichen Mut
in allen Schattierungen des Lebens
einen persönlichen Weg zu finden.

Gott ermutigt mich
im Vertrauen auf ihn
das Gute zu wählen,
ohne vom Bösen verwirrt zu werden.

Reinhard Röhrner

Meditation | Alternative

Das kann doch nicht sein,
man muss doch etwas tun
und kann nicht einfach nur zusehen!

Es braucht radikale Methoden,
an die Wurzel muss es gehen
und alles Ungute ausgerissen werden.

Und am besten gleich und sofort,
ehe sich der Wildwuchs ausbreitet
und alles überwuchert.

Gott mahnt zur Geduld und Milde,
nicht die Hektik und das vorschnelle Handeln
ist Gottes Weg für den Menschen.

Wachsen und reifen lassen,
allem die Chance geben
sich zum Guten zu entwickeln.

Auch mir öffnet er den Weg
meine guten Talente und Fähigkeiten
zu fördern und reifen zu lassen.

Gott in der Welt folgen
heißt sich nicht in die Eile hineinnehmen lassen,
sondern aus der Zuversicht heraus zu leben.

Reinhard Röhrner

Meditation | Alternative II

Warum nur, Herr,
kann es nicht einfacher sein.
Warum sind Menschen böse gegen andere,
warum fügen wir einander Leid zu?

Warum verletzen sogar Freunde einander
enttäuschen sich Menschen,
die sich für immer lieben wollten
und zerbrechen beste Freundschaften?

Solltest du nicht deine Macht zeigen,
die Menschen zur Besinnung rufen
mit mächtigen Zeichen
die Menschen zum Glück zwingen?

Doch Gewalt ist nicht deine Sache,
Machtspiele überlässt du anderen,
du selbst bist den Weg zum Kreuz gegangen
um mir und uns allen den Weg zum Leben zu zeigen.

Wachsen und warten bis zur Ernte
sagst du mir heute im Evangelium
in mir und um mich herum
Gutes wahrnehmen und tun
Schlechtes ertragen und geduldig aushalten.

So will ich beginnen
mich am Guten zu orientieren
mein Bestes zu geben
um meine Welt zu verbessern,
alles andere aber überlasse ich dir.

Reinhard Röhrner

Weitere Impulse
26 A Jahreskreis – Sonntag 16 – Ecce Deus

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