Impulse zu Weihnachten | In nativitate | A

Wir feiern mehr als eine stimmungsvolle Szene, mit Lichtern in der Dunkelheit. Wir feiern mehr als ein paar nette behagliche Stunden, in denen die staade Zeit ihren Höhepunkt finden will. Das bayrische Wort staad kommt vom lateinischen Wort statio, Stillstehen. Das führt uns zum Kern des Festes, wir stehen still, wie die Hirten anbetend vor dem göttlichen Kind.
Trotz aller Dunkelheit von Schuld und Leid bringt er Licht und Vergebung. In das Spannungsfeld von Hass und Gewalt kommt er als versöhnendes Zeichen der Liebe und des Friedens. In der Bedrängnis von Vergessenheit und Tod, glüht er als Funke der Hoffnung und des Lebens.
Im Hebräischen meint das Wort mhär zugleich Mutterleib und Barmherzigkeit: Aus dem Mutterleib Marias kam uns Gottes Barmherzigkeit in Jesus Christus entgegen. Weiterlesen

Impulse zum 4. Advent | rorate | A

Wenn alles gut läuft, geht uns das Wort vom Gottvertrauen leicht über die Lippen, wenn wir jedoch uns und unser Leben in Frage gestellt sehen, wenn wir nicht verstehen, wie wir in die Zukunft gehen sollen oder welche Entscheidungen wir treffen müssen, fällt uns das Vertrauen in diesen unbegreiflichen Gott schwer. Ja, wenn wir unsicher werden, ob das alles gut ist, was Gott mit uns anstellt, da bleiben wir zweifelnd zurück.
Josef steht scheinbar vor den Trümmern seines Lebens, die Träume scheinen zu zerplatzen und doch erlebt er im Vertrauen auf Gott, dass das Leben auf eine neue Weise gelingt. Vertrauen ist der Schlüssel zum Verständnis der Gestalt des heiligen Josef, der aus seinem Vertrauen heraus zum festen Halt für die Weihnachtsszene werden kann, wie er in dem gotischen Weihnachtsrelief der Kelheimer Stadtpfarrkirche dargestellt ist.
Rufen wir zu Jesus Christus, der auch in uns Vertrauen wecken will: Weiterlesen

Impulse zum 3. Advent | Gaudete | A

Freut euch im Herrn zu jederzeit! – Dieses Wort steht über dem Sonntag Gaudete, dem dritten Adventsonntag. Das rosafarbene Gewand mildert die strenge des violett, der Farbe von Umkehr, Buße und Neuanfang, richtet unseren Blick auf die Erfüllung des Advents, die Feier der Gegenwart Gottes.

Vieles geht uns oft nicht schnell genug im Leben, wir warten nicht gerne, lieber werden wir sofort bedient. Die erste Hälfte der Wartezeit ist bereits vergangen, haben wir sie genutzt? War es ‚nur‘ eine Wartezeit, die wir mit Ablenkung überbrückten oder war diese Zeit erfüllt von dem Geheimnis, auf das wir zugehen? – Wie immer die bisherige Zeit verlaufen ist, lassen wir uns darauf ein offen für Gott zu sein, bereit zu sein ihn in unserem Leben zu empfangen Weiterlesen

Impulse zum 2. Advent | populus sion | A

Wenn ein Baum erst einmal gefällt ist, dann ist es vorbei mit seiner Pracht, vorbei mit dem Baum. Vielleicht kann er als Nadelbaum noch ein paar Wochen als Christbaum dienen, aber dann fallen auch bald die Nadeln ab. So ist der Kreislauf der Natur. Nur der Stumpf mit dem Wurzelstock bleibt meist in der Erde und man kann sich daran stoßen oder darüber stolpern.

