Impulse zum 16. Sonntag im Jahreskreis | Ecce Deus | C

Ein schattiger Platz in der Hitze des Tages ist ein Geschenk, schön, wenn man ihn teilen kann. So könnten wir die Begegnung bei den Eichen von Mamre umschreiben, von der wir in der heutigen Lesung hören.
Abraham beweist Offenheit und Großzügigkeit in der Gastfreundschaft und begegnet Gott. Im Unterschied zum alltäglichen Gegeneinander zeigt sich die Großzügigkeit als wahrer Schatz, der Abraham und Sara Zukunft verheißt, die alt geworden sind und an der Zusage Gottes zweifeln. Die Offenheit schenkt neue Zuversicht und neuen Mut, ja den beiden schenkt sie ein Kind, den ersehnten Sohn. Sie werden ihn Isaak nennen, denn Gott lacht mit den Menschen. Weiterlesen

Impulse zum 15. Sonntag im Jahreskreis | Ego autem | C

Ego autem | Lektionar III/C, 315: Dtn 30,9c–14 | Kol 1,15–20 | Lk 10,25–37
Wie lernen wir das Leben? Eine schwierige Frage. Oft hört man, dass die Schule des Lebens hart sei, weil wir an Grenzen stoßen bzw. uns Andere Grenzen aufzeigen. Das ist nicht immer angenehm, ja manchmal kann es uns sogar in eine Krise stürzen.
Dabei kann man auch mit der Ermunterung zum Leben lernen sein Leben zu gestalten. Den Blick weg von dem, was wir nicht können oder uns nicht möglich ist, hin zu den Möglichkeiten, die uns offenstehen, heißt zuversichtlich ins Leben zu gehen.
So ermuntert uns Gott unseren Platz in der Welt und im Leben zu finden. Er traut uns zu, dass unser Leben gelingen kann. Daraus können wir Vertrauen in uns selbst und unsere Fähigkeiten, in Freunde und nicht zuletzt in Gott gewinnen. Weiterlesen

Impulse zum 14. Sonntag im Jahreskreis | Suscepimus | C

Die immer weiter um sich greifende mangelnde Höflichkeit in der Gesellschaft wird oft beklagt. Dabei sind es doch meist die kleinen Aufmerksamkeiten, die unseren Alltag erträglicher machen. Früher sei alles besser gewesen, kann man da nicht selten hören.
Das heutige Evangelium scheint uns da eines anderen zu belehren. ‚Grüßt niemand unterwegs!‘ mahnt Jesus seine Jünger die er zu zweit aussendet. Damit ist natürlich eher das Gegenteil gemeint, das sich verzetteln im Reden, da und dort stehen bleiben und mit seinen Aufgaben nicht fertig werden, sich im Geplänkel des Alltags zu verlieren. Mitnichten wird also der Unhöflichkeit das Wort geredet.
Grüßen wir Jesus, der uns ermuntert mit ihm nach dem Gelingen des Lebens zu suchen und das Ziel unseres Lebens zu erreichen: Weiterlesen

Impulse zum 13. Sonntag im Jahreskreis | Omnes gentes | C

Kürzlich war ich mit meinem Vater unterwegs und wir kamen an einem Spielplatz vorbei und er wollte den spielenden Kindern zusehen. An einem Kletternetz rief ein Kind ganz oben offenbar seine Mutter, die aber gerade in ihr Smartphone tippte und den Klettererfolg nicht sehen konnte. Der Bub kletterte wieder herunter und lief schimpfend zu seiner Mutter.
Schade dachte ich mir, wie leicht wir Menschen uns doch ablenken lassen, uns vielleicht mit weit entfernten Menschen verbunden wissen und die wertvollen Menschen vor uns übersehen…
Berufung und Nachfolge leben von persönlichen Erfahrungen und der Bereitschaft sich ganz darauf einzulassen, das zeigt die Berufung des Eli-scha und auch die Berufung zur Nachfolge Jesu, also auch unseren Weg als Christen. Weiterlesen

Impulse zum 12. Sonntag im Jahreskreis | Dominus fortitudo | C

Der Wiener Pastoraltheologe Paul Michael Zulehner fragte einmal: „Wie erklären Sie einer 17-jährigen, atheistischen Ostdeutschen, was Jesu Vision war – auf einem Bein stehend? Können sie das? Oder müssen sie erst üben, auf einem Bein zu stehen?“
Hand aufs Herz, was und wie würden Sie die Bedeutung Jesu für sich be-schreiben, anderen erklären, was es für sie persönlich heißt zu glauben. Das geht nicht, sagen manche, weil der Glaube etwas sehr Persönliches ist! Mag sein, aber ein Glaube, der sich nur ins Innenleben des Menschen zurückzieht, ist kaum ein Glaube an den Gott der alle Welt erlöst.
In diesem Kontext wird die Frage Jesus im heutigen Evangelium auch für uns zur Nagelprobe und zur Ermutigung uns darüber klar zu werden, wer er für uns ist. Weiterlesen