Der Prophet Jesaja spricht zu den Menschen des israelitischen Exils in Babylon und macht deutlich: für Gott gilt diese Grenze nicht. Aus dem Baumstumpf Isais, des Vaters des legendären Königs David, wird einer hervorgehen, der die Sehnsucht des Gottesvolkes erfüllt und übertrifft, weil er ganz aus Gottes Geist heraus handelt. Weiterlesen

Impulse zum 1. Advent | ad te levavi | A

28 Tage, vier volle Wochen feiern wir diesem Jahr den Advent. Wir werden uns bewusst, dass wir die Ankunft Gottes in der Welt auf dreifache Weise feiern. Wir bereiten uns vor auf das Kommen Gottes in die Welt vor 2000 Jahren, das Fest seiner Geburt, das wir am 25. Dezember feiern werden und seine Wiederkunft am Ende der Zeit oder unserer Tage.
Die Ankunft erwarten, heißt aus dem Kreislauf des immer Gleichen auszu-brechen und sich auf Gott hin zu orientieren. In ihm Mitte und Ziel des eigenen Lebens entdecken.
Die Texte der Heiligen Schrift mahnen uns an den Sonntagen im Advent besonders zu Wachsamkeit und Aufmerksamkeit für Gottes Zeichen in der Welt und die Zeichen seiner Gegenwart, die wir in seinem Wort und in der Eucharistie miteinander feiern Weiterlesen

Impulse zum 34. Sonntag im Jahreskreis | Christkönig | Dignus est agnus | C

Einen krönenden Abschluss feiern wir, wenn eine Aufgabe wirklich gut gemeistert wurde, wenn wir zufrieden sein können mit dem, was wir er-reicht haben.
Heute feiern wir Christkönig, den krönenden Abschluß des Kirchenjahres. Wir feiern allerdings nicht unsere eigene Leistung, sondern vielmehr Chris-tus unseren König und Erlöser. Oft genug gerät das im Alltag in den Hin-tergrund und in Vergessenheit. In den Alltag eingespannt erscheint so vie-les wichtig, das schnell wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwindet. Das heutige Fest macht uns Mut in Jesus den Christus, unseren König und Erlöser zu feiern, der in der Welt lebte um sie zu erlösen und uns zur himmlischen Pracht zu führen. Weiterlesen

Impulse zum 33. Sonntag im Jahreskreis | Dicit Dominus | C

Die Kriege an vielen Orten unserer Welt ängstigen viele Menschen auch bei uns, die Folgen für die Preise und auch das Miteinander in der Gesell-schaft mit all den Spannungen weckt tiefe Sorgen in den Menschen.
Der Blick auf Christus kann uns helfen im größeren Horizont des Glau-benden hinter die Mechanismen der Welt zu blicken und so das Licht Got-tes zu erahnen, dann wird auch für uns Christus als die Sonne der Ge-rechtigkeit aufgehen.
Die Erfahrungen des Endes bewegen uns immer, ob im Großen oder im Kleinen. Im Glauben dürfen wir alles in Gottes Händen und seinem Licht geborgen wissen.
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Impulse zum 32. Sonntag im Jahreskreis | Intret oratio | C

Wahrscheinlich hat sich jeder von uns schon einmal die Frage gestellt, ob beten hilft. Immer wieder stehen wir vor unlösbaren Aufgaben oder er-sehnen eine Lösung, die nicht oder nicht unmittelbar eintritt. Oft freilich löst das Gebet und die Zwiesprache mit Gott, die erbetene Hilfe auf ande-re unerwartete Weise.
Grundfragen des Glaubens und des Lebens bis zum Leben nach dem Tod versucht das Buch der Makkabäer zu beantworten, das rund 150 Jahre vor Jesu Wirken entstand und unmissverständlich vom Leben nach dem Tod bei Gott Zeugnis gibt. Ja, durch diese Zusage wird das Leben in dieser Welt mit all seinen Herausforderungen erst sinnvoll, kann das Leben ge-lingen.
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Impulse zu Allerheiligen | Omnium Sanctorum | C

Es ist ein ziemlich bunter Haufen, wenn wir auf die Menschen schauen, die wir heilig nennen. Unterschiedliche Zeiten und verschiedenste Charaktere begegnen uns in den Heiligen. Wir könnten sagen, so vielfältig wie Men-schen eben sind. Da gibt es konsequente Lebensentwürfe, die scheinbar unbeirrt dem Ziel entgegengingen, da gibt es menschliche Herausforde-rungen und Katastrophen, die alles ins Wanken zu bringen drohten oder gar manch harte Brüche bis hin zum Scheitern zeigen.
Allen gemeinsam ist, dass sie vor Gott Heilige genannt werden, dass das Ganze des Lebens mit aller Unsicherheit als heil angesehen wird. Ja, wir al-le werden in die Gemeinschaft der Heiligen mit unseren Schwächen und Fehlern aufgenommen. Wenn wir unser Leben in der Perspektive auf Gott ausrichten, kann es gelingen.
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