Impulse zum Dreifaltigkeitssonntag | Trinitatis | C

Wir feiern den dreieinigen oder dreifaltigen Gott, die Mitte unseres Glau-bens und doch eines der so schwer begreiflichen Bekenntnisse unseres Glaubens. Einer oder Drei, möchten wir fragen und müssen anerkennen, dass es einer und drei heißen muss.
Das sprengt unser Denkvermögen. „id quo maius nihil cogitari potest“ formuliert Anselm von Canterbury im 11. Jahrhundert: Gott ist das, über das Größeres nicht gedacht werden kann. So baut Anselm in seinem on-tologischen Gottesbeweis eine Brücke für jeden, auch den Ungläubigen. Nicht mit irrationalen Argumenten, sondern in der Evidenz des Denkens.
Weil Gott größer ist, kann er nicht umfassend gedacht werden, muss aber Wirklichkeit sein, weil er sonst doch nur ein Gedankenspiel wäre. Dieser Gott will uns jetzt nahe sein Weiterlesen

Impulse zu Pfingsten | Spiritus Domini | C

Mit dem heutigen Pfingstfest begehen wir einen der Höhepunkte des Kirchenjahres. Wie viele Begriffe in unserer Kirche kommt auch der Name Pfingsten aus dem Griechischen und bedeutet: der Fünfzigste – nämlich der fünfzigste Ostertag. Jesus Christus kehrt nach der Auferstehung von den Toten heim zu seinem Vater, aber nicht, um der Welt und uns Menschen zu verlassen, sondern um für immer bei uns zu bleiben durch seinen Geist, den er verheißt und sendet, der vom Vater und von ihm ausgeht. Dieses frohe Ereignis feiern wir heute. Weiterlesen

Impulse zum 7. Ostersonntag | exaudi | C

In diesen Tagen beten wir besonders um das Kommen des Geistes Gottes, dass er die Welt durchdringe und erneuere. Die Tage zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten sind die Novene um den Heiligen Geist.

Wir bitten Gott um Erneuerung unseres Herzens durch seinen Geist und um Vergebung für alle Zwietracht und jegliche Schuld, die wir gesät und verursacht haben.

Gottes Geist kann sich entfalten, wo wir für seinen Zuspruch offen sind und daraus unser Leben gestalten. So rufen wir zu Christus Weiterlesen

Impulse zu Christi Himmelfahrt | In ascensione Domini | C

Untröstlich sollten wir sein, weil er uns verlassen hat. Wir müssten diese tiefe ungreifbare Angst in uns spüren, weil er nicht mehr da ist. Endlich war einer unter uns, der nicht anderen zur Last wurde, sondern auch die Last der andern trug, ohne sich dabei in den Mittelpunkt zu spielen. Ja, er hat uns ermutigt in die unbegreifliche Nacht der Gottsuche mit der ver-trauten Anrede Vater uns diesem Gott ganz anzuvertrauen, der nahe ist und doch immer unbegreiflich Ferne.
Wie die Jünger sollten wir uns freuen, dass er in seinem Geist bei uns ist, über alle Grenzen von Zeit und Raum hinweg erfahrbar in den Herzen al-ler, die offen sind für seine Botschaft.
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Impulse zum 6. Ostersonntag | rogate | C

Das ganze Leben begleitet uns die Aufgabe Entscheidungen zu treffen. Dabei ist schon die Einteilung in wichtige und weniger wichtige Dinge oft nicht ganz trivial. Wie können wir vor allem richtige Entscheidungen tref-fen, die unser Leben gelingen lassen?
In der Lesung hören wir heute vom sogenannten Apostelkonzil in Jerusa-lem und dem Weg der Entscheidung für die Zukunft der jungen Kirche: Der Heilige Geist und wir haben beschlossen. Eine Empfehlung auch für unsere Tage. Nicht nach dem schnellen Erfolg hecheln oder schnell zu al-lem Ja oder Nein sagen, sondern im Gebet und Vertrauen auf Gottes Nä-he sich dem Herrn und seinem Geist, in dem er bei uns ist, anvertrauen. In diesem Vertrauen feiern wir jetzt Gottesdienst und preisen unseren Herrn, den Kyrios: Weiterlesen

